des Legates. Das Jahr, wo dieſe große Verande⸗ rung eintrat, kann Referent nicht angeben. Die älteſte vor ihm liegende Rechnung iſt von dem Jahre 1683 und zeigt ein Kapital von 2510 fl., in der Mitte des verfloſſenen Jahrhunderts 2960 fl. Im Jahr 1800 war das Kapital geſtiegen auf 4712 fl. und im Jahr 1833 auf 8967 fl.
Ohne die Verluſte, welche der Fonds in den Jahren 1817 und 1818, wo aus ſeinen Mitteln gegen 60 Malter Frucht à 20—22 fl. zur Errich— tung eines Nothmagazins erkauft worden waren, und durch zwei betrügeriſche Schuldner in H., er—⸗ litten hatte, wäre er in dem letztgedachten Jahre, wo er mit den übrigen hieſigen milden Fonds ver— einigt wurde, ohne Zweifel auf 10,000 fl. angewachſen.
Die Verwalter der Stiftung müſſen von einer beſondern Achtung gegen die hochherzige Catharina erfüllt geweſen ſeyn, oder das Urtheil der ſtreng richtenden Nachwelt gefürchtet haben, indem ſie jener Stiftung ganz beſondere Pflege angedeihen ließen. Sie wuchs, während neben ihr der vom Anfange an reich dotirte Kugelhausfonds ſo ſehr ſank, daß ſie mehrere ſeiner Obliegenheiten, namentlich ein Stipendium bei der Landesuniverſität, auf ſich neh⸗ men myßte.
Wenn die Stiftung jetzt nicht mehr ſeparat, ſon— dern in Verbindung mit den übrigen Armenfonds verwaltet wird, ſo wird ihre Beſtimmung, unbemit⸗ telte Familien zu unterſtützen, doch von der Ver⸗ waltung nicht aus dem Auge gelaſſen.
Siehſt du, Leſer, am Tage der Confirmation Knaben und Mädchen armer Eltern in gleich anſtändiger Kleidung erſcheinen, wie Kinder wohlhabender El— tern, ſo ſprich: dieſe hat die fromme Catharine Sack gekleidet. Hörſt du, daß arme Mädchen mit ihrer Händearbeit durch feine Nätherei ihre jünge— ren Geſchwiſter ernähren helfen, es iſt Catharina, die ibnen Unterricht ertheilen ließ. Hörſt du von einer durch ſchweren Druck der Krankheit hart ge— prüften Familie, der eine milde Spende gereicht wird, ſie iſt's, die dieſelbe reichet, die die Kranken pfleget und die ſtärkenden Arzneien ihnen reichet, und damit ſich der edlen Bürgerinn Name nicht in den andern Stiftungen verliere, ſo wird je von 10 zu 10 Jahren die Kraft des ganzen Fonds geprüft und ſein etwaiger Zuwachs und die neuen Blüthen, die er getrieben hat, werden ihr zugerechnet und in ihre Bürgerkrone geflochten. Ihr Catharinen, Chriſtinen, Eliſabethen, die ihr noch mehr
vermöget, als ſie vermochte, nehmt ſie zum beglük⸗
kenden Vorbild!
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
Frucht ⸗Verſteigerung.
(172) Mittwoch den 11. Marz l. J., Nachmit⸗
* 72. g f tags 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe von den
Fruchtvorräthen der Pia Corpora aus der Ernte von 1839 meiſtbietend verſteigert werden, als: 35 Malter, 3 Kumpf, 3 Geſch., 3½ Mäßchen Korn und 6 Malter Gerſte. Friedberg den 26. Februar 1840. Der Beigeordnete Bender. Jagd- und Fiſcherei-Verpachtung. (175) Donnerſtag den 26. März l. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſollen bei dem Wirth und Müller Herrn A. Falkenſtein dahier: 1) die, Martini l. J. leihfällig werdende Feldjagd und der erchenfang in der Gemarkung Ober⸗ erlenbach, und dann 2 die Fiſcherei und der Krebsfang in der Erlen⸗ bach innerhalb der Gränzen der hieſigen Ge⸗ markung, von Martini 1839 an leihfällig— oͤffentlich auf 9 Jahre anderweit meiſtbietend verpachtet werden, wozu man die Liebhaber höf— lich einladet. 9 Obdrerlenbach den 22. Februar 1840. Gräfl. v. Ingelheim'ſche Rentei Ehebalt. Pflaſterarbeit zu Friedberg.
(185) Mittwoch den 11. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Hauſe des Herrn Gaſtwirths Hyronimuß dahier, das Liefern, Anfahren und Auf⸗ ſetzen von 50 Cub. Klftr. Pflaſterſteinen aus den Fauerbacher Steinbrüchen, die Lieferung von 22 Cub. Klftr. Uſakies und die Anfertigung von circa 442 I Klftr. Schichtenpflaſter zu dem Umbauen eines Theils der Straße am ehemaligen Mainzerthore hier⸗ ſelbſt, an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. a Friedberg den 27. Februar 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Mobilien-Verſteigerung.
(202) Donnerſtag den 12. März, Vormittags 9 Uhr anfangend, ſollen auf freiwilligen Antrag des Buͤrgers und Weißbindermeiſters Herrn Heinrich Zimmermann deſſen Mobilien, beſtehend in Hand— werksgeſchirr, als Rüſtſtangen, Diehlen, Seiler u. ſ. w. Ferner Holzwerk, worunter ſich eine Schnitz⸗ banke befindet, Frauenskleider und noch mehrere
Gegenſtände öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.
Friedberg am 5. Maͤrz 1840.
Der Beigeordnete Bender. Holzverſteigerung im Revier Altenſtadt. (203) Mittwoch den 11. März d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen im Haincher Domanialwalde, Di⸗ ſtrikt Steinrütſche, folgende Holzſortimente öffentlich
verſteigert werden: g circa 75 Stecken eichen Scheitholz, e„ Stockholz, „ 500 Stück„ Wellen und
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