hart, und die Sache ging ihm recht gut von der Hand. Es wurde ihm aber doch bald ſauer, er war des Arbeitens nicht gewohnt, ließ daher auch manch⸗ mal den Hammer ruhen, und blickte ſich um. End⸗ lich legte er den Hammer zur Seite, und da eben einige Fremde des Wegs kamen, ſo ſprach er ſie um ein Almoſen an, wofür er ſich Brod kaufen wolle. Etwa vier Stunden lang mochte er bei dem Stein⸗ haufen ſein, als ein anderer Knabe, den er längſt kannte, und der auch zum Betteln abgerichtet war, in ſeine Nähe kam. Er hieß Johann Reid, und ſeine Mutter war krank.
„Klopfſt Du hier Steine, Georg?“ fragte er ſeinen Gefährten.
„Ja, ein Herr hat mich angenommen, ich erhalte vier und zwanzig Kreuzer und eine Schlafſtelle ,“, entgegnete Georg, mit einer wichtigen Miene.
„Ich wollte er nähme mich auch an; meinſt Du, daß er's thut?“ ſprach„ohann.
„Gönne ihm das Wort und frag' bei ihm an; er geht dort in jenem Hauſe aus und ein.“ Johann ging, bat um Arbeit und erhielt, nachdem Herriot einige Fragen an ihn gerichtet hatte, auch einen Ham⸗ mer.— Man ſah bald, daß er von Herzen gern thätig warz er ſtand gar nicht auf, und als der Abend kam, lag vor ihm ein weit größerer Steinhaufen als vor Georg Macmahon, obgleich er nicht ſo lange gearbeitet hatte, als dieſer. Freilich ſchlug er mit dem Hammer zu, ſo viel nur ſeine Kräfte erlaubten, und paßte auf; er war ſtolz daranf, daß er nun Geld verdiente und nicht mehr zu betteln brauchte. Abends erhielt er ſein Geld, und zwar einen vollen Taglohn, und als am andern Morgen die Glocke zur Arbeit rief, war er wleder auf dem Platze. Georg kam etwas ſpäter und ſchlug anfangs herz haft auf die Steine, warf aber nach Verlauf einer halben Stunde plötzlich den Hammer bei Seite und lachte laut auf.
„Worüber lachſt du denn?“ fragte Johann.
„Ich lache, weil die Leute glauben, wir wurden uns für vier und zwanzig Kreuzer abſchinden und große Steine zerſchlagen, während wir es doch mit Betteln recht gut auf ſechs und dreißig bringen kön⸗ nen. Ohnehin geben uns die Leute doch auch Brod
genug, und für unſer Geld können wir trinken was uns gefaͤllt.“
„Aber wir wären doch nur Bettler und jetzt ſind wir Arbeiter. Schäme dich, Georg!“
„Wozu mich ſchämen? Wer bekümmert ſich um uns? Wenn ich leben kann, ohne daß ich nöthig habe zu arbeiten, ſo thue ich's.“
„Aber dann wirſt Du ewig ein Bettler bleiben, und kommſt nicht vorwärts. Sind wir aber ſchon zetzt fleißig, ſo können wir es auch bald beſſer haben, und vielleicht auch von unſerm Verdienten ſo gut leben, wie die vornehmen Leute.“
„Da würden wir lange, liebe Zeit warten müſſen und wer kann wiſſen, ob man's je dahin bringt? Ohnehin, ich bin ſchon müde, und der Arm thut mir
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noch weh von geſtern her. Steh', dort kommt eine Kutſche her, einige Frauen ſitzen darin.“ Und bei dieſen Worten lief er fort, auf den Wagen zu, und bat die Damen mit kläglicher Stimme um ein Almo⸗ ſen. Sie warfen ihm ein Silbderſtück zu.„Siehſt Du nun,“ ſprach er frohlockend zu Johann,„das iſt beinahe ſchon ein Taglohn, und wie viel Steine hätte ich zerſchlagen muſſen, um dieſes Geld zu ver⸗ dienen. Komm mit, wirf den Hammer zur Seite; jetzt können wir gehen, Herriot iſt nicht da.“
„Ich bleibe hier, und thue meine Arbeit. Willſt Du aber einmal weg, ſo geh doch auch zu meiner Mutter, und ſag ihr wo ich bin; ich würde am Sonntag zu ihr kommen.“
„Am Sonntage? So lange willſt Du's hier aus⸗ halten 2 Das erlebe ich nicht; Du wirſt wohl ſchon morgen wieder da ſein.“ Und die Thorheit ſeines Gefährten verlachend, ging er von dannen, und als er der Johanna Reid den Gruß von ihrem Sohne ausrichtete, meinte er, Johanns Arm wuͤrde wohl vor Samſtag erlahmen, und das Steinklopfen dann ein Ende haben. Aber er irrte ſich. Freilich thaten dem fleißigen Knaben anfangs Arm und Schultern recht weh, aber nach Verlauf einiger Tage verlor ſich der Schmerz. Herriot zahlte täglich den Lohn aus, bekümmerte ſich aber im Uebrigen nicht um den Jungen, da er nichts beſſeres erwartete, als daß er gelegentlich doch weglaufen würde. Als aber nach Verlauf einiger Wochen Johann noch immer da war und an Fleiß nicht nachließ, näherte er ſich wohlwollend dem Knaben, lehrte ihn einige Hand⸗ griffe, welche die Arbeit erleichterten, und ſchickte ihm auch gelegentlich Brod und Fleiſch oder eine Schüſſel Gemüſe aus ſeiner Küche. Kurz, Johann Reid kam bald in Gunſt, wurde, da er ſich anſtellig zeigte, von den Steinen weggenommen, und anderweitig beſchäftigt. Auch ſein Arbeitslohn ſtieg und nach Ablauf einiger Zeit brachte er es wöchentlich auf ſechs Schillinge oder dritthalb Gulden. Nun hatte er gut und ſatt zu eſſen, konnte auch in einem Bette ſchlafen, eine Bequemlichkeit, von der er früher nichts wußte, und da ſein Brodherr ihm Vertrauen bezeigte, ſo wurde er ſtolzer, und verſprach ſich feſt, immer treu ſeine Pflicht zu erfüllen, damit er die Achtung auch wirklich verdiene. Freilich war er Abends nicht ſelten todtmüde, und das Tagwerk war ſauer
und beſchwerlich; wenn er aber Alles bedachte, ſo freute er ſich doch, daß er dem Beiſpiele Georg Macmahons nicht gefolgt war. Der blieb ein Bett⸗ ler und ſchlief, wo er gerade hinkam; er hatte da— gegen ſchon einige Stücke gutes Zeag, einen Spar⸗ pfennig, und ſchlief im warmen weichen Bette. Und wer weiß, dachte er, vielleicht bringſt Du's auch wohl noch ſo weit, daß Du einſt ein Herr wirſt; kurz er hatte Ehrgeiz, er wollte weiter, und fing an ſich ſelbſt zu achten, und weil er ſich nuͤtzlich machte, hatten ihn Alle gern. Fortſetzung folgt.)
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