Ausgabe 
16.2.1839
 
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Handwerkslehrlinge und Geſellen in einem ſchön erleuchteten Saale zuſammen, theils um ſich im Schreiben zu üben, oder Briefe an die Ihrigen zu ſchreiben, theils um in den ihnen dargebotenen Büchern zu leſen.) Das iſt ein Schritt weiter zum Beſſerwerden in einem Kreiſe von Menſchen, denen wir überall Gelegenheit, ſich für das Gute empfänglich zu machen, vom Schlechten und von böſer Geſellſchaft bewahrt zu werden, von Herzen wünſchen. Wenn nach dem Sprüchworteböſe Ge⸗ ſellſchaften gute Sitten verderben ſo hoffen wir, daß ſolche gute Geſellſchaften zur Verbeſſerung der Sitten weſentlich beitragen werden. Möchten andere Städte bald auch ſich ſolcher Anſtalten rühmen!

) Die Didaskalia, welche in einem größeren Artikel die⸗ ſer Abend⸗Verſammlungen rühmend gedenkt, führt einen Theil der Bücher an, die den jungen Leuten als nützliche und angenehme Lectüre dient, und wodurch ſie von dem verderblichen Romanenleſen abgehalten werden. Wir wollen auch einige hier hinſetzen, die zum Theil daraus entnom⸗ men ſind:

1) Hebels Werke(ſie ſind in einer neuen wohlfeilen Ausgabe erſchienen), beſonders das Schatzkäſtlein.

2) Campe's Werke, beſonders ſein Robinſon, ſeine Ent⸗ deckung von Amerika, ſeine Reiſen. n

3) Schlez Geſchichte des Doͤrfchens Traubenheim.

4) Iſchokke's Goldmacherdorf.

5) Loſſius Gumal und Lina.

6) Benjamin Franklins Leben.

7) Joachim Nettelbecks Leben.

8) Stillings Jugend, Juͤnglingsjahre und Wanderſchaft. 9) Sberlins Leben von Schubert.

10) Schuberts Lehrbuch der Naturgeſchichte.

11) Krummachers Parabeln.

12) Die Schriften des Verfaſſers der Oſtereier.

43) Alwin und Theodor von Fr. Jakobs.

14) Palmblätter von Liebeskind, 4 Bände. Solche und ähnliche Schriften würden wir den jüngeren Leſern empfehlen. Für ältere könnte auch leicht eine Aus⸗ wahl getroffen werden.

Aufruf zur Gruͤndung eines Wetterauer

Bienenvereines. (Aus Nr. 5. der landwirthſchaſtlichen Zeitſchrift des Groß s herzogthums Heſſen.)

Die Herren Gebrüder Sieck in Friedberg, in Verbindung mit mehreren andern Bienenfreunden daſelbſt, als die Herren Schullehrer Fritſch, M. Jung, Aichmeiſter Koch, E. Botſch, haben die löb⸗ liche Abſicht gefaßt, zur Beförderung der Bienen⸗ zucht in der Wetterau einen Wetterauer Bienenver⸗ ein zu ſtiften. Einen Verein, der gewiß einem je⸗ den Bienenwirthe in der Wetterau willkommen er ſcheinen wird. Man gedenkt dadurch nicht nur die Bienenzucht mehr zu verbreiten, ſondern durch ge meinſchaftliches Beſtreben es bald dahin zu bringen, daß die Bienen nicht mehr durch Feuer und Schwe⸗ fel getödtet werden und daß man überhaupt durch natur⸗ und ſachgemäßes Verfahren den Gewinn an Honig und Wachs weit höher als bisher bringt.

Ferner wird von dem Bienenvereine dahin gewirkt werden, das Schwärmen zur rechten Zeit zu beför

n

dern und zur Unzeit zu verhüten, das beſte Ver⸗ wahren der Stöcke vor Raubbienen, Verſtärkung ſchwacher Stöcke mit Arbeitsbienen, ein vortheilhaftes Ueberwintern der Bienen, eine vortheilhafte Schei⸗ dung des Honigs von dem Wachſe, und ſo weiter, allgemein zu machen.

Die Unternehmer wünſchen und hoffen eine rege Theilnahme von ihren Landsleuten und werden un⸗ terdeſſen bemüht ſeyn, Statuten zu entwerfen und höhere Genehmigung einzuholen. Ueber Beides, ſo wie über alsdann vorzunehmende Wahl eines Vor⸗ ſtandes wird ſeiner Zeit weitere Mittheilung gemacht.

Friedberg im Januar 1839. Ein Bienenfreund.

Der Herausgeber der landwirthſchafl. Zeitſchrift macht dazu folgende Anmerkung. Indem wir gerne zur Beförderung der hier ausgeſprochenen Abſicht nach Kräften mitzuwirken erbötig ſind, erlauben wir uns die Andeutung, den ausgezeichneten Bienenzüch⸗ ter in der Wetterau, Herrn Pfarrer Fuckel in Reichelsheim, mit in das Intereſſe für das Unter⸗ nehmen zu ziehen.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

K ινν

Edictalladung.

(83) Die Wittwe J. B. Böhrer von Nieder⸗ rosbach, als geſetzliche Vormünderin ihrer Kinder, unter Beiſtand des Joh. Konrad Buch, hat bei Ge⸗ richt die Erklärung abgegeben, daß ſie die Erbſchaft ihres Ehemannes sub beneficio legis et inven- tarii antreten wolle.

Forderungen jeglicher Art ſind bei Vermeidung des Ausſchluſſes vom Inventar

Donnerſtag den 28. Februar, Vormittags,

bei unterzeichneter Gerichtsſtelle zur Anzeige zu bringen und ſofort liquid zu ſtellen.

Friedberg den 26. Januar 1839.

Großherzogl. heſſ. Landgericht daſ. Hoffmann. Dr. Gillmer. Garten-Verſteigerung.

(84) Nachdem mir von großh. Herrn Oberſchul⸗ rath Roth dahier der Auftrag wurde, deſſen Garten in der Burg⸗Gemarkung, gegen dem Brachbrunnen über liegend, einer öffentlichen meiſtbietenden Ver ſteigerung auszuſetzen, ſo wird hierzu Termin auf Mittwoch den 20. Febr., Morgens 10 Uhr, in hie ſigem Rathhaus anberaumt, mit dem Bemerken, daß der Garten erſt in mehreren Abtheilungen, dann aber im Ganzen ausgeboten werde.

Friedberg den 31. Januar 1839.

Der Beigeordnete Bender. Hofraithe-Verſteigerung.

(87) Auf den Antrag der Erben der dahier ver⸗ lebten Bürger und Metzgermeiſter, Johann Peter Engels Eheleuten, ſoll Mittwoch den 20. Februar, Morgens 9 Uhr, in hieſigem Rathhauſe deren äl

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