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da auch der Weſtwind noch immer ſtark wehte und ein leichter Regen viele Zuhörer zwang, Schutz zu ſuchen. Es konnteu an dieſer Stelle nicht alle Säu⸗ ger den Taktſchlag im Auge haben, weßhalb manchen
Geſangſtücken die nöthige Präciſſon mangelte. Nach
ſtattgefundener Pauſe lächelte die Sonne freundlich, es trat Windſtille ein, und die Sänger beſtiegen wieder ihre Tribüne. Hier führten ſie noch einige Geſänge mit lobenswerther Fertigkeit auf. Am ge⸗ lungenſten wurde aufgeführt: 1) Ein Chor aus Prä⸗ cioſa:„Im Wald, im Wald ꝛc. 2) Pf. 24:„Hoch thut euch auf ꝛc.,“ Motette von Bernhard Klein. 3)„Was iſt des Deutſchen Vaterland ꝛc.“ v. Speier.
Wer es weiß, wie ſchwer es iſt, Sänger, denen die nöthigen Vorkenntniſſe der Muſik fehlen, in 1 bis 2 Jahren und wöchentlich 1 bis 2 Stunden auf dieſe Stufe der muſikaliſchen Bildung zu briu⸗ gen, der wird gewiß den, Fleiß und die Ausdauer der Lehrer loben, welche weder Zeit noch Mühe ſcheuen, ihren Mitbürgern dieſen Kunſtgenuß zu verſchaffen. Eben ſo wenig werden Kenner es für einen Tadel anſehen, der die Leiter der Geſangver⸗ eine trifft, wenn hier einige Uebelſtände erwähnt werden. Bei einigen Geſängen trat leine oder die andere Stimme zu ſtark hervor. Dann war der Taktſchlag der Viertel und Achtel ſtörend.
Lobend muß noch erwähnt werden, daß die Stadt Schotten keinen Koſtenaufwand geſcheut hatte, das Feſt auch im Aeußeren zu verherrlichen.
Wenn Muſikſeſte in größeren Städten auch kleine Landſtädtchen zur Nachahmung reizen, ſo erblicken wir darin ein erfreuliches Zeichen der Zeit, und der Sinn für Kunſt und Wiſſenſchaft beginnt gewiß auch beim Volk zu erwachen, wenn wir ſehen, wie nicht nur die fröhliche Jugend, fondern auch das greiſe Alter einen beſchwerlichen Gang nicht ſcheut, um ihr lauſchendes Ohr einem beſſeren Geſange hinneigen zu können. 10
Möchten immer mehr ſolche Geſang-Vereine in Städten und Dörfern aufblühen und Feſte feiern! Vielleicht würde unſer Volksgeſang dadurch nach und nach veredelt. H. in W
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
N
Bekanntmachung.
(708) Montag den 3. Auguſt, Morgens um 10 Uhr, ſoll im hieſigen Rathhauſe erbvertheilungshal— ber die Leonhard Bieler'ſche Hofraithe auf dem Hauck an Peter Mann und Dreher Leonhard gelegen, be⸗ ſtehend in Wohnhaus, Werkſtatt, und Grund, pag. 60 3262 370 a, ſammt pag./ 52 Ruthen Haus⸗ garten, und pag. 222 Nr. 39 19 Ruthen Garten in der 17. Gewann an Adam Steinhäußer gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert und bei annehm⸗
barem Gebot die Genehmigung ſogleich erwirkt wer⸗ den. Friedberg den 16. Juli 1840. In Auftrag gr. Landgerichts: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. 5 Bekanntmachung. (722) Mittwoch den 5. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Hauſe des Gaſtwirths Hiero— nymuß die Anlieferung von 10 eichenen Straßen⸗ pfoſten à 15“ lang, 6 und 9“ ſtark, ſowie deren Anſtrich mit Oelfarbe, auf die Provinzialſtraße von Aſſenheim nach Dornaſſenheim und 24 dergleichen Pfoſten auf die Staatsſtraße von Vilbel nach Butz⸗ bach an die Wenigſlfordernden in Accord gegeben werden. 5 Friedberg den 22. Juli 1840. 5 Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rh umbler. Verpachtung des herrſchaftlichen Mineral- brunnens zu Vilbel. (701) Die Verpachtung des dem großh. heſſiſchen Fiscus gehörigen Mineralbrunnens zu Vilbel, auf anderweite 12 Jahre, vom Anfang des Jahres 1842 an, mit der Zuſicherung der Erbauung eines Wohn— hauſes für den Beſtänder und ſeine Familie, wird Dienſtag den 11. Auguſt d. J., Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhauſe zu Vilbel nochmals vorgenommen. Friedberg den 14. Juli 1840. 5 Großh. heſſ. Rentamt daſ. Bun ß, Oeffentliche Aufforderung. (725) Nachdem großh. Hofgericht der Provinz Oberheſſen über das Vermögen des Ortsbürgers Georg Seum und deſſen Ehefrau zu Rendel, der— malen zu Bürgel wohnhaft, den Concurs erkannt hat, ſo werden alle diejenigen, welche Forderungen an die beſagten gemeinſchuldneriſchen Eheleute machen zu können glauben, zu deren Anzeige und Richtig⸗ 5 ſowie zum Verſuche eines Arrangements, au Mittwoch den 19. Auguſt, früh 9 Uhr, unter Androhung des Ausſchluſſes von der Maſſe anher vorgeladen. Großkarben den 2. Juli 1840. Großherzoglich heſſiſches Landgericht Muhl. a
Verſteigerung von Bauarbeiten in Bauernheim. (727) Die an der pöber die Wetter bei Bauern⸗ heim neu zu erbauenden Brücke vorkommenden Maurerarbeiten, zu 131 fl. 20 kr.
Steinhauerarbeiten 396„—„ Zimmerarbeiten 567„ 56„ Schloſſerarbeiten 33„% 20 Weißbinderarbeiten 93„—„
Das Otechen erſteinen, A. 33 Bütten K gen Lehm.
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