Dampf⸗Walz⸗Muͤhle bei Mainz. (417) Unter der Firma C. Hauck& Comp. hat für hier eine Commiſſions⸗Niederlage in Gries und allen Sorten Dampfwalzmehl bei mir errichtet und da deren Einrichtung ſo getroffen iſt, daß nicht nur eine anerkannte vorzügliche Qualität, ſondern auch ein bedeutendes Quantum produciren können, ſo ſind ſie ſowohl zur Lieferung von Belang, wie zur Allementirung regelmäßiger Conſumenten zu jeder Jahreszeit befähigt.

Das Walzmehl iſt vollkommen frei von erdigen und ſonſtigen Theilen. Da das Getreide trocken gemahlen wird und bei der Mahlung keine Erhitzung erleidet, ſo darf das Mehl ohne Gefahr aufbewahrt werden.

Zu Aufträgen im Großen, wie auch im Detail Verkauf, empftehlt ſich

Friedberg den 1. Mai 1839.

5 50 Chr. Hecht. Einladung z. Pfingſtmarkte zu Bergen. (420) Dienſtag den 14. und am Pfingſtmontage, den 20. Mai, bei Gelegenheit unſers Pfingſtmarktes trifft man im Locole der ſchönen Ausſicht zu Bergen um Ein Uhr Table d'hoôte bei Harmonie⸗ muſik und Abends Tanzbeluſtigung an. Für gute Speiſen und Getränke bei prompter und billiger Bedienung iſt der Unterzeichnete bedacht und ladet daher zu dieſem ländlichen Feſte hiermit ergebenſt ein. W. E. Alisky.

Ein vollſtändiges Logis (432) hat zu vermiethen Ambroſius Oberländer, Schmidtmeiſter. f Empfehlung. (433) Unterzeichnete empfiehlt ſich im Kochen, Bügeln, Waſchen und in ſonſtigen weiblichen Arbeiten und bittet um Berückſichtigung.

Friedberg den 8. Mai 1839.

Philippine Reuß, wohnhaft bei Maurermeiſter Holler.

Ludwigsbad zu Darmſtadt.

(434) Nachdem ich in dem hieſigen Ludwigsbade die ſ. g. Nuſſiſche Waſſerdampf⸗Badeanſtalt, ver⸗ bunden mit kaltem Strahl-, Sturz⸗ und Regenbade, einige Zeit gegen rheumatiſche Beſchwerden mit dem beßten Erfolge gebraucht habe, bringe ich mit Ver⸗ gnügen meine, bei dieſer Gelegenheit gewonnene

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Ueberzeugung zur öffentlichen Kenntniß, daß dieſes

Unternehmen des Herrn Hofchirurgen Warthorſt ſehr zweckmäßig, bequem und geſchmackvoll einge⸗ richtet iſt. Darmſtadt den 2. April 1839. Dr. Ritgen, Gr. Heſſ. Geh. Medicinalrath und Prof. d. Mediein.

. Im Jahre 1819 bekam ich einen heftigen Anfall! von Gicht, der vier Monate dauerte, und in Folge deſſen meine linke Hand ſteif und unbrauchbar blieb Ein weiterer Gichtanfall, der mich vor zwei Jahren

beſtel, und ebenfalls vier Monate dauerte, raubte mir

auch den vollſtändigen Gebrauch der rechten Hand.

Ich gebrauchte hierauf das Dampfbad des Hrn. Hof⸗

chirurgen Warthorſt. Nach etwa 18 Bädern erhielt ich den Gebrauch der linken Hand wieder, die rechte hatte ſich ſehr gebeſſert, und iſt nun, nachdem ich in dieſem Frühjahr den Gebrauch der Dampfbäder wie⸗ der angefangen habe, ebenfalls vollſtändig wieder ö hergeſtellt. Ueberhaupt wirkt das Dampfbad bei alten Leuten höchſt wohlthaͤtig, weil es dem Körper die frühere Gelenkigkeit wiedergibt. Auch auf Ver-

beſſerung und Stärkung meiner Augen war das Dampfbad von ſo auffallend heilſamer Wirkung, daß ich meine frühere Brille, welche für meine Augen zu ſchwach wurde, jetzt wieder gebrauchen kann. Dieſe an mir ſelbſt erprobten Wirkungen des Dampfbades zu veröffentlichen, halte ich für eine

Pflicht gegen alle diejenigen, die an ähnlichem Uebel

leiden und Hülfe dagegen ſuchen. Darmſtadt den 11. April 1839. f du Hall, Obriſt.

Schon ſeit anderthalb Jahren litt ich an Kopf⸗ gicht, welches Uebel ſich namentlich im letzten Winter wieder ſo ſtark bei mir einſtellte, daß ich den heftigen

Schmerzen unterliegen zu müſſen glaubte. Alle ärzr⸗

liche Hülfe und angewandte Mittel blieben ohne Er⸗ folg und meine Lage war die ſchrecklichſte! An der Grenze der Verzweiflung nahm ich dann meine letzte Zuflucht zu dem dahier von Herrn Hofchirurg Wart⸗ dorſt etablirten Dampfbade. In den erſten 28 Tagen, wo ich dieſe Bader gebrauchte, fand ich in⸗ deſfen nicht die gewünſchte Linderung meiner Krank⸗ heit, ſondern im Gegentheile, die Schmerzen wurden zeitweiſe heftiger und ſtiegen aufs höchſte. Erſt nach dem Genuß des 16. Bades fühlte ich zu meiner großen Freude, daß das Uebel im Abnehmen war. Von da an nahm nun auch mein Geſundheitszuſtand, mit jedem Tage merklich zu, ſo daß ich, nachdem ich 28 Bader geuommen hatte, mich vollig hergeſtellt fand. Gott, und Demjenigen, der eine ſo heilſame⸗ Anſtalt ins Leben gerufen hat, vielen Dank!

Vorſtehendes zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, fühle ich mich innigſt verpflichtet, indem die Einrich⸗ tung und Anwendung dieſer Bäder, ſo wie deren heilſamen Folgen, und die damit verbundene lobens werthe Behandlung der Badegäſte, jedem Leidenden nicht genug empfohlen werden können.

Darmſtadt im September 1838. Charlotte Lombard. Ludwigsſtraße bei Hr. Buchbinder Büchler.

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