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usdeh⸗
men wird, e derſelbe ſe ſich zu Flachs Bemuhun⸗
uf die Ver⸗ tigen Cul⸗ Dieſes
Ad den land
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wirthſchaftlichen Vereinen durch Geldmittel unterſtüͤtzt werden und wir duͤrfen von den fortwährenden Be⸗ mühungen unſeres würdigen Ausſchußmitgliedes, des Herrn Kammerdirectors Seidel in Lich, mit Zuverſicht hoffen, daß er dieſen Gegenſtand zu einem erfreulichen Ziele fuͤhren wird.— Von den für Ver— breitung der Feinſpinnerei des Flachſes aus— geſetzten Preiſen, ſind zwei in dieſem Jahre gewon— nen worden, wovon wir Proben auf unſerer letzten Ausſtellung geſehen haben. Dieſer Gegenſtand ſcheint uns beſonders aus dem Grunde von Wichtigkeit zu ſeyn, weil er ohne Zweifel geeignet iſt, mittelbar auf verbeſſerten Flachsbau und eine beſſere Berei— tungsweiſe deſſelben zuruͤckzuwirken. Doch noch beſſer wird dieſes Ziel erreicht werden, wenn eine Flachs— maſchinenſpinnerei ins Leben tritt, die nicht fabrik— mäßig im Großen betrieben zu werden braucht, ſon— dern auch im Einzelnen betrieben werden kann. Ihre vereinten Ausſchuͤſſe haben beſchloſſen, eine dieſem Zwecke entſprechende Maſchine zur Probe anzuſchaffen, und ich behalte mir vor, Ihnen darüber ſpäter voll— ſtändigen Vortrag zu erſtatten.— Von der Tuch⸗ fabrication im Odenwalde habe ich Ihnen nur Erfreuliches zu ſagen, wenn auch das Ziel, welches wir uns vorgeſteckt haben, noch nicht als vollſtändig erreicht betrachtet werden kann. Die Un— terſuchungen, welche in Folge unſerer diesjährigen Gewerbausſtellung ſtattgefunden haben, und nament⸗ lich die Reſultate der Expertiſe, welche bei den drei bedeutendſten Fabrikanten vorgenommen wurde, die als Concurrenten um die ausgeſetzte Unterſtützung von 1200 fl. aufgetreten waren, haben gezeigt, daß dieſe Fabrikation im Fortſchreiten begriffen iſt. Nicht nur haben die vorgelegten Tuchfabrikate gegen die früheren Erzeugniſſe des Odenwalds in Bezug auf Anſehen und Luſtre bedeutend gewonnen, ſondern man hat ſich auch überzeugt, daß die mechaniſchen Einrichtungen der Herren Mülberger, Rexroth und Arzt zum größten Theil ſchön und zweckmäßig, und beſonders diejenigen der Herren Gebr. Rex— roth beinahe ſämmtlich nach den neueſten nieder— ländiſchen Muſtern angelegt ſind und daß im We— ſentlichen nur eine größere Sorgfalt in den ver— ſchiedenen Theilen der Bearbeitung der Tücher ge— wünſcht werden muß, um demnächſt vollſtändig mit den niederländiſchen Tüchern in Concurrenz treten zu können. Zur Beförderung dieſes Zwecks wird es nöthig ſeyn, einen neuen Preis für das beßte ſabri— cirte Tuch im nächſten Jahre auszuſetzen.— Außer den Städten Michelſtadt und Erbach iſt es beſonders Beerfelden, wo die Tuchfabrikation im Odenwald von Wichtigkeit iſt. Wenn auch Beerfelden keine Tuchfabrik von Bedeutung aufzu⸗ weiſen hat, ſo iſt doch eine ſehr große Anzahl klei nerer Tuchmacher hier vorhanden, bei welchen ein reger Eifer zur Verbeſſerung ihrer Fabrikate zu be— merken iſt und manche gute Einrichtungen Eingang gefunden haben; namentlich ſind mehrere Cylinder— ſcheermaſchinen in Beerfelden im Gang. Was
