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Intelligenzblatt
für die
Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen,
die
Kreiſe Friedberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
* 17. Sonnabend, den 26. Februar 1842.
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Amtlicher Theil.
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Die großherzoglich heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Hungen und Friedberg an ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſiſche Bürgermeiſter des Kreiſes Hungen, ſowie an ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter des Kreiſes Friedberg.
Betreffend: Die Verbreitung falſcher preußiſcher Thalerſcheine.
Die nachſtehend beſchriebenen beiden Perſonen haben zu Anfang d. M. in Darmſtadt viele falſche preußiſche Thalerſcheine in der Art ausgegeben, daß ſie in Läden von Handelsleuten Kleinigkeiten kauften, dieſe mit Thalerſcheinen bezahlten, und es ſo einrichteten, daß ſie jedesmal eine ordentliche Parthie Münze heraus bekamen. 0
Wir beauftragen Sie daher, dies zur Kenntniß der Gewerbtreibenden zu bringen, dieſelben vor Schaden u warnen, und alsbald Anzeige zu machen, wenn ſich die bezeichneten Perſonen betreten laſſen ſollten.
Die falſchen Thalerſcheine ſollen daran kenntlich ſeyn, daß das Papier etwas grauer und dünner als das der ächten iſt, daß die auf die Rückſeite geſchriebene Zahl durchſchlägt, daß die römiſche Zahl neben dem Wort Sex von der auf den ächten Scheinen darin abweicht, daß jene den Schattenſtrich zur Rechten dieſe aber zur Linken haben und daß auf den ächten das Litera auf der Vorderſeite mit dem der Rückſeite übereinſtimmt, was auf den falſchen in der Regel nicht der Fall iſt.
Hungen und Friedberg den 21. Februar 1842. Follenius. J. V.
Krach, Kr. Sekr.
Signale ments derjenigen Individuen, welche falſche preußiſche Thalerſcheine in Darmſtadt verbreitet haben.
1 Eine Mannsperſon von mittlerer Größe, geſetzter Statur, friſcher Geſichtsfarbe, trug einen braunen nicht ſehr ſtarken Hambacher Bart, ſteht etwa in den 30er Jahren, war bekleidet mit einem kurzen blauen Tuchoberrock, einem ſogenannten Paletot mit zwei Taſchen, ganz modern gemacht, mit großen überſponnenen Knöpfen, welche bis unten hin gehen, einer ſchwarzen aufgeſchlagenen Tuchkappe, die an jeder Seite 3 blaue ſtählerne Knöpfchen und Schild von demſelben Tuch hatte, und mit wahrſcheinlich dunkelgrauen Hoſen. Er ſpricht und benimmt ſich anſtändig und ſchön.
2) Eine kleine Frau, mit dunkelbraunen Haaren, ebenfalls in den 30er Jahren, mit einem ſchoͤnen runden feinen Geſicht, trug einen braunen Strippenhut, und einen braunen oder blauen Mantel mit einem ſchwarzen kleinen Sammetkragen, ſpricht und benimmt ſich ſchön. Sie hatte manchmal ein kleines Hen— kelkörbchen bei ſich, manchmal ſoll ſie auf dem Hut einen ſchwarzen Schleier, zuweilen ein Bouquet, zu⸗ weilen keins im Hut gehabt haben.


