Ausgabe 
2.9.1843
 
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Intelligenzblatt

für die

Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen

und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

683.

Sonnabend, den 2. September

1843.

Heſſenbrückenhammer den 28. Auguſt 1843.

Unſer freundliches Wetterthal, das in der Regel nur von den mächtigen Schlägen des gewichtvollen Hammers durchtönt wird, das ſich nur fur Augen⸗ blicke durch vorübereilende Reiſende belebt, die ihm linen fluͤchtigen Gruß bieten, ſieht ſeit einer Reihe von Jahren im Monat Auguſt eine größre Verſamm⸗ lung in ſeinen Umgebungen einherwandeln, bei wel- cher Mitglieder aus den verſchiedenſten Ständen ſich verbinden; ich meine die Zuſammenkünſte des ſeit 1837 beſtehenden Mäßigkeitsvereines für die Kreiſe Hrünberg und Hungen.

Auch heute verſammelten ſich die Mitglieder dieſes Zereines in Folge der öffentlichen Einladung durch die Landeszeitung dahier, um die nach H. 6. der Sta⸗ uten ihnen zukommenden Geſchäfte zu beſorgen. Zwar wurden durch verſchiedne ungünſtige Umſtände, ins⸗ deſondere durch die von dem Gewitterregen der letz⸗ ſen Nacht verdorbenen Wege nicht wenige Mitglieder tbgehalten, zu erſcheinen; doch fand ſich allmählig ine nicht allzu geringe Anzahl zuſammen, ſo daß gegen 11 Uhr Vormittags die Sitzung beginnen konnte. Der Präſident des Vereins eröffnete die Verſamm⸗ lung durch eine anſprechende, herzliche Rede, worin er vieles Erfreuliche über den Fortſchritt der Mäßig⸗ ſeitsſache mittheilte. Er führte an, daß ſeit der dorjährigen Verſammlung eine große Zahl achtbarer Männer dem Vereine beigetreten ſei, er erinnerte an den freundlichen Gruß, mit dem die norddeutſchen Vereine von der Elbe aus ihren ſuͤddeutſchen Ge noſſen die Bruderhand zur innigen Verbindung ge⸗ jeicht; er verſchwieg es nicht, daß ſelbſt fürſtliche Perſonen in neueſter Zeit mit Rath und That die Zwecke des Vereines gefoͤrdert. Mit freudiger Hoff⸗ nung hieß er die Verſammlung in die Zukunft ſchauen und ſprach die gewiſſe Zuverſicht aus, daß der gute Geiſt, der einmal erwacht ſei, der in Deutſchland und Irland, in Schweden und Norwegen ſo gewal⸗ lig ſchon gewirket, der auch jenſeits des Weltmeeres tine ganz neue Zeit, ein kräftigeres Geſchlecht vor⸗ bereitet, mit Adlerſchwingen ſich verbreiten und als

mächtige Flamme die Welt durchdringen, ſie erleuch⸗ ten und beleben werde.

Der wohlthätige, wahrhaft erhebende Eindruck, den dieſe Rede auf alle Anweſende machte, war unverkenn⸗ bar. Durch den Präſidenten aufgefordert behandelte hierauf ein Mitglied des Vorſtandes in freier Dar⸗ ſtellung die Frage,ob die Fabrikation des Brannt⸗ weins für die Landwirthſchaft durchaus nothwendig ſei? Die verſchiedenen Vortheile, die man aus den Brennereien zu ziehen glaubt, wurden vor den Richterſtuhl der Theorie, wie der Erfahrung gezogen und nicht für genügend erfunden. Die Verſammlung, in deren Mitte auch einige ſehr achtdare Landleute auftraten, äuſſerte ſich im Allgemeinen mit den vom Redner dargelegten Anſichten einverſtanden und es wurde der Wunſch laut, daß dieſer hochwichtige Gegenſtand zur weiteren Beſprechung dem größren Publikum vorgelegt werden möchte.

Hierauf wurde durch den Secretär ein Aus- ſchreiben der Herzl. Naſſauiſchen Regierung an die Beamten vorgeleſen, worin kräftige Maaßregeln wider die Völlerei angegeben wurden. Einiges hierüber wer den wir ſpäter in dieſem Blatte bekannt machen. Nachdem noch mannigfache Erfahrungen und Be obachtungen mitgetheilt worden waren, auch die Auf nahme von 21 neuen Mitgliedern Statt gefunden hatte, ſchloß der Präſident die Sitzung, und alle Anweſenden verließen dieſelbe mit den trefflichſten Vorſätzen und dem freudigſten Muthe.

Möge nun die Vorſehung immerdar ihren Segen geben zu jedem guten Werke, das von dem ſtillen Wirken dieſes Vereines ausgeht; möge derſelbe täglich zunehmen an innerer Kraft und möge noch manche Seele durch denſelben gerettet und zu dem rechten Frieden und der wahren Sittlichkeit hinge⸗ führt werden. E.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

Nr

Bekanntmachung. (597) Die Braunkohlen⸗Conſumenten des Dor⸗