wie der Jacob Cook oder der Magellan, dieſen Reden zu gehört hätte, würde er die armen Men⸗ ſchen belächeln, von denen der, welcher am weiteſten gereiſ't, doch nur bis nach Amſterdam gekommen, war, und höchſtens einmal ein Stuͤck von der Züder⸗ ſee geſehen hatte. 5
So iſt's in der Welt; Einer ſteht immer ein wenig höher als der Andere, und weil er ein Bis⸗ chen weiter ſich umzuſchauen vermag, ſo belächelt er den beſchränkten Blick des Kurzſichtigen. Wie hätte erſt das Weſen aller Weſen Urſache, den Menſchen zu belächeln, der auf ſeiner kleinen Erde ſteht und über die Welt zu urtheilen ſich erkühnt! Eher könnte der Waſſermolch, der nie aus ſeinem Börnlein kommt, ein Urtheil über die Erde ſich anmaßen, wenn er
zu urtheilen fähig wäre, als der Menſch über die
Welt, deren Größe ſein Verſtand nicht zu begreifen vermag. Dieſes Weſen aller Weſen belächelt aber deſſen Beſchränktheit nicht.
Bekanntmachungen von Behoͤrden. Oeffentliche Ladung.„ (450) Forderungen jeder Art an den Nachlaß des im Jahr 1837 zu Vilbel verſtorbenen Zimmer⸗ meiſters Chriſtoph Breiter, uͤber welchen großh. Hof⸗ gericht den förmlichen Concurs erkannt hat, ſind im
Termin
Freitag den 19. Juni, Vormittags 8 Uhr, ſogewiß dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſie ſonſt, ohne daß ein Präcluſivdecret erfolgt, bei Vertheilung der Maſſe nicht beachtet werden. Großkarben den g. April 1840. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Schmidt. Oeffentliche Aufforderung. (472) Der Herr Graf von Solms Wildenfels hat in der Gemarkung Altenſtadt einen, vertrags— mäßig auf 1084 fl. 45 kr. feſtgeſetzte Zehntgrund⸗ rente zu beziehen, welche nach dem Geſetz vom 27. Juni 1836 dermalen abgelöſ't werden ſoll. Sämmt⸗ liche bei dieſer Ablöſung Betheiligten werden hier— mit aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche um ſo gewiſſer binnen 2 Monaten dahier geltend zu machen, als ſonſt die Auszahlung des Abloͤſungs⸗ kapitals an den oben benannten Berechtigten geſtat— tet wird. Großkarben den 11. Mai 1840.
Großherzoglich heſſiſches Landgericht Muhl. 8
Edi et ane n g. (473) Da über das Vermögen des Peter Roth von Friedberg der Concurs erkannt und Liquidations⸗ termine auf Donnerſtag den 9. Juli d. J., Morgens 7 Uhr, anberaumt worden iſt, ſo werden alle, welche An⸗
1 158.
ſpruͤche an die Concursmaſſe bilden wollen, aufge⸗
fordert, ſolche ſogewiß in jenem Termine geltend zu machen, auch ſich hinſichtlich der zu machenden Vergleichsvorſchläge und der Wahl eines Maſſecu⸗ rators zu erklären, als ſie ſonſt von der Maſſe aus⸗ geſchloſſen werden ſollen, reſp. ihre Zuſtimmung zu den Beſchluͤſſen, welche die Mehrheit der erſcheinen⸗ den Gläubiger faſſen wird, unterſtellt werden wird. Friedberg den 4. Mai 1840. Großh. heſſ. Landgericht Hofmann.
Verpachtung des Mineralbrunnens zu
Vilbel. b
(480) Dienſtag den 23. Juni 1840, Vormittags 10 Uhr, wird in dem Rathhauſe zu Vilbel, der dem großh. heſſ. Fiscus gehörige Mineralbrunnen daſelbſt anf anderweite 12 Jahre, vom Anfange des Jahres 1842 an, und zwar auf zweifache Art, naͤmlich ein⸗ mal mit dem jetzt bei dem Brunnen befindlichen
Häuschen und das anderemal unter der Zuſicherung
der Erbauung eines 34 Fuß langen und 24 Fuß breiten Wohnhauſes für den Brunnenbeſtänder und ſeine Familie, unter dem Vorbehalt hoͤherer Geneh⸗ migung meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 9. Mai 1840. Großh. heſſ. Rentamt daſelbſt Bu ß.
Immobilien-Verſteigerung. (501) Montag den 22. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Peter Roth⸗ ſche Hofraithe in der Uſagaſſe, beſtehend, Pag. 35. Nro.%%, in Wohnhaus, zwei Hinterbäuen, Scheune, und Stall, an Martin Schnaid und Johs Zobel gelegen und gibt
in die Corpora 1 fl. 51 kr. 1½ Pfeng.; der Präzens 7 5 in die Kirche 1 fl. 21„ ſodann Pag. u. Nro. %s 20, Ruthen Garten in der Stadt, zehnt⸗ frei, an Johannes Kromm, öͤſſentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 18. Mai 1840. 5 „ In Auftrag großh. heſſ. Landgerichts Der Beigeordnete Bender.
Oeffentliche Aufforderung. (504) Das gräfliche Haus Waldbott-Baſſenheim hat aus der Gemarkung Petterweil an ſogenanntem Beedwaizen 8 Mltr. 3 Sr. 2 Kpf. 3 Gſchd. 2 Ms, in Geld zu 66 fl. 5 kr. angeſchlagen, zu beziehen, und ſoll dieſe Grundrente dermalen nach dem Ge⸗ ſetze vom 27. Juni 1836 abgelöſet werden. Alle diejenigen, welche bei dieſer Ablöſung betheiligt ſind, werden hiermit aufgefordert, ihre etwaigen Rechts⸗ anſprüche um ſo gewiſſer binnen zwei Monaten da⸗ hier anzuzeigen, als widrigenfalls die baare Aus⸗
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