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nutzt, wo Waſchweiber, ohne Rückſicht, daß ſie auf Grabeshuͤgel gehen, ihr Geſchäft halten; ein ande⸗ rer iſt der Tummelplatz der rohen Jugend, die nicht ſelten die Grabmäler zerſtört, und das Gotteshaus ſelbſt mit ihren muthwilligen Sreichen verletzt und entehrt; wieder ein anderer iſt, ſtatt mit Zeichen des Andenkens, mit Flachs ꝛc. bedeckt. Sind das nicht lauter Merkmale der Gleichgiltigkeit und des rohen Sinnes? Chriſtliche Freunde! iſt es euch denn einerlei, wie man die Gemächer eurer ſchlafenden Angehörigen behandelt? Das iſt den Wilden nicht gleichgiltig. Mag auch Jemand dahin wandeln mogen, wo man nichts zu ſehen und zu fühlen fin— det, wo dagegen das Auge und das Herz beleidigt wird? Ach dort liegen ſie die theuren Bekannten und Verwandten, Lieben und Treuen, dort ſo nahe und doch ſo ferne; da fühlt Niemand Luſt hinzu⸗ treten, um die Ausruhenden zu beſuchen, um an ihrer Ruheſtätte erbaut und zum Himmel erhoben zu werden. Doch, was iſt der Todtenhof? Ein Friedhof, ein Gottesacker iſt er. Hof des
Friedens! ein ruhiger heiliger Odem weht uns an,
ſobald wir dich betreten. Friede allen denen, die ſchon auf ewig in dir eingefahren ſind. Auf dir ſchlummern und werden ſie alle ſchlummern die Kin— der unſers Vaters. Hinweg mit allem, was den ſanften Schlummer im mindeſten ſtören könnte; ent⸗ ferne dich, du rohe Schaar loſer Jugend, hier iſt nicht der Ort, wo man ſich tummelt, hier, wo jeder Hügel ein Schlafender iſt, ſpricht man leiſe und das Thema darf an dieſem Orte nicht Weltgenuß, nicht Weltluſt ſeyn. Wie die Hügel und Monu⸗ mente, ſo auch die Blicke und Gedanken aufwärts! Acker unſers Gottes, auf dir ſäet man verweslich, was auferſtehen wird unverweslich. Du ſollteſt nicht blos Acker, du ſollteſt auch Garten des Herrn ſeyn; darum bedarfſt du der Behandlung und der Pflege und zwar um ſo mehr, da du dem Frieden und dem Herrn geweiht biſt.
Drum ein Wörtchen an Euch, Verwalter des Friedhofes: laſſet demſelben das wilde und unord⸗ entliche Ausſehen benehmen; gätet, reiniget und ent— fernet alles, was mit dieſem heiligen Platze nicht vereinbar iſt. Ladet ſie dann ein, die Schwerge— drückten von des Lebens Laſt und laßt ſie hier Troſt und Hoffnung finden; ladet ſie ein, die Hochfahren⸗ den und Gottvergeſſenen und laßt ſie hier Demuth und Glauben finden. A.
Taubſtummen⸗Kaſſe. Durch Herrn Profeſſor Sell gingen von Darmſtadt ein 4 fl
48 kr. Roller.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
Von einem die Anſtalt beſuchenden Fremden Friedberg den 1. April 1840.
8 Arbeits-Verſteigerung. (241) Mittwoch den 15. April, Vormittags 10
Uhr, ſollen die zur Erbauung des Vieinalwegs von Heldenbergen nach Büdesheim nöthigen Planirarbei— ten in einzelnen Looſen an Ort und Stelle an die Wenigſtfordernden vergeben werden. Friedberg den 11. März 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekanntmachung. (255) In Folge eingelegten Nachgebots ſollen Frei— tag den 10. April, Morgens 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe die, dem großh. Landrichter Herrn Kraft in Grünberg gehörende in hieſiger Gemarkung lie— gende Grundſtücke, mit Ausnahme des Ackergartens, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, mit dem Bemerken, daß bei einem annehmbaren Ge— bote der Zuſchlag ſogleich ertheilt wird. Friedberg den 27. März 1840. Der Beigeordnete Bender. Verſteigerung von Planirarbeiten. (266) Montag den 13. April 1840, Vormittags 10 Uhr, ſollen die noch nöthigen Planirarbeiten an dem Vicinalweg von Oſſenheim nach Florſtadt an Ort und Stelle in einzelnen Looſen, und zwar an der neuen Provinzialſtraße anfangend, an die We— nigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. Friedberg den 10. März 1840. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (267) Montag den 13. April, Nachmittags 1 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Florſtadt die zur Ein⸗ richtung eines Schullokals daſelbſt erforderlichen Bauarbeiten an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag beträgt:
1) Maurerarbeitslohn 263 fl. 39 kr 2) Steinhauerarbeit„, 3) Zimmerarbeit 304„ 5, 4) Dachdeckerarbeit 109„ 18„ 5) Schreinerarbeit 288„ 35 6) Schloſſerarbeit 144„ 8„ 7) Glaſerarbeit 228„88 8) Weißbinderarbeit 281% 55 9) Spenglerarbeit A.„
ferner: das Brechen, Anfahren und Setzen von 11 Cubik Klftr. Mauerſteinen, Anliefern von 10,500 Stuͤck Backſteinen, 106 Bütten Kalk und 3½ Cub. Klftr. Sand.
Die Voranſchläge und Bedingungen liegen bis zum Termin auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen.
Friedberg den 19. März 1840.
Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter
Rhumbler.
Arbeits-Verſteigerung. (294) Dienſtag den 14. April, Vormittags 10 Uhr, wird bei Gaſtwirth Hyronimuß, dahier das


