Ausgabe 
26.1.1839
 
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ſeiner Heimath entfernt hat, und ſein Aufenthalt nicht ermittelt werden konnte, hiermit unter dem Anhange öffentlich bekannt gemacht, daß der Beklagte, falls er dagegen die Rechtsmittel der Appellation oder Nichtigkeitsbeſchwerde zu ergreifen Willens ſeyn ſollte, ſolche bei Verluſt derſelben, binnen 10 Tagen hier anzeigen und im Ganzen binnen 20 Tagen bei großh. Hof⸗ Gerichte der Provinz Oberheſſen durch einen Anwalt einführen laſſen, ein allenfall⸗ ſiges Geſuch um Wiedereinſetzung in den vorigen Stand aber längſtens binnen 14 Tagen hier vor⸗ bringen müſſe. Zugleich wird angefügt, daß alle weiteren Bekanntmachungen in dieſer Sache nur durch Anſchlag an der Gerichtsthüre werden bekannt gemacht werden.

Friedberg den 14. Januar 1839. Großherzogl. heſſ. Landgericht daſ.

Hofmann.

Urtheil.

In Sachen des Curators der Advokat Geckiſchen Conkursmaſſe, C. Hepp zu Wetzlar, Klägers gegen Jakobus Geck zu Obermörlen, Beklagten, Capital und Zinſenforderung betreffend, wird, da der Be klagte auf das ihm am 14. v. M. inſinuirte Dekret vom 4. April eine Erklärung auf die Klage nicht abgegeben hat, er alſo derſelben geſtändig zu achten iſt, zu Recht erkannt:

daß Beklagter ſchuldig ſey, das Kapital von fünfhundert fünfzig Gulden, den Zinſenreſt von 155 fl. 10 kr., und ſodann die Zinſen jenes Kapitals zu 5% vom 9. Februar 1830 an binnen drei Monaten, bei Vermeidung Zwangs, an Kläger zu bezahlen, auch demſelben die Koſten zu erſtatten. V. R

Verſteigerung von Gebäuden auf den Abbruch.

(68) Dienſtag den 12. Februar l. J, Vormittags 9 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe in Nidda die durch den Provinzialſtraßenbau von Nidda nach Ranſtadt in der Stadt Nidda wegfallenden drei Wohnhäuſer, eine Scheuer und mehrere kleine Stallgebände öffent lich einzeln auf den Abbruch an die Meiſtbietenden verſteigert werden.

Saͤmmtliche Steigliebhaber haben ſich mit Atteſta⸗ ten ihrer Buͤrgermeiſter uͤber ihre Zahlungsfähigkeit auszuweiſen.

Die Steigbedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen.

Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen.

Nidda den 18. Januar 1839. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Bekanntmachung.

(69) Ein armer Jude, welcher von der hieſigen Gemeinde erhalten werden muß, bei den Juden da⸗

hier aber nicht untergebracht werden kann, ſoll Dienſtag den 29. d. M., Vormittags 11 Uhr, auf hieſigem Rathhaus in Koſt und Logis wenigſtneh mend veraccordirt werden.

Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes den Juden ihrer Gemeinden mit dem Bemerken be kannt machen zu laſſen, daß ein Verpflegungsaccord aus freier Hand abgeſchloſſen werden kann.

Vilbel den N. Januar 1839.

Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Hinkel.

Arbeitsverſteigerung in Bleichenbach. (70) Mittwoch den 13. Februar, Vormittags 11 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe in Bleichenbach die zur Erbauung eines Schulhauſes mit Oekonomiege⸗ bäuden und Einfriedigungsmauern nöthigen Arbeiten und Materiallieferungen öffentlich an die Wenigſt nehmenden in Accord gegeben werden. Maurerarbeit iſt voranſchlagt zu 3523 fl. 34 kr.

Steinhauerarbeit 5 Ten e d/ Zimmerarbeit 7728 Dachdeckerarbeit 775 890% 48 Schreinerarbeit 5 13, 38, Schloſſerarbeit 5 e e, Glaſerarbeit 155% 18, 0, Weisbinderarbeit 79 7 Nenn Spenglerarbeit 5,

Zuſammen 11141 fl. 43 kr.

Pläne, Ueberſchläge und Steigbedingungen lie gen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Ein⸗ ſicht offen.

Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes 1 Intereſſe ihrer Gemeinde bekannt machen zu aſſen.

Nidda den 18. Januar 1839.

Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter

Süffert.

a Holzverſteigerung. (71) Donnerſtag den 17. Februar l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Wohnbacher Gemeindswald nächſt der hohen Straße, am Rolsberg genannt, 300 Stecken buchen Scheitholz, 150 Haufen Reiſer und 50 eichen Baumſtämme von vorzüglicher Dicke und Größe an die Meiſtbietenden verſteigert werden.

Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen.

Wohnbach den 23. Januar 1839.

Der Bürgermeiſter Herget. Edertal Pa dun g. (72) In den Hppothekenbüchern der Gemeinde Florſtadt ſtehen noch folgende Einträge offen: I. Auf den Namen von Hartmann Wiltheiß a) 60 fl. im Januar 1768 bei der Florſtädter

Kirche,

b) 100 fl. im Juni 1780 bei Anne Maria Pflug zu Niederwöllſtadt geliehen;

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