Ausgabe 
18.8.1838
 
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Geſtohlene Zwiebeln. (945) Wie ſehr haſt Du Dich doch geirrt, als Du glaubteſt, es bemerke Dich Niemand wie Du guf den drei Ländern die Zwiebeln emſig rupfteſt, und immer wieder nach den hohen Magſamenſtengeln tilteſt; gerade dieſe waren Dein Verräther und es hat Dich Einer geſehen, der Deinen Namen recht gut kennt und ihn mit Deiner That auf dem Markte bekannt machen wird. Gieb darum vom nächſten Mon- ing an acht, wenn Du an die Mohrenapotheke kommſt, dort wird Jemand mit Fingern auf Dich deuten, und wenn Du roth wirſt, ſo wird ein Polizeidiener hinter ſeinem Verſtecke hervorkommen und Dich in Empfang gehmen. Glaube aber nicht, wenn Du die Mohreu apotheke meideſt, Du entgingeſt dieſer Beſchimpfung; denn gerade dadurch machſt Du Dich verdächtig und es würden dann noch Mehrere mit Fingern auf Dich deuten. Auch ſchlage die Augen an der Apotheke licht nieder, denn das hilft Dich doch nichts. Nur ein Mittel giebt's, dieſem Allem zu entgehen, näm lch, wenn Du ſoviel Zwiebeln, als Du geſtohlen haſt, ſelbſt die kleinen nicht ausgenommen, über die Hecke meines Gartens in die Nähe des großen pappelbaumes, der wie ein großes Ausrufungszeichen zaſteht und auf dem häufig die Raben kraͤchzen, ſhütteſt. Doch muß dieſes bis zum Montag Norgen geſchehen ſeyn, ſonſt iſt's zu ſpat und außer Deiner Strafe wird Dein Name im nächſten Blatte mit ſo großen Buch⸗ laben ſtehen, wie oben dasGeſtohlene zwiebeln.

Friedberg den 13. Auguſt 1838. Emyfehlung. (946) Unterzeichneter empfiehlt ſein vollſtändiges Holzlager, beſtehend in einer großen Auswahl trock ner nußbaum, eichen, tannen, ꝛc. Diehlen und ver- ſpricht die billigſten Preiſe. Butz bach den 15. Auguſt 1838. Joh. Krauß. Mehl Empfehlung. 047) Unterzeichneter empfiehlt ſich mit ſeinem gt aſſortirten Mehlvorrath, als: Lanz fein geſchwungenen Blumen⸗-Vorſchuß, das

Ceſcheid Pfd. wiegend 11 kr. Eine Sorte Nr. 2 1 51 77 3 5 9 7

. 4 gutes Roggenmehl, die Meſt 18 Pfd wiegend 52˙kr. Friedberg den 16. Auguſt 1838.

J. L. Ra ppolt, Frucht⸗ und Mehlhändler. Geld-Scheiben-Schießen. 048) Die hieſige Schützen⸗Geſellſchaft hält zur Fier des Namenstages Sr. Königl. Hoheit des Goßherzogs den 25., 26. und 27. d. M. auf dem Shützenrain ein Geld⸗Scheibenſchießen. Das Haupt⸗ ſcheßen wird Montag den 27. gehalten, und ſind

die näheren Beſtimmungen und Preiſe ꝛc. in den beſonderen Ladbriefen ausgedrückt. Wir laden da⸗ her alle Freunde des Schießens und der geſelligen Unterhaltung zur Theilnahme hierzu höflichſt ein.

Friedberg den 13. Auguſt 1838.

Die Vorſteher der Schützen⸗Geſellſchaft:

Renneberg. J. Ph. Fritz. Kopp. Schwalheimer Mineralbrunnen.

(949) Sonntag den 19. Auguſt d. J. iſt Kaicher Harmonie- und Tanzmuſik dahier anzutreffen, wozu höflichſt einladet. Henkel.

Arbeits-Verſteigerung. (950) Donnerſtag den 23. d. M., Vormittags um 8 Uhr, ſoll die Anfertigung von einer circa 500 Klafter langen Steinbahn, Banquets und Gra ben an der ſ. g. Hohenſtraße auf dem Zechenhaus bei Bauernheim an den Wenigſtverlangenden unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Be dingungen verſteigert werden.

Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend erſuche ich, da wo die Anfertigung Intereſſe haben kann, um gefällige ortsübliche Veröffentlichung.

Friedberg am 16. Auguſt 1838. G. Binder nagel II.

Vieh-Preis-Vertheilung zu Nidda. (951) Indem das unterzeichnete Feſtcomite hier⸗ mit zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß auf den 22. d. M. Nidda zur Preisſtation beſtimmt wurde, macht es zugleich bekannt, daß auf denſelben Tag der hieſige Markt abgehalten werden wird. Zugleich ſind mehrere Volksſpiele mit zu gewinnenden Prei⸗ ſen, als Stangengehen, Sacklaufen, Eierlaufen, Hahnenſchlagen und ein Gabenſchießen auf der Mar⸗ garethenburg angeordnet. Ueber letzteres beſagt der deßfallſige Ladbrief das Weitere. Bei der mit dem Feſte verbundenen Viehlctterie werden auf 2500 Looſe 1 Kalbin, 2 Pflüge, 36 Lämmer, ſeidene und baumwollene Tücher, Kappen, Bänder, ꝛc. ꝛc., im

Ganzen gegen 250 Preiſe, gewonnen. Zur Theil⸗ nahme laden freundlichſt ein Nidda am 14. Auguſt 1838. Dr. Spamer. Dr. Borberg. Dr. A. Seitz. Schenk.

Ein Lehrer hieſiger Gegend (952) beabſichtigt noch mehrere Schüler in Penſion zu nehmen und erbietet ſich auf frankirte Anfragen, welche die Expedition dieſes Blattes unter der Ad⸗ dreſſe M. G. beſorgt, weitere Auskunft zu geben.

Selſerbrunnen bei Okarben. (953) Sonntag den 19. Auguſt l. J. iſt gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanz⸗Muſik auf dem okarber Mi⸗ neralbrunnen anzutreffen, wozu mit der Verſicherung billigſter und prompteſter Bedienung freundlichſt ein ladet Havenecker.