aber hier in Bezug auf die mechaniſchen Einrich— tungen hauptſächlich fehlt und jedem Weiterſchreiten im Wege ſteht, ſind die Walken, welche ſich nach Ausſage der Herren Experten als höchſt mangelhaft erwieſen. Der Verein iſt daher in Bezug auf dieſen Punkt mit den Tuchmachern in Beerfelden vor eini⸗ ger Zeit in näheres Benehmen getreten, und es möchte wohl von Nutzen ſeyn, dieſelben mit Hülfe eines angemeſſenen Beitrags aus Vereinsmitteln, zur Er- bauung einer neuen Walke nach den vorzüglichſten Einrichtungen zu vermögen, nicht blos in der Ab— ſicht den Beerfelder Tuchmachern bei Vervollkomm— nung ihrer Fabrikation behülflich zu ſeyn, ſondern namentlich auch, um eine Walkeneinrichtung daſelbſt zu ſchaffen, die geeignet iſt, als Muſterwalke zur Nachahmung für andere Fabrikanten zu dienen.— Es iſt Ihnen bekannt, meine Herren, daß zwei jun⸗ gen Leuten aus Michelſtadt und Beerfelden im vori— gen Jahre Reiſeſtipendien von je 150 fl. be⸗ willigt worden ſind. Von denſelben langen von Zeit zu Zeit Berichte ein; der eine von ihnen ſteht gegenwärtig in Lenep, der andere in Montjoie in Arbeit.— Die Hoffnung, welche ich bei Gelegenheit der vorigen Generalverſammlung in Betreff der zur Hebung der Tuchfabrikation in Biedenkopf aus— geſetzten Unterſtützung ausſprach, hat ſich leider nicht realiſirt, und ich glaube, daß das in dieſer Bezie— hung von dem Verein geſchehene Anerbieten zurück- zunehmen ſeyn und dagegen unſere Sorge für die Folge irgend einer andern Gegend von Oberheſſen, namentlich von Schotten, für welche die Tuch— fabrikation von Wichtigkeit iſt, zuzuwenden ſeyn möchte.— Die Bier fabrikation im Großher⸗ zogthum geht fortwährend einem verbeſſerten Zuſtande entgegen. Die Provinz Rheinheſſen iſt in dieſer Beziehung bekanntlich vorausgegangen, und es ſind Ihnen die Erfolge bekannt, mit denen unſere deß— fallſigen Bemühungen in jener Provinz ſowohl, wie auch in der Provinz Starkenburg belohnt worden ſind. Die Fabrikation des untergährigen, oder nach bairiſcher Art gebrauten Biers gewinnt eine immer größere Verbreitung und die allgemeine Regſamkeit, die ſich in dieſem Fabrikationszweige bei uns allent— halben zeigt, berechtigt uns zu der Erwartung, daß auch die Brauereien auf dem Lande an dieſem Fort— ſchreiten Theil nehmen werden. Ueberall wird für verbeſſerte Kelleranlagen geſorgt, und unſere frühere Vorausſetzung erhält hierdurch die ſchönſte Beſtäti— gung, daß gute Einrichtungen immer allgemeiner werden, wenn nur einmal durch das verdienſtliche Unternehmen Einzelner ſolche Verbeſſerungen ins Leben gerufen worden ſind. Mit Bedauern muß ich jedoch anführen, daß dieſe ſehr bemerkenswerthen Fortſchritte in der Bierfabrikation, welche man in Rheinheſſen und Starkenburg wahrnimmt, bis jetzt noch wenig auf die Provinz Oberheſſen ſich er— ſtreckt haben, wo gerade dieſer Gegenſtand in man
cher Rückſicht von der allergrößten Wichtigkeit iſt.—
(Beſchluß folgt.)


