Ausgabe 
12.6.1841
 
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ſtehende Verſteigerung in ihren Gemeinden gefãlligſt bekannt machen zu laſſen. 8 Oberrosbach am 9. Juni 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Edictal ladung. (637) Das Vermögen des mit Hinterlaſſung von 3 Söhnen, Johann, Wilhelm und Conrad, angeb lich im 7jährigen Krieg, in der Affäre bei Kaſſel umgekommenen Georg Konrad Roth vom Stras⸗ heimer Hof, wurde ſeit dem Jahre 1772 curatoriſch verwaltet und dieſe Verwaltung bezüglich des Erb theils des abweſenden Konrad Roth bis in die neueſte Zeit fortgeſetzt. 5

Die Wittwe des Johann Meier von Ziegenberg, mit dem Abweſenden angeblich Geſchwiſterkind, hat mit Rückſicht darauf, daß deſſen dermaligen Auf⸗ enthaltsort unbekannt iſk, und er das 70. Lebensjahr längſt zurück gelegt zu haben ſcheint, als vermeint⸗ liche nächſte Inteſtaterbin, um Ueberlaſſung des nach letzter Curatelrechnung auf 579 fl. 6 kr. ſich be⸗ laufenden Vermögens ihres Vetters gebeten, und ergeht daher an Konrad Roth oder deſſen Leibeserben, andurch Aufforderung, ſich binnen 3 Monaten vom Tage der erſten Bekanntmachung an, zur Empfang⸗ nahme des curatoriſch verwalteten Vermögens zu melden, widrigenfalls Erſterer für verſchollen erklärt und ſein Vermögen, ohne weitere Bekanntmachung, denen überantwortet werden ſoll, welche ſich als nächſte Erben legitimiren werden.

Zugleich werden die beiden gleichfalls abweſen⸗ den Brüder des Konrad Roth, Wilhelm und Johann, Letzterer iu den 1780er Jahren Soldat im königl. preuß. von Raumer'ſchen Infanterie-Regiment, oder deren etwaige Leibeserben, ſowie alle diejenigen, welche nähere Erb-Anſprüche begründen zu können glauben, andurch aufgefordert, ſo gewiß in gleicher dreimonatlicher Friſt ihre Prioritätsrechte an die Erbſchaft des Konrad Roth geltend zu machen, als ſonſt ſie damit ausgeſchloſſen und ſolche ohne vor⸗ gaͤngiges Präcluſivdecret, der gedachten Joh. Meiers Wittwe, deren Legitimation vorausgeſetzt, überliefert werden ſoll.

Friedberg den 29. Mai 1841. Gr. heſſ. freih. v. Loͤw. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Edictalladung. (638) Eliſabetha, die Tochter des Konrad Lunz von Niederrosbach, ſtand mit dem Chirurgen Schmidt in Friedberg in zweiter Ehe und ſoll nachſtehendes Grundſtück von ihren Eltern ererbt haben: Gemarkung Straßheim:

Pag. 128, Nr. 28 des Flurbuchs, 1 Viertel, 39 Ruthen Ackerland im Galgenfeld, in der 12. Gewann, zehntbar an Freiherrn von Frankenſtein und Peter Blecher von Oberrosbach.

Durch Kauf ſoll dieſes Stück ſchon vor einer Reihe von Jahren auf Konrad Buch in Niederros

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bach übergegangen und von dieſem beziehungsweiſe ſeinem Sohn Heinrich Anton und deſſen Erben länger als 30 Jahre ungeſtört beſeſſen worden ſeyn. Da jedoch daſſelbe im Flurbuch annoch auf dem Namen der Chirurg Schmidts Ehefrau ſteht und deſſen der maligen Beſitzer, die gedachten Heinrich Anton Buchs Erben, keinen Kaufbrief darüber beſitzen, ihnen auch aus dem Grunde keine gerichtliche Eigenthumsurkunde zugefertigt werden kann, weil ſich das frühere Eigen⸗ thum der Chirurg Schmidts Erben nicht nachweiſen laßt, ſo werden, auf deßfallſigen Antrag, alle Diejeni⸗ gen, welche an vorbeſchriebenes Grundſtück Anſprüche bilden zu können glauben, andurch aufgefordert, ſolche binnen 6 Wochen geltend zu machen; widrigen falls ſie ohne weitere Bekanntmachung damit aus geſchloſſen und den gedachten Heinrich Anton Buchs Erben in Niederrosbach Eigenthumsurkunde über daſſelbe zugefertigt werden ſoll. Friedberg den 28. Mai 1841. Großh. heſſ. Landgericht Hoffmann. Aufforderung an Steinklopfer.

(639) Zur Vollendung des Deckeklopfens auf der Provinzialſtraße von Ranſtadt nach Selters werden tüchtige Steinklopfer, entweder für guten Ta g⸗ lohnoder um ſehr gute Akkordpreiſe geſucht. Wer dieſer Aufforderung entſprechen will, kann ſich jeden Tagbei dem Unterzeichneten melden.

Die großh. Bürgermeiſter derjenigen Orte, in welchen ſich gute Steinklopfer befinden, werden ſo wohl im Intereſſe ihrer Ortsangehörigen, ſowie in dem des reiſenden Publikums erſucht, dieſe Bekannt- machung noch beſonders in ihren Gemeinden durch die Schelle veröffentlichen zu laſſen.

Nidda den 3. Juni 1841.

Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Arbeits-Verſteigerung. (640) Den 17. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll die im Intelligenzblatt Nr. 22, Ziffer(582) aus⸗ geſchriebene Arbeits-Verſteigerung einer nochmaligen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Höchſt a. d. N. den 4. Juni 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Bekanntmachung. (641) Montag den 21. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen zu Griedel 50 Achtel Waizen, 400

Achtel Korn, 200 Achtel Gerſte und 100 Achtel Hafer einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden.

Griedel den 5. Juni 1841. Der Rentamtmann Friedrich. Heugras-Verſteigernug. (642) Das diesjährige Heugras von 96¼ Morgen des Echzeller Teich, ſoll Dienſtag den 22. Juni l. I,