Ausgabe 
27.6.1840
 
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189*.

Die Wetterau im Juni.

Als wir in Nr. 19 unſeres Blattes die Land⸗ leute, welche über allzugroßen Mangel an Regen ſich beklagten und eine ſchlimme Zukunft befuͤrchte⸗ ten, zu beruhigen ſuchten, konnten wir nicht erwar⸗ ten, daß die Hülfe, welche wir ihnen verſprachen, ſo nahe ſeyn würde und doch war ſie's. Seit jener Zeit wechſelten gedeihliche Regen mit Sonnen ſchein ſo glücklich ab, daß alle Fruͤchte des Feldes, welche wegen Mangel an Feuchtigkeit zurückgeblieben waren, ſchnell ſich entwickelten, und faſt überall eine Stärke und Höhe erlangten, wie man's kaum ahn⸗ den konnte. In der That ſteht jetzt Korn und Waizen an den meiſten Orten vortrefflich. Doch ſcheint jenes den letzteren diesmal wenigſtens im Halme bei Weitem zu übertreffen, und es iſt die größte Hoffnung da, daß dem ſchon ſeit einiger Zeit fühlbar gewordenen Mangel an Stroh gründlich abgeholfen werden wird. Die Blüthe des Korns iſt lange vorüber, und es fängt an, die Aehren zu ſenken und eine blaſſere Farbe anzunehmen. Auch die Sommerfrüchte zeigen ſich gut, und an Fütterung fehlt es nicht, wiewohl durch die lange Dürre des April Heu und Klee das nicht überall ganz geworden iſt, was ſie bei Einem gedeihlichen Regen zu rechter Zeit hätten werden können. Nicht minder verſprechen die Fruchtbäume an den meiſten Orten einen reichen Segen. Freilich ſind auch hin und wider Striche, welche durch die Froſtſchmetterlingsraupe ſo Noth gelitten haben, daß kein Obſt zu erwarten iſt. Na⸗ mentlich betrifft dies einen bedeutenden Theil der nächſten Umgebung von Friedberg. Doch wir kön⸗ nen nicht Alle Alles erhalten, und wollen dankbar dafür ſeyn, was wir im Ganzen aus der Hand des Schöpfers bereits empfangen oder noch zu erwarten haben. Iſt es doch eine Freude, auch für den, wel⸗ cher keine Gärten, keine Aecker beſitzt, durch die üppigen Fluren und unter den geſegneten Frucht⸗ bäumen zu wandeln, und wem jetzt das Herz mit Dankgefuͤhlen ſich nicht hebt, der ſcheint kein Herz zu haben, keiner edleren Gefühle fähig zu ſeyn.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

NM ν N Arbeits-Verſteigerung. (601) Freitag den 3. k. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen zu Oberrosbach nachfolgende Arbeiten und Lieferungen an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden, als: 19 Zur Herſtellung des Kirchenvorplatzes: a) Maurerarbeit voranſchlagt zu 42 fl.

b) Schloſſerarbeit 100 19 ½ kr. c) Steinhauerarbeit 195 d) 15 Mltr. Kalk zu liefern 3e e) Mauerkiß 6

2) Weißbinderarbeit an dem 2ten Pfarrhaus mit Stellung des Materials 180 fl. 30 kr. 3) Maurerarbeit an der Stadtmauer 31 fl. 45 kr.

Mauerſteine 8, kr. 4 Malter Kalk 8 Kieß 3

Oberrosbach den 17. Juni 1840. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Lämmer. Arbeits ⸗Verſteigerung. (609) Freitag den 3. k. M., Nachmittags 1 Uhr, ſollen zu Oberrosbach die Arbeiten und Lieferungen zu den Abfahrten von der Provinzialſtraße in die gemeinſchaftlichen Gemarkungen Ober- und Nieder⸗ rosbach, an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſtei⸗ gert werden, als: 1) Maurerarbeit voranſchlagt zu 70 fl. 4 kr. 2) Erdarbeiten und Chauſſirung 126 3) Das Liefern der Steine a) zur Mauer 25.% 56

b) zum Rollpflaſtern 102 c) zur Chauſſirung 90

d) zu Deckplotten 528. von Sandſteinen 316 48 4) 9 Buͤtten Kalk 18 7771 5) Mauerſand N

Ober- u. Niederrosbach den 17. Juni 1840. Die großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmmer. Fr. Bullmann. Hofraithe⸗Verſteigerung.

(610) Auf freiwilliges Anſuchen und in Auftrag des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Philipp Storck dahier ſoll Montag den 6. Juli l. J., Vormittags um 11 Uhr, in hieſigem Rathhaus deſſen Hofraithe Pag. 14 Nro.% ½ an Caspar Hofmann's Wittwe und Simon Beſt gelegen, beſtehend in Wohnhaus, Schoppen und Stall, und zwar zuerſt das Wohn⸗ haus, dann der Stall allein, dann beide zuſammen, unter vortheilhaften Bedingungen öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert, und bei annehmbarem Gebot der

Zuſchlag ſogleich ertheilt werden.

Friedberg den 17. Juni 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Edictalladung.

(615) Forderungen an den Nachlaß des Konrad Pfeifer aus Steinfurt, über welchen großh. Hofge richt den Konkurs erkannt hat, ſind bei Vermeidung

des Ausſchluſſes von der Maſſe,

Dienſtag den 28. Juli, Morgens 8 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Butzbach, zur Anzeige zu bringen. Im Falle eines Arrangements oder der Beſtellung eines Maſſecurators werden die nicht perſönlich erſcheinenden Gläubiger, als an die Be⸗