freie und am ſtärkſten erwärmte untere Ofenraum dient hauptſächlich, da der Ofen auf einem Fußge⸗ ſtell von gothiſcher Bogenform freiſteht, dazu, durch mehrere Röhrdurchläſſe, in welche die am Fußboden kühlere Zimmerluft unten ein⸗ und oben erwärmt wieder ausſtrömt, die Verſchiedenheit der Waͤrme zwiſchen den Luftſchichten am Fußboden und den höheren Lagen im Zimmer, auszugleichen, oder doch bis auf einen gewiſſen Grad der Unbedeutenheit zu vermindern.
Der Ofen iſt in allen mit der Zimmerluft in Berührung ſtehenden Theilen durchbrochen, und da⸗ durch deſſen äußere Fläche auf 42½ l] Fuß erhöht, während ſolcher als geſchloſſener Cylinder nur 30 I Fuß Fläche haben würde. Das Weſen der gan⸗ zen Conſtruktion beruht mit darauf, daß die für den Verbrennungsproceß uöthige atmosphäriſche Luft durch ein abſchließbares Rohr, von außen in einen Rohrabſchnitt im hinteren Aſchenraum, geleitet wird, worin ſolche vor ihrem Ausſtrömen aus zwei klei⸗ neren Oeffnungen den Temparaturgrad annimmt, welcher nöthig iſt, um deſto leichter eine Verbindung mit dem Feuer einzugehen, und den darunter befind⸗ lichen Sauerſtoff möglichſt ganz zu verbrennen, ſomit durch angemeſſene koſtenfreie Benutzung der Natur⸗ kräfte mit wenig unter dieſen Umſtänden ſich nicht ſchnell konſumirendem Brennmaterial einen hohen Wärmegrad zu erzielen.
Als Ergebniß des Bedarfs an Brennmaterial kann noch bemerkt werden, daß in einem ſolchen Ofen, während der kalten Tage des Monats Jannar dieſes Jahres, bei einer 14ſtündigen Dauer der Er⸗ wärmung eines Zimmers mittlerer Größe und 14 Fuß Höhe, bis auf 16 und mehr Grade Wärme nach R. ein Maximum von 15 Pfd. Steinkohlengries ausreichend war. Die Koſten der Anſchaffung eines ſolchen Ofens werden übrigens durch den Erlös aus dem dadurch abgängig werdenden Ofen und die Er⸗ ſparniß an Brennmaterial im erſten Winter beinahe gedeckt.
Bekanntmachungen von Behoͤrden. Edietalla dung. (541) Als der alleinige Inteſtaterbe der im ver⸗ floſſenen Herbſt ohne Leibeserben verſtorbenen Wittwe des Schmiedmeiſters Jacob Seibold von Nie- derrosbach, gebornen Blecher, würde deren Bru— der Johann Jacob Blecher, geboren den 11. Juli 1752, erſcheinen. Derſelbe ſoll aber ſchon vor vie⸗ len Jahren zwiſchen hier und Nauheim ſeinen Tod gefunden haben, ohne daß jedoch hierüber genügende Beſcheinigung beigebracht werden konnte. Nach Wegfallen dieſes Erben ſind zur Succeſſion in den Nachlaß der gedachten Wittwe gerufen: 1) Joh. Daniel Stetzer von Niederrosbach, nun⸗ mehr deſſen Kinder, und
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2) Gerhard Stetzer, Bruder des vorigen. Letzte⸗ rer, geboren den 6. Auguſt 1755, iſt äußerem Vernehmen nach als Soldat und ledigen Stan⸗ des in Pirmaſens verſtorben, doch konnte auch über ihn kein Todesſchein beigebracht werden. Mit Rückſicht hierauf werden Joh. Jacob Blecher und Gerhard Stetzer von Niederrosbach, oder deren etwaige Leibeserben andurch öffentlich aufgefordert, ſich binnen E Jahr über die Annahme der ihnen angefallenen
rbſchaft bei unterzeichneter Gerichtsſtelle zu erklä⸗ ren, widrigenfalls ſie, ohne ausdrückliches Präcluſiv⸗ decret, mit ihren Erbanſprüchen ausgeſchloſſen und der geſammte Nachlaß der Jacob Seybold's Wittwe den Kindern des Johann Daniel Stetzer überant⸗ wortet werden ſoll.
Friedberg den 22. Mai 1840. Großherzoglich heſſiſches Landgericht
Hofmann. Dr. Gilmer. Edictal ladung. a (542) Nach dem Amtshypothekenbuch der Ge⸗ meinde Obermörlen entliehen Johannes Born, Hin⸗ tergaß, und deſſen Ehefrau Katharina, geborne Wag⸗ ner von da, unterm 19. November 1810 von den Johannes Thaleriſchen Vormündern Anton Oden⸗ weller und Heinrich Philipp Krämer von Ober⸗ wöllſtadt ein Kapital von 150 fl. 5 Prozent, wel⸗ ches nach Angabe der Schuldner abgetragen ſeyn ſoll, ohne daß die Pfand- und Schuldverſchreibung vorgelegt werden kann. Es werden deßhalb dem geſtellten Antrage gemäß, alle, welche hieran An⸗ ſprüche machen zu können glauben, aufgefordert, ſolche binnen 6 Wochen dahier anzuzeigen, widri⸗ genfalls die Obligation für mortificirt erklärt und der deßfallſige Eintrag in den Hypethekenbüchern gelöſcht werden wird. Friedberg den 22. Mai 1840. Großherzoglich heſſiſches Landgericht Hofmann. a
Public an deu m. (530) Zum Zwecke der Befriedigung der Frau Schöff von Rieſe'ſchen Maſſe zu Frankfurt a. M. mit einer Kaufſchillingsforderung wurden, auf Antrag
des Generalmandatars der gedachten Maſſe, dem
Johannes Stoll zu Wölfersheim e Pferd Holz im gemeinſamen Rockenberger und Oppershofer Mark⸗
wald zwangsweiſe veräußert. Es ſoll nunmehr ge⸗
richtlicher Kaufbrief über die fragliche Holzberechti⸗ gung gefertigt werden und wurde ſſch, um Stolls Eigenthum an derſelben nachzuweiſen, auf einen gerichtlich confirmirten Kaufbrief d. d. 27. Novem⸗ ber 1795 berufen, wornach Hr. Schöff Johann Fried⸗ rich von Rieſe zu Frankfurt a. M. in eigenem Na⸗ men und als Mandatar des Obriſt von Pappen⸗ heimiſchen Enkels, Chriſtian Fabri von Braunfels, das von den Frauen Töchtern des Hrn. Obriſt Fried⸗
(559) ſolen in hi ſtͤdiſchen Maurer, binderarbel mit dem me öffentlich al are
(57) 10 Uhr, ſo circa 56 einzelnen A Okarbe
5
(576) 4 Uhr, ſoll bei Ilbenſt auf den B. als Kirſch der Korb) Meiſtbiete Fried.
(6577
Uhr, ſoll von 115 und Gru


