. 344* Handwerkszeichnenſchule zu Friedberg.
Um mehrfachen Anfragen zu begegnen, macht der Unterzeichnete zur Notiz der Theilnehmer bekannt, daß der Unterricht in der hieſigen Handwerkszeichnenſchule künftigen Sonntag den 28. d. M. beginnen wird.
Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler.
Anecdote.
Ein Profeſſor der morgenländiſchen Literatur, welcher wahrſcheinlich den Tag hinter ſeinen Folian⸗ ten zugebracht hatte, wurde des Abends in eine glänzende Geſellſchaft eingeladen, wo er ſich ziemlich einſam fand und wahrſcheinlich noch mit ſeinen Buͤ⸗ chern in Gedanken beſchäftigte. Da verſammelte ſich in ſeiner Nähe ein Häuflein luſtigen Volkes, das viel ſcherzte und lachte, ohne daß unſer Herr Profeſſor ſich aus ſeiner Theilnahmsloſigkeit bringen ließ. Auf einmal wandte ſich ein glückliches Braut⸗ paar mit den Worten an ihn: Nicht wahr, Herr Profeſſor, ein Brautpaar darf ſich doch küſſen?
Ganz trocken antwortete dieſer:„O ja, aber doch nur zur ſchicklichen Zeit, und ja nicht zu viel. Denn ſelbſt der ſchwarze Stein an der heiligen Kaaba zu Mekka iſt durch allzuvieles Küſſen ſo abgenutzt, daß der große Prophet, wenn er jetzt wieder erſchiene, darüber Thränen vergießen würde.““)
Das Brautpaar zog ſich ſtille in eine andere Gegend des Saales zurück.
Deutſche Spruͤchwoͤrter. A⸗Gabe. (Vergl. Intell-Blatt Nro. 35 und 36 von 1840.)
Alles mit Gott!
Aller Anfang iſt ſchwer.
Aller guten Dinge ſind drei.
Alles hat ſeine Zeit.
Alles mit Bedacht!
Alles mit Rath!
Alles, was die Leut' verdrießt, das treib' ich. (Läſtigen und neckenden Menſchen in den Mund gelegt.)
Alles verzehrt vor ſeinem End',
Macht ein richtig Teſtament.
(Nicht ſehr empfehlenswerth.)
) Zur Erklarung fügen wir bei, daß jeder Moslemin (Muhamedaner) eigentlich Einmal in ſeinem Leben nach Mekka wallfahrten und dort verſchiedene Religions- gebräuche verrichten muß. Dazu gehört unter Andern der Beſuch der großen Moſchee, in deren Mitte ſich e in etwa 18 Schritte langes Gebäude befindet, das die heilige Kaaba heißt. Am nordöſtlichen Winkel dieſes Gebäu⸗ des iſt ein Stein eingemauert, welcher ein unregelmäßi⸗ ges Oval von etwa 7 Zoll Dicke bildet, der ſchon vor uralten Zeiten Gegenſtand der Verehrung war und der ſchwarze Stein heißt. Ein jeder Pilger iſt verbun⸗ den, denſelben zu küſſen.
Alles vergeht, Nur Tugend beſteht. Aller Leut Freund, Jedermanns Narr. Allzuſcharf ſchneidt nicht. Allzuſcharf macht ſchartig. Allzuviel iſt ungeſund. 5 Alter ſchuͤtzt vor Thorheit nicht. Alter iſt auch eine Krankheit. Alte Kirchen, dunkle Gläſer. Alte Liebe roſtet nicht. Altes Holz, alter Wein, altes Geld. Alte Hunde ſind ſchlimm zu bändigen. An Gottes Segen Iſt Alles gelegen. An den Federn erkennt man den Vogel. An der Schellenkappe erkennt man den Narren. An einem rußigen Keſſel macht man ſich nicht weiß. An der rechten Schmied mird man recht beſchlagen. m vielen Lachen erkennt man den Narren. inder Land, andere Sitten. Ander Städtchen, Ander Mädchen. (Von leichtſinnigen Jünglingen.) Andere Zeiten, andere Sitten. Ander Jahr, Ander Haar. Auch der tiefſte Brunnen ſchöpft ſich leer. Auf Regen folgt Sonnenſchein. Auf Sparen folgt Haben. Auf Vorſpiel kommt Nachſpiel. Auf Freud folgt Leid. Auf dick Säen darf man keine Scheuer bauen. Auf den Sack ſchlägt man, Den Eſel meint man. ö Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Auf einen groben Keil gehört ein grober Schlegel. Aufgeſchoben iſt nicht aufgehoben. Arme Leute kochen dünne Suppen. Argliſt ſchlägt ihren eignen Herrn. Armuth ſchändet nicht, aber ſie druͤckt. Art läßt nicht von Art. g Aus dem Regen in die(den) Bach. (Hochdeutſch: Aus dem Regen in die Traufe.) Aus fremdem Leder iſt gut Riemen ſchneiden. Aus den Augen, aus dem Sinn. Aus Kindern werden Leute. Aus dem Läppchen in's Tüchelchen. Auswendig begliſſen, inwedig beſchmutzt. (Es lautet eigentlich etwas anders, aber unſchickl ich.) Alte Röhren tropfen gern.
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