Ausgabe 
6.6.1840
 
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164 125 Jac. Hofmann, Ph. Schreiner, 40) Rommelhauſen: Johs. Dillemuth, Joh. Balth. Rack, 41) Södel:

ä N 1

Johs Bender, Johs. Watzenborn, 42) Stammheim: Joh. Wilh. Thomas Heppner, Joh. Ludw. Knoll, Wilh. Friedr. Luther, Johs. Heß, Gg. Heinr. Goͤtte, 43) Steinbach: Caspar Diel, 44) Vilbel: Johs. Franz.

Pfingstgesang.

Geiſt vom Vater und vom Sohn, Weihe dir mein Herz zum Thron! Schenke dich mir immerdar,

So wie einſt der Jüngerſchaar.

Geiſt der Wahrheit, leite mich!

Eigne Leitung täuſchet ſich, Da ſie leicht des Wegs verfehlt, Und den Schein für Wahrheit wahlt.

Geiſt des Lichtes! mehr' in mir Meinen Glauben für und für,

Der mich Chriſto einverleibt, Und durch Liebe Früchte treibt.

Geiſt der Andacht! ſchenke mir Salbung, Inbrunſt, Gluth von dir; Laß mein Bitten innig, rein Und vor Gott erhörlich ſeyn.

Geiſt der Liebe, Kraft und Zucht! Wenn mich Welt und Fleiſch verſucht, O dann unterſtütze mich,

Daß ich ringe; rette mich!

Geiſt der Hoffnung! führe du Mich dem Himmelserbe zu;

Laß mein Herz ſich deiner freun

Und in Hoffnung ſelig ſeyn! Aus demEntwurf eines Geſangbuches für das Königreich Würtemberg Stutt⸗ gart 1839.

Unglücks fälle.

Am 26ſten Mai wurde zu Niederweiſel ein Kind von 2 Jahren, das unter ein Wagenrad ge kommen war, getödtet. Wir haben dergleichen längſt befürchtet, da in dem kinderreichen Orte, durch welchen die bedeutende Heerſtraſe führt, beſtändig eine Menge von Kindern ohne Aufſicht auf der Straſe ſpielt und den Wagen ſich zu nähern oder denſelben nachzulaufen pflegt.

Am 3. Juni wurde zu Niederwöllſtadt ein junger Mann vom Blitze erſchlagen. Wir haben zwar hierüber noch keine nähere Nachricht erhalten, glau⸗ ben aber annehmen zu dürſen, daß derſelbe unter einem Baume Schutz gegen den Regen geſucht habe: Es mag dies den Lehrern Veranlaſſung geben, die Schulkinder zu warnen, bei einem Gewitter nie ei⸗

nen Baum zum Schutze zu nehmen und lieber 5 freiem Felde ſich naß regnen zu laſſen, als ſein Leben in Gefahr zu ſetzen.) i

Folgen des dreißigjaͤhrigen Krieges.

Wir haben in fruheren Jahrgängen unſeres Blat⸗ tes, namentlich in Nr. 39, 40, 43, 46, 47 von 1834 und in Nr. 2, 5, 6, 8, von 1835 unſern Leſern einzelne Scenen aus dem dreißigjährigen Kriege erzählt, um ihnen den Beweis zu liefern, wie ſchrecklich dieſer furchtbare Krieg unſer deutſches Vaterland überhaupt, unſere Gegend insbeſondere, heimgeſucht habe. Heute wollen wir denſelben einen Auszug aus einer Verordnung des Landgrafen Ge org II. vom 29. April 1652, demnach vier Jahre nach dem Friedensſchluſſe, mittheilen; es wird ihnen daraus deutlich werden, wie ſehr die Bevölkerung abgenommen hatte, und daß es aller Orten noch eine Menge herrenloſes Gelände gab.

In der berührten Verordnung heißt es wörtlich unter Anderem ſo:

Demnach wir nun viele Jahre hero faſt aller ortten vnſers Landes vnſere meiſte vnd beſte gefäll umb deßwillen entrachten muͤſſen, weil hin vnd wie⸗ der in den Flecken vnd Dorffſchafften die Mann⸗ ſchaften ſehr abgenommen vnd den wenigen nicht möglich ſey, dasjenige, ſo vorhin von den vielen gegeben worden, zu erlegen, wir auch umb dieſer vrſachen willen vnſern vnderthanen viele Jahr lang nachgeſehen vnd jedes Jahr nur ein erträglichs von ihnen genommen, nunmehr aber mißfällig verneh men, daß vnſere Vnderthanen ſich vnderſtehen, nicht

allein der verſtorbenen und abweſenden oder andere

ungebaute ihnen am negſten vnd beſten gelegene gühter mit großen Stücken an ſich reißen vnd zu bebawen als verordnen vnd befehlen wir, daß Sie all dasjenig, ſo den verſtorbenen, abwe⸗ ſenden oder andern, die ihre güter nicht ſelbſt bawen können, zugeſtändig iſt verbiethen dergeſtalt, daß keiner auf dergleichen wüſtliegenden gühtern das geringſte ſuchen noch andern verkauffen ſoll, er habe denn von der Renthkammer da⸗

) Wir erfahren ſoeben, daß der junge Mann auf freiem Felde ganz in der Nähe ſeiner eben ſitzenden Arbeiter vom Blitze erſchlagen wurde.. Die Red.

(473) f don Fried termine g.

Donner anberaum ſprüche a fordert, zu mache Vergleich rators zu geſchloſſe den Beſc den Gla

Frieh

Verpa

(480) 10 Uhr, großh. anf and 1842 a mal mi