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des Müllers Konrad Sauer und deſſen Ehefrau in der Herrumühle bei Fauerbach J. aufgenommenen Inventars, ſowie zum Zwecke einer demnächſtigen Vertheilung jenes Nachlaſſes unter die geſetzlichen Erben der Konrad Sauers Eheleute, werden alle, welche an deren nachgelaſſenes Grund⸗ oder Mo⸗ bilar⸗Vermögen Anſpruͤche bilden zu können glauben, hierdurch aufgefordert, ſolche längſtens im Termin Montag den 9. Auguſt, Morgens 8 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls ſpäter bei dem Abſchluſſe des Inventars und bei Beſtätigung der Erbverthei⸗ lung keine Rückſicht darauf genommen werden wird. Butzbach den 5. Juli 1841. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Völcker. Calmberg. Arbeits ⸗Verſteigerung.

(786) Montag den 12. Juli, Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Reparaturarbeit in dem Auguſtiner⸗Schulgebäude der ehemaligen Sub⸗ conrectoraths-Wohnung, beſtehend in

1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 10 fl. 2) Glaſerarbeit, 5 75 28 5, 3) Schloſſerarbeit, 5 5 215, 4) Weißbinderarbeit, 9

17 15 Sodann Anſchaffung von 40 Dintenfäſſer in das Schulhaus, öffentlich an Wenigſtnehmende verſteigert werden. Friedberg den 7. Juli 1841. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (787) Montag den 12 Juli, Vormittags um 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die Arbeit in der Kreisrathswohnung, als Anfertigung von Kandel und Herſtellung des Schornſteines, beſtehend in: 10 Maurerarbeit, voranſchlagt zu 8 fl. 2) Spenglerarbeit, 5 5 3 öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 7. Juli 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung, Holzverſteigerung in den Domanialwaldungen des Reviers Oberrosbach, Forſtes Friedberg, betreffend. (788) Mittwoch den 14. Juli, von Morgens 7 Uhr an, werden in den Diſtricten Mainzerhecken und Weſterfeld'ſcherwald: 73 ½ Stecken birken⸗, 6% Stecken geſchält eichen Prügelholz; 13637 ½% Wellen birken⸗, 6675 Wellen geſchält eichen Reiſerholz; 2 birken Stämme, 12 geſchälte eichen Stangen, 42 birken Stangen und 1 birken Nutzſtück, der öffentlichen Verſteigerung an die Meiſtbietenden ausgeſetzt. Der Verſammlungsort iſt auf dem, in die Mainzer⸗

hecken fuͤhrenden Viehtrieb, unfern der ſogenannten Einſiedelwieſe. Oberrosbach den 8. Juli 1841. Der großh. heſſ. Revierförſter Bingmann. Hofraithe⸗Verſteigerung. (789) Auf freiwilliges Anſuchen des Heinrich Hanſteins I. Wittwe dahier, ſoll deren Hofraithe Pag. 46, Nro. 4 ½/ beſtehend in einem Wohn⸗ hauſe, Scheuer, Stall nebſt Garten, an Kutſcher Mulch gelegen, Montag den 26. Juli l. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, in hieſigem Rathhauſe und zwar das Wohnhaus, Scheuer und Hofraithe allein, und die ſogenannte Oehlmühle mit dem Garten allein oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 8. Juli 1841. Der großh. heſſ. Vürgermeiſler D. Fritz.

Privat⸗Bekanntmachungen.

Err

Junge Leute, (778) die ſich dem käufmänniſchen Fache widmen wollen, können plagirt werden, durch C. Langgaeſſer, Waaren⸗Senſal in Mainz. Erklärung. f (790) Eine in neueſter Zeit von dem Unterzeichneten mitunter⸗ ſchriebene Einladung zur Theilnahme an Privatſtunden iſt, wie ich höre, nicht uberall ſo verſtanden und beurtheilt worden, wie ich es wünſche. Um dergleichen ſchiefe Urtheile zu berichtigen, erlaube ich mir dem unpartheiiſchen und vorurtheils⸗ freien Publikum hieſiger Stadt Folgendes mitzutheilen.

Ob ich gleich Privatſtunden nicht gerne ſehe, indem Schul⸗ anſtalten, welche ganz ſo ſind, wie ſie ſeyn ſollen, ſie ziem lich entbehrlich machen, ſo iſt es doch nicht zu vermeiden, daß manche Eltern dergleichen für ihre Kinder wünſchen, und Lehrer, welche zum Theil ſchmal beſoldet ſind, ſie geben. Auch in hieſiger Stadt wurden bisher Privatſtunden ertheilt, und zwar nicht immer von öffentlichen Lehrern allein, ſondern auch von andern Männern, welche das wahre Bedürfniß, ſowie die Verhältniſſe der Schulanſtalten gar nicht kannten. Eine natürliche Folge davon mußte die ſeyn, daß ſolche Pri⸗ vatſtunden, die außer aller Beziehung mit den Schulanſtalten waren, letzteren nicht nur ſelten nützten, ſondern oft ſogar ſchadeten. Dazu kam, daß mehrere Eltern für ihre in den oberen Klaſſen befindlichen Kinder, welche in den Elementen der fremden Sprachen gegen die übrigen zurück waren, Pri⸗ vatſtunden wünſchten, aber zum Theil die Koſten dazu ſcheuten. Andere den Wunſch äußerten, daß diejenigen ihrer Kinder, welche ſich noch in den Elementarklaſſen befinden, einſtweilen in den Aufangsgründen des Lateinuiſchen und Franzöſiſchen unterrichtet werden möchten. Endlich ergab ſich in den Ele mentarklaſſen eine ſolche Ueberfüllunz, daß die vier Abthei⸗ lungen 338 Schüler zählen, während ſie auf 180 berechnet waren. Da nun jede der beiden unterſten Abtheilungen wöchentlich nur 10 reſp. 12 Unterrichtsſtunden hat, ſo konnte man mehreren Eltern den Wunſch, ihre Kinder möchten mehr beſchäftigt ſeyn, nicht verargen. Den öffentlichen Lehrern konnte ich aber nicht zumuthen, dergleichen Stunden unent⸗ geltlich zu geben, weil ihnen faſt alleſamt mehr Unterrichts ſtunden für die öffentliche Anſtalt zugetheilt ſind, als ihnen nach dem Organiſationsplan zukommt.

Allen dieſen Uebelſtänden glaubten die Unterzeichner der genannten Einladung vor der Hand und ſo lange, bis alle Hinderniſſe aus dem Wege geräumt ſind, durch die Errichtung