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ſig als geſchloſſen betrachtet werden können.— Die zur Beförderung und Verbreitung der Backſtein⸗ feldbrennerei vermittelſt Steinkohlen gemachten Verſuche ſind zwar an mehreren Orten des Kreiſes Großgerau, namentlich bei Großgerau und Büt—⸗ telborn, nicht ganz günſtig ausgefallen, weil die Erde daſelbſt mit zu vielen kalkartigen Beſtandtheilen ver— miſcht iſt, und von einem weiteren Verſuche für das Bauweſen an dem Hofe Haina mußte ebenfalls ab— geſtanden werden, weil die Probe der gebrannten Erde ungünſtig ausfiel. Auch in Pfungſtadt war man bemüht geweſen, dieſe Art der Backſteinfabri— kation in Aufnahme zu bringen; allein alle Bemuͤ— hungen des Kreisbaumeiſters ſcheiterten an der Wei— gerung der dortigen Ziegeleibeſitzer. Dagegen ſind die im vorigen Jahre zu Lorſch und im Laufe die— ſes Jahres zu Oppenheim für das neuerbaute Trockenhaus zu Lorſch in Feldöfen vermittelſt Stein⸗ kohlenbrand fabricirten Backſteine faſt durchgängig fr gut und theilweiſe für vorzüglich erachtet wor— den, ſo daß eine weitere Anwendung und Verbrei— tung dieſer Fabrikation in der dortigen Gegend mit vieler Zuverſicht zu erwarten iſt. Auch ſind Nach— richten von Friedberg vorhanden, wornach man zu der Hoffnung berechtigt iſt, daß im nächſten Jahre
die Backſteinfeldbrennerei in Anwendung kommen
wird.— Die Verſuche, welche der Verein zur Ermittelung der zweckmaͤßigſten Conſtitution ver⸗ ſchiedener Feuerungsanlagen, ſowie des öͤco— nomiſchen Nutzeffects der verſchiedenen Brennmateria— lien in ihrer Anwendung bei jenen Feuerungen an— geſtellt hat, konnten ſich in dieſem Jahre nur auf Keſſelfeurungen erſtrecken. Dieſe Verſuche haben intereſſante Reſultate geliefert, welche durch die nächſt⸗ erſcheinenden Verhandlungen des Gewerbvereins zu Ihrer Kenntniß kommen werden. Die Ausſchuͤſſe haben einſtweilen beſchloſſen, diejenigen, Keſſelfeuerun⸗ gen, welche bei dieſen Verſuchen, 1 7 die vorzüglich⸗ ſten ſich bewieſen haben, in Moden en anfertigen zu laſſen, um ſolche wo möglich an ſämmtliche Herrn Kreisbaumeiſter vertheilen zu koͤnnen, und dadurch den Handwerkern Gelegenheit zu geben, dieſelben kennen zu lernen und in vorkommenden Fällen An⸗ wendung von ihnen zu machen. Verſuche mit Back⸗ öfen, welche gleichfalls wegen ihres großen Brenn⸗ materialverbrauchs von großer Wichtigkeit ſind, ſte— hen noch bevor und werden im nächſten Jahre vor⸗
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r. 26 3 genommen werden.— Unter den Schritten, welche
von Seiten des Vereins zur Verbeſſerung des Ge— werbweſens bis dahin geſchehen ſind, verdienen ge— wiß auch die Zeichnenſchulen für Handwerker hervorgehoben zu werden, und ich glaube behaupten zu dürfen, daß die bis dahin auf dieſen Gegenſtand verwendeten Vereinsmittel von großer Wirkſamkeit waren. Schon bei Gelegenheit der, vorigen Gene— ralverſammlung habe ichs des außerordentlichen Zu— drangs zu dieſem Unterricht und zwar aus allen Klaſſen der Handwerker Erwähnung gethan, und bemerkt, wie gerade dieſer Zudrang den beßten Be— weis liefert, daß dieſe Inſtitute einem wahren Be— dürfniß abgeholfen haben. Auch in dieſem Jahre hat ſich dieſes lebhafte Intereſſe des Handwerkſtan⸗ des an den von dem Gewerbverein theils gegrün— deten, theils von ihm unterſtützten Zeichnenſchulen bewieſen. Durch die unentgeldliche Abgabe von Vor⸗ legblättern, ſowie durch das Intereſſe überhaupt, wel⸗ ches der Verein für dieſen Gegenſtand zeigte, ſind auch in dieſem Jahre noch einige derartige Inſtitute in in den verſchiedenen Theilen des Landes ins Leben ge— rufen worden, und es iſt nicht zu bezweifeln, daß auf
dieſe Weiſe nach und nach eine immer größere Verbrei⸗
tung von Handwerkszeichnenſchulen im Großherzog⸗ thum ſtattfinden wird. für das künftige Jahr wieder eine angemeſſene Summe zu dieſem Zweck zu verwenden ſeyn möchte. Ueberdieß halte ich es für das fortwährende Gedeihen dieſer Anſtalt erſprießlicher, von Zeit zu Zeit, etwa halb—⸗ jährig, eine Ausſtellung der vorzüglichern Arbeiten der Schüler zu veranſtalten und die ausgezeichnet— ſten unter den letzteren durch zu ertheilende Prämien, welche am beßten in Reißzeugen, auch wohl in Vor— legblättern u. dgl. beſtehen werden, zu belohnen und hierdurch einen erfolgreichen Wetteifer unter den Schülern hervorzurufen.— Die in dieſem Jahre veranſtaltete zweite Gewerbausſtellung iſt uns allen noch in erfreulichem Andenken. Wir können nicht läugnen, daß uns dieſelbe im Allgemeinen ein günſtiges Bild unſerer vaterländiſchen Gewerbsin⸗ duſtrie geliefert hat; dennoch waͤre es zu wünſchen geweſen, daß auch bei dieſer ebenſo wie auch bei der vorigen Ausſtellung die einzelnen Handwerke auf eine vollſtändigere Weiſe vertreten worden wären. Ich glaube, daß dieſer Umſtand ſeinen vorzüglichen Grund darin findet, daß man die eigentlichen Ab⸗
Ich glaube daher, daß auch
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