ſerungsgräben räumte ich wieder auf und verlegte einige ſo, daß die ganze Wieſe bewäſſert werden konn⸗ te; andere legte ich wieder zu Entwäſſerung an, d. h. ſo, daß ſie das Waſſer, welches auf einigen Vertie⸗ fungen der Wieſe würde ſtehen geblieben ſein, aufneh⸗ men und von der Wieſe abführen konnten; denn die Er⸗ fahrung zeigt, daß das ſtehende Waſſer den Gras⸗ wuchs unterdrückt, weil es ſeine belebende Kraft dann verliert, und eine dem Wachsthum nachtheilige Säure erzeugt. Nun fing ich an, meine Wieſen zu bewäſſern; im Spätherbſte, wenn meinen Nachbarn und den übrigen Bauern der Miſt durch den Regen ausge⸗ laugt wurde, leitete ich das Waſſer, welches alle Dün⸗ gungstheile aufgenommen, auf meine zu bewäſſernden Wieſen; ſobald aber Froſt eintrat, fuͤhrte ich es wieder ab, denn friert das Waſſer zu Eis auf den Wieſen, ſo iſt das dem Graswuchs ſehr nachtheilig. Ebenſo im Frühjahr', wenn der Schnee ſchmolz und damit die Miſtjauche von den Miſtſtellen abfloß, leitete ich dieſes nahrhafte Waſſer ſolange auf meine Wieſen, als es dieſe koſtbare Miſtjauche mit ſich führte; ſpäter wendete ich es ebenfalls wieder ab, und mit dem ein⸗ tretenden warmen Frühjahr' bewäſſerte ich noch 8 Tage hindurch die Wieſen. Auf dieſe Weiſe erhielt ich nicht allein einen mehrfachen Ertrag, ſondern auch vorzuͤgliches, nahrhaftes Futter.
Die ſumpfigen Wieſen dagegen entwäſſerte ich durch Graben, die ich an den noͤthigen Stellen ſo an⸗ legte, daß das Waſſer abziehen konnte; die dabei ausgeworfene Erde brauchte ich theils dazu, die Ver⸗ tiefungen auszufüllen und damit die Wieſen gleich zu machen; anderntheils fuhr ich die Raſen auf einen Haufen, und nachdem dieſe verweſt und der Haufen ein paarmal umgeſtochen war, fuhr ich dieſe Erde entweder auf die ſumpfigen Wieſen zum Ueberſtreuen oder auf das Land. Nach dieſen vorgenommenen Entwäſſerungs⸗Anſtal ven beſtreute ich die früher ſum⸗ pfigen Wieſen mit der Aſche, die wir ſonſt um ein Vil⸗ liges verkauften, und erhöhte dadurch nicht alltin den Ertrag derſelben um das Dreifache, ſondern erhielt auch ſtatt des ſauern Graſes viel beſſeres ꝛc.; denn ſtatt der Aſche ſchien ich Klee auf die Wieſen geſäet zu haben: der ſchönſte Wieſenklee überzog meine Wie⸗ ſen, ſo daß ich jetzt das trefflichſte Futter da zog, wo vorher das ſchlechteſte Sumpfgras wuchs. 5
Durch dieſe beſſere und ſorgfältigere Behandlung meiner Wieſen, die doch gar keinen oder höchſt ge⸗ ringen Koſtenaufwand verurſacht hatte, erndtete ich jetzt da 12 Fuder Heu und 10 Fuder Grummet, wo mein Vater früher kaum 6 Fuder Heu und 4— 5 Fuder Grummet erhalten hatte; mithin war meine Mühe um das Doppelte belohnt.
