Intelligenzblatt
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Subſcriptions⸗ weden Auch Dem H. 28 der Statuten gemäß, bringe ich die ſummariſche Ueberſicht der Einnahmen und Ausgaben „die für die des Mathildenſtifts von dem Rechnungsjahr 1838 hierunter zur öffentlichen Kenntniß. Das wahrhaft
gefdlig ſeyn, überraſchend ſchnelle Aufblühen dieſer unſerer Spar- und Leih-Anſtalt, in welcher nun im Verlauf von und mir zu kaum vier Jahren ihres Beſtehens bereits über 500,000 fl. zum Umſatze gekommen ſind, giebt einen eben ſo ſprechenden Beweis von dem großen Bedürfniſſe einer ſolchen Anſtalt, als auch ein höchſt erfreuliches hen Kenntniß Zeugniß für das allgemeine Vertrauen, das ſie genießt.— Als unſer Mathildenſtift ins Leben gerufen 8 f wurde hegten die wohldenkenden Männer, die dabei mitwirkten, die Hoffnung, es werde daſſelbe ein Mittel mehr ſeyn, zur Beförderung der Sittlichkeit, des Wohlſtandes und der Wohlthätigkeit im Kreiſe Friedberg. Auf welch erfreuliche Weiſe hat ſich dieſe Hoffnung ſeitdem verwirklicht! Der Sinn fuͤr weiſe Sparſamkeit iſt überall ſelbſt in den niedrigſten Klaſſen der Geſellſchaft rege geworden, und wir a ſehen viele Tauſend kleine Erſparniſſe von Dienſtboten und überhaupt von Angehörigen der ärmern Klaſſe et in unſere Sparkaſſe eingelegt, welche früher nur als Reizmittel zur Vergeudung dienten, und nichr ſelten zur Befriedigung laſterhafter Lüſte verwendet wurden. Einzelne Ortsſparkaſſen(treffliche und ſehr empfeh⸗ lenswerthe Anſtalten), wie ſie unter der Leitung verdienſtvoller Männer, z. B. in Rödelheim und Ilbenſtadt, beſtehen, und neuerlich von dem Hülfsverein in Friedberg gegründet wurden, haben im Mathildenſtift ihren Stützpunkt und bilden und breiten innerhalb der einzelnen Orte die wohlthätigen Zwecke deſſelben immer mehr aus.— Nicht minder wohlthätig hat ſich das Mathildenſtift als Leihkaſſe bewährt. Tauſende, die ſonſt den Händen des Wuchers verfallen wären, haben ohne beſondere Unkoſten und Weiterungen ihr den Nahrungs- und Wohlſtand ihrer Familien bedingendes Geldbedürfniß befriedigen können. Geſchwiſter und Verwandte, die bei Erb- und Vermögenstheilungen vordem, aller Opfer und Makelgelder unerachtet, oft Monate und Jahre lang ſchuldige Herauszahlungen verſchieben mußten, und dadurch nicht ſelten in die unangenehmſten Verwickelungen und Prozeſſe geriethen, haben im Mathildenſtifte das Mittel gefunden und beyutzt, durch die jedem gebotene und erleichterte Geldaufnahme ihre Auseinanderſetzungen unverweilt zu vollziehen und dadurch den Rechtsfrieden in den Familien zu erhalten und zu ſichern.— So und in
vielen hundert andern Fällen, hat ſich unſere Anſtalt auf das wohlthätigſte bewährt.
Bei allen dieſen glänzenden Erfolgen dürfen wir uns indeſſen eine Bedenklichkeit nicht verhehlen, d. i., daß die ſo ſchnell fortſchreitende immer größere Ausdehnung derſelben am Ende die Verwaltung ſo ſehr verweitläufigen möchte, daß die Kräfte der hochgeſinnten Männer, die ſich ihr mit uneigennütziger Aufopferung bisher als Ausſchußmitglieder gewidmet haben, dazu nicht mehr ausreichen.
Die am 11. d. M. ſtattgefundene Generalverſammlung hat dies nicht verkannt, aber auch, wie ich nicht zweifle, die Mittel richtig ergriffen, welche dazu führen werden, um dem Mathildenſtift ſeine Wirk⸗ ſamkeit als Spar⸗ und Leihkaſſe zu erhalten, ohne ihm die Ausdehnung einer Art Bank zu geben, und dem Verwaltungsausſchuſſe die Laſt der Vermögensverwaltung für einlegende Kapitaliſten aufzubürden.
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17. Sonnabend, den 23. November 1339.
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Betreffend: Das Mathildenſtift.
Schäfer aun nacher Bauer


