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des landwirthſchaftlichen Vereins und Freunde der Landwirthſchaft aus der Stadt und Umgegend an⸗ reihten. Der verzierte Erndewagen und die zum Verlooſen angekauften Thiere ſchloſſen den Zug.
Als man im Feſtzelte angekommen war, wurde von dem Muſikchor die Melodie des Liedes:„Heil unſerm Fürſten Heil! ꝛc.“ geſpielt, darauf ein Kreis gebildet und von dem Comitémitgliede, Hrn. Aſſeſſor von Grolmann, der Dank begründet und aus⸗ geſprochen, welchen das Vaterland Sr. Koͤn. Hoheit, dem Großherzoge, dem erhabenen Pfleger der Volks⸗ wohlfahrt wegen Hebung und Förderung der Land⸗ wirthſchaft ſchuldig iſt, welchem Danke ein drei⸗ maliges„Lebehoch“ folgte.
Nunmehr wurde zur Beſichtigung des aufgeſtell⸗ ten Viehes geſchritten und bald darauf mit dem Scheibenſchießen und der Verlooſung der Anfang gemacht. Zum Zwecke dieſer Verlooſung, wie zur
Preißvertheilung hatte das Feſtcomité Tribünen er⸗
richten laſſen, welche mit Laubgewinden geſchmückt waren... Von mehreren hieſigen Wirthen waren geräumige Zelte und Buden errichtet und überhaupt recht zweck⸗ mäßige Anordnungen getroffen worden, um allen billigen Wünſchen der Feſtbeſucher Genüge zu leiſten. Während des Feſtmahles, an welchem viele Freunde der Landwirthſchaft aus der Nähe und Ferne Theil nahmen, herrſchte allgemeiner Frohſinn Und iſt wohl überflüſſig zu bemerken, daß der un⸗ ſerm Landesvater von Hrn. Kreisrath Seitz aus⸗ gebrachte Toaſt der Ausdruck von Gefühlen war, welche alle Anweſende theilten.— Durch das Wet⸗ ter auf ausgezeichnete Weiſe begünſtigt, verſtrich der Tag unter allgemeiner Zufriedenheit und ohne die geringſte Störung. Am Abend prangte über dem Eingange zum Feſtzelte ein ſchöner Transparent, welcher die Embleme der Landwirthſchaft und im Hintergrunde eine Anſicht der Stadt Nidda zeigte. Das von C. Löbrich aus Lich abgebrannte Feuer⸗ werk befriedigte vollkommen die Erwartungen, welche man von demſelben hegte; namentlich verdient hier⸗
bei beſondere Erwähnung der in farbigem Feuer
dargeſtellte gekrönte Namenszug Sr. Kön. Hoheit, des Großherzogs, der auch dieſes Feſt eben ſo an⸗ gemeſſen, als hocherfreulich krönte. 5
Während der tanzliebende Theil des Publikums ſich noch bis Mitternacht in dem Zelte vergnügte, blickte der Freund des Volkes mit innigem Wohl⸗ gefallen auf daſſelbe zurück und wünſchte, daß der Friede, unter deſſen milder Sonne der⸗ gleichen Beförderungen der Volkswohl⸗ fahrt allein gedeihen können, auch ſeine goldene Hochzeit mit unſerm Vaterlande feiern möge, wie er in dieſem Jahr ſeine ſilberne feiert!
Altdeutſche Reime.
Wer will zur Eh'n die Tochter han, Der ſprech' zuvor die Mutter an; Iſt ſie ſonſt von guten Sitten, Magſt ſie wohl um die Tochter bitten.
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Wer zu wenig wenig thut, Und hält wenig in guter Hut, Demſelben iſt groß Gut beſcheert, Obſchon der Hauf' ſich langſam mehrt.
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Ein Jahrmarkt ohne Dieb, Ein Mädchen ohne Lieb', Ein' Scheuer ohne Mäus, Ein Bettler ohne Laus, Ein Jäger ohne Hunden, Ein Fechter ohne Wunden, Ein Krämer ohne Schwören, Ein Wirthshaus ohne Zehren Ein Wald ohne Holz, Ein Narr ohne Stolz, Ein Fuhrmann ohne Karren, Ein Herr ohne Narren, Ein Trinker ohne Durſt, Ein Metzler ohne Wurſt, Ein Jahr ohne Regen, Ein Prieſter ohne Segen, Ein Winter ohne Kalt, Ein Wuchrer ohne Geld, Ein Feuer ohne Hitz, Ein Weiſer ohne Witz, Ein' alt' Frau ohne Schelten Sind Ding, die findt man ſelten.
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Bekanntmachungen von Behoͤrden.
d.
Verkauf getragener Montirungsſtücke c. (1080) Montag den 26. d. M., des Vormittags von 9 bis 12 Uhr und des Nachmittags von 1 bis 2 Uhr, und in den folgenden Tagen zur gleichen Zeit, ſoll in hieſiger Cavallerie-Caſerne eine bedeu⸗ tende Quantität alter Montirung, Reitzeug und Caſerne-Requiſiten meiſtbietend gegen gkeich baare Zahlung verſteigert werden.
Die Herrn Bürgermeiſter werden daher erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt maͤchen zu laſſen.
Butzbach den 9. Oktober 1840. In höherem Auftrag:
Cellarius, Unterquartiermeiſter.
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