Dieſen vermehrten Futterreichthum verkaufte ich nicht, wie mehrere der hieſigen Bauern thaten, ſondern ich benutzte ihn, meinen Viehſtand zu verbeſſern und ſpäterhin zu vermehren; dadurch kamen meine alten Pferde zu Kräften, meine abgemagerten Kühe erhol⸗ ten ſich und gaben reichlichere Milch, die meine gute Hausfrau dann zu Gelde machte; meine Schafe gaben beſſere Wolle und Lämmer; die Kühe blieben nun im
Stalle, ſtatt früher den Dünger auf den Weiden
zu laſſen, blieb derſelbe im Hofe, und wurde durch ſorgfältige Fütterung ſo vermehrt, daß, während frü⸗ her manches Land ohne Duͤnger ausgeſäet werden mußte und blos in der Ruhe der Brache ſich Kräfte ſammelte, nun mit Hülfe des Pferches das Ganze beduͤngt werden konnte; hierdurch erhielt ich nicht allein von Jahr zu Jahr beſſere Erndten und damit immer mehr Stroh zum Duͤnger, ſondern der Klee⸗ bau wurde auch immer ergiebiger, ſo daß ich jähr⸗ lich, außer der grünen Fuͤtterung derſelben, auch noch einige Fuder duͤrren Klee erndtete. a
Durch dieſe Vermehrung meiner Futtermittel war ich nun in den Stand geſetzt, auch meine Viehzucht zu vermehren. Ich ſtellte mir deßhalb, da meine Pferde anfingen, unbrauchbar zu werden, und ich jeden Tauſchhandel mit Juden ſcheute, 2 Ochſenkaͤlber auf und als ſie zur Arbeit brauchbar-waren, und ich die andern Pferde verkauft hatte, betrieb ich meinen Landbau mit 4 Ochſen, an denen ich beim jedes⸗ maligen Verkauf ein Bedeutendes gewann. Um durch dieſen Wechſel einen noch größeren Vortheil zu er⸗ halten, führte ich mit den Ochſen und Kuͤhen eine vortheilhaftere Fütterung ein; ich ließ nämlich in einem eiſernen Keſſel, der durch ſeine gute rich⸗ tige Setzung wenig Holz bedurfte, Siede kochen, d. h. geſchnittenes Grummet⸗Futter, ſo viel nach der Anzahl des Viehes nöthig iſt, würde in dem Keſſel mit Waſſer gekocht; dieſes gekochte warme Futter gedeiht bei dem Vieh' ſo ſehr, daß es ohne Körner oder Fruchtſchrot die Arbeiten thun kann, und dabei fleiſchiger und beſſer ausſieht, als bei kaltem Futter; jedoch muß man ihm mitunter Heu als trockenes Futter geben, und uͤberhaupt möglichſt mit naſſem und trockenem Futter abwechſeln können. Mein Vieh erhielt Morgens und Abends Siede, Mittags gutes Heu, in der Arbeit trockenen Klee. Dieſe Fütterung wurde bei den Ochſen Sommer unter Winter beibe⸗ halten und nichts grünes mit denſelben gefuttert; dafuͤr verkaufte ich den Futterhafer, den ich früher mit den Pferden verfütterte, und brauchte weniges davon zum Holzankauf für das Siedekochen.
Auf Beſtellung meines Landes verwendete ich einen beſonderen Fleiß. Da mir der Herr Schulleh⸗ rer aus ökonomiſchen Schriften mitgetheilt hatte, daß das Land, ſo gut wie die Menſchen, Thiere und Pflanzen, aus der Luft Nahrungstheile einſauge und an ſich ziehe, und das öftere Auflockern des Bodens dieſes Einſaugen befördere, ſo verſäumte ich das öftere Ackern nie; im Herbſte ſuchte ich wenigſtens 8 Tage vor der Ausſaat die Länder, die leer waren, zu ackern, damit das Land einestheils ſich ſetze, an⸗ derntheils ſich wieder aus der Luft befruchte, und damit das Keimen und Aufgehen der jungen Saat beſchleunige. Ich fand dieſe Saat immer kräftiger und früher, als die in friſch geackertes Land geſtreute Saatfrucht, aufgehen. Dann zeigte mir die Erfah⸗
rung, daß ſelbſt in unſerer wärmeren Gegend jede frühe Herbſt⸗Ausſaat 14 Tage vor Michaeli beſſere, reichhaltigere und an Stroh ſtärkere Erndte als die
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(103) N rich Guth dahier und ſo gewiß ihrer Mut deim, im zumelden, laſſes auf werden. Dorhei


