Ausgabe 
23.3.1839
 
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ner von Einſicht und Liebe fuͤr die Sache der Menſchheit. Sie mogen ſich vereinigen, zuerſt über das Wie beſprechen, und dann wacker und im Na⸗ men Gottes die Hand ans Werk legen. Wir brau⸗ chen ſie nicht darauf aufmerkſam zu machen, daß in dem Verdienſte, welcher armen Leuten in Dörfern und Städten zu Gute kommt, nicht der einzige Vor⸗ theil liegt; daß ein weit größerer der iſt, Kinder dem Muͤſſiggange zu entreißen, welcher des Teufels Ruhbank iſt, und in Zeiten an Thätigkeit zu ge⸗ wöhnen.

Neue Schrift fur Lehrer. Wenn wir hiermit den

Unterrichtswegweiſer für das Geſammtgebiet

der Lehrgegenſtände in Volksſchulen für Lehrer

an denſelben. Von J. B. Spieß Lehrern und Eltern, welchen es um Kenntniß einer guten Unterrichts-Methode zu thun iſt, angelegent lich empfehlen, ſo glauben wir zwar, bei manchen Lehrern viel zu ſpät zu kommen, indem wir über⸗ zeugt ſind, daß dieſe ausgezeichnete Schrift einem großen Theile derſelben bereits bekannt iſt. Indeſ ſen möchte unſere Empfehlung doch nicht ſo ganz unnütz ſeyn, indem nicht jeder Lehrer in ſolchen Verhältniſſen lebt, daß er mit allen neuen Schrif⸗ ten ſchnell bekannt werden könnte, auf der andern Seite aber auch manche Eltern mit der Art und Weiſe bekannt ſeyn möchten, wie man Kinder in den erſten Elementen des Wiſſens gut und gründ lich zu unterrichten hat, um, wo möglich, der Schule vorzuarbeiten, und die nicht wiſſen, welches Werk ſie dabei zum Grunde zu legen haben.

Es ſind uns von dem genannten Werke bis jetzt

4 Hefte zu Geſicht gekommen.

Das erſte Heft gibt einenLeitfaden bei dem Unterrichte in den Denkübungen, das zweite einen ſolchenbei dem Unterrichte in der Sprach⸗ bildungslehre, das dritte in der Zahlenlehre, das vierte in der Raumlehre.

Es iſt hier der Ort nicht, tiefer in das Einzelne einzugehen, wir verſichern aber: es iſt eine vor⸗ treffliche naturgemäße Anleitung in der Kunſt zu unterrichten, und zwar nicht für den Lehrer allein, ſondern auch für Eltern, denen die geiſtige Entwickelung und Ausbildung ihrer Kinder am Her zen liegt.

Wir wollen indeß nicht mißverſtanden ſeyn. Glaubt man, wir hielten das Werk für einen Zaubertrank, den der Einfältige nur einzuſchlucken brauche, um dann ohne Weiteres ein gemachter Lehrer zu ſeyn? Oder der Lehrer müſſe das Werk in die Hand neh⸗ men und Stück für Stück und Frage für Frage daraus ableiern? Das ſey ferne! Wo der Geiſt fehlt, der allein Leben gibt, wo alle Vorkenntniſſe

mangeln, da kann unſer Buch keine Wunder thun! Wo nichts iſt, da hat ja, nach einem uralten Sprüchworte, ſogar der Kaiſer ſein Recht verloren. Wo aber geiſtige Kraft und ächte Liebe für Men⸗ ſchenheil inne wohnen, und es fehlt die Praxis, die Gewandtheit, man weiß nicht wie und wo anzu⸗ fangen, wie zu verfahren, da iſt unſer Werk ein herrlicher Rathgeber, der nicht ſtecken läßt. Was beſonders zu beachten iſt, es gibt auch an, wie viel der Lehrer mitzutheilen habe ſeinen Kindern, wie weit er gehen müſſe u. dgl. m. Auch das iſt ſehr wichtig; denn gar Mancher meint, er müſſe gleich ſeine ganze Gelehrſamkeit dem Kinde auskramen, und pfropft dann das arme Geſchöpf ſo voll, daß es überſättigt werden muß und die übeln Folgen ft Ueberſättigung oft ſein ganzes Leben hindurch pürt.

Wir haben ſelbſt Schulen geſehen, in denen Lehrer nach der in dem Werke angegebenen Methode unterrichteten, und geſtehen, daß wir wahrhaft er baut aus denſelben weggiengen. Möge das nicht umſonſt geſagt ſeyn!

Kaſſe für taubſtumme Konfirmanden.

Für die Predigt ꝛc. des Herrn Prof. Sell, von deren Ertrag eine Kaſſe für taübſtumme Konfirmanden gegründet werden ſoll, iſt ferner bis heute eingegangen: Von Herrn Pfarrer Breitenſtein zu Södel für 2 Exempl.

1 fl. 10 kr. Friedberg den 21. März 1839. C. Bindernagel.

Bekanntmachung. Unterzeichneter macht hiermit bekannt, daß nach einer Verordnung des großh. heſſ. Oberſchulraths die öffentliche Prüfung der Zöglinge des Taub⸗ ſtummen⸗Inſtituts alle Jahre unmittelbar am Tage nach der Entlaſſungsfeierlichkeit im Predigerſeminari⸗ um, alſo dieſes Jahr den 4. April, Vormittags auf dem hieſigen Rathhauſe ſtattfinden wird, wozu alle diejeni⸗ gen, welche Intereſſe an dieſem Zweige des Unter richts finden, höflichſt eingeladen ſind. Friedberg den 14. März 1839. Roller, Direktor der Taubſtummen-Anſtalt.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

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Brauhaus-Verſteigerung. (205) Das hieſige ſtädtiſche Brauhaus, in wel⸗ chem bisher mit dem beßten Erfolg Brauerei be trieben worden iſt, ſoll Mittwoch den 1. Mai d. J., früh 9 Uhr, auf dem Bürgermeiſterei-Büreau dahier an den Meiſtbietenden in Eigenthum verſteigert werden. Die desfallſigen Bedingungen liegen bei dem Unterzeichneten zur Einſicht offen; vorläufig wird übrigens bemerkt, daß Concurrenten, deren