Ausgabe 
14.7.1838
 
Einzelbild herunterladen

Ein junger wackerer Mann hielt um i Hand an; ſie ſchlug es aus, und als er erklärte, er würde ihr noch zehn Jahre warten, antwortete ſie ihm, ſie konnte ſich von ihren armen Waiſen nicht trennen. Ei, ſagte er, wer die Mutter nimmt, der nimmt auch die Kinder. Und ſo geſchahz die Kinder wurden insgeſammt mit zarter Sorgfalt von ihnen erzogen. kürzlich nahmen ſie wieder einige Waiſen, um ſie in der Furcht Gottes und in Liebe zu ihm zu erziehen. Obgleich dieſe trefflichen Leute für reich gelten, im Verhältniß zu dem Guten, das ſie thun, ſo iſt ihr Einkommen doch ſo beſchränkt, und ihr Wohlwollen ſo weit, daß ſie oft kaum die unentbehrlichſten Kleidungsſtücke anſchaffen können. Ihnen will ich eine Bibel geben, in Erwägung, daß das wenige Geld, welches ihnen übrig bleibt, oft auswärts in katholiſche Dörfer der Nachbar⸗

ſchaft verliehen wird. (Fortſetzung folgt.)

An den Redacteur des Intelligenzblattes fuͤr die Provinz Oberheſſen.

Wir laſen ſchon oft belehrende Aufſätze im In⸗ telligenzblatt in Betreff der Landwirthſchaft; ſollte ſich nicht ein Freund derſelben finden, der uns einen ſolchen lieferte über das Behüten der Allmenden (Gemeinde ⸗Wieſen) mit Schweinen?

Man klagt an vielen Orten über Mangel an Schaafweiden, und die Klage ſteht richtig; aber man läßt doch die Schweine als Weidegang den ſchönen Grasboden oder Raſen umwühlen. 5

Sollte es nicht beſſer ſeyn, man gabe oder wieſe dem Schweinhirten einen andern Platz oder Brach⸗ feld an zum Austreiben der Schweine und benutzte die Gemeinde-Grasböden zu Schaafweiden, weil der ſchlechtere Boden nicht zu Heu gebraucht werden kann, aber doch eine gute Schaafweide iſt, während die Schweine nicht ſatt davon werden? b

Es könnten viele Orte mit Namen genannt wer⸗ den, wo der ſchöne Raſen wie Ackerfeld ausſieht.) K.

B.

*) Wir geben vorſtehende uns zugeſandte Anfrage unſern

nächſten Umgebungen auf welchen die Sache bezogen werden könnte.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

NN NN

Backhaus-Verſteigerung zu Rödelheim. (744) Den 17. Juli d. J., Vormittags um 10

Uhr, ſoll erbtheilungshalber die an der Straße nach

Cronberg gelegene Hofraithe des verſtorbenen Joh. Petri, beſtehend in einem zweiſtöckigen Wohnhauſe mit großer Backſtube, neu aufgeführtem Backofen und ſonſtigen zur Bäckerei gehörigen Lokalitäten,

21⁰ 2 nebſt ſteinernem Hinterbau und Schweinſtällen, auf hieſigem Rathhauſe unter den bei der an

bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich

meiſtbietend verſteigert werden. Rödelheim den 25. Juni 1838. f Der großh. heſſ. Bürgermeiſter

W. Brill.

Hofraithe⸗

Verſteigerung. (748) Montag den 30. Juli l. J., Vormittag um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Hof; raithe des Georg Bopp, beſtehend in Wohnhaus, Stall und Grund, an Conrad Schlechtweg gelegen, mit Nr. 223 bezeichnet, ſodann ungefähr 13 ¼ Ruthe Garten in der 18. Gewann auf den Hauck an Guſtav Gerlach gelegen, öffentlich meiſte] bietend verſteigert werden. Friedberg den 27. Juni 1838. In Auftrag gr. heſſ. Landgerichts Der Bürgermeiſter D. Fritz. Haus ⸗Verſteigerung. (753) Montag den 16. Juli l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus das ehemalige Schul haus in der Burg, beſtehend in einem halben zwei ſtöckigen Haus mit Balken Keller, und 1 Staal und Gärtchen, an H. Morell und der Wohnung dei öffentlich meiſtbieten

Geometer Bindernagel gelegen, verſteigert werden. Friedberg den 28. Juni 1838. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe-Verſteigerung. (779) Montag den 16. Juli um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhaus auf frei williges Anſuchen der Frau Conrad Jungs Wittw dahier deren Hofraithe beſtehend in Wohnhaus un Gärtchen an Philipp Jacob Groß in der Kirchgaf gelegen, mit Nr. 224 bezeichnet, öffentlich meiſtbi tend verſteigert werden.. 0 Friedberg den 5. Juli 1838. J 1 uf Der Bürgermeiſter D. Fri Verſteigerung von eichen Bau⸗, Werl und Nutzholz und Lohrinde im Wald! der Gemeinde Düdelsheim im Kreiſ Büdingen. f (781) Montag den 16. Juli 1838, Morgel um 9 Uhr, ſollen im erwähnten Gemeindewald im Diſtrikte Au, in der Nähe der Büdinger⸗Fran furter Chauſſe: 5 648 Stämme Eichen, 12657 Cubic⸗Fuß großherzag Maaßes enthaltend, wovon die ſtärkeren al Bauholz zu gebrauchen ſind, der größte Then aber zu Werk⸗ und Nutzholz, beſonders zum G. brauche für Wagner ſich vorzüglich eignet öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden Dienſtag den 17. Juli 1838, Morgens 10 Uhr ſoll in hieſigem Rathhauſe eine Quantitat 9 circa 170 Ctr. Lohrinde, die im Monat Mai vol den ſchwächeren Eichen geſchält, und nach geg höͤriger Abtrocknung in Gebunden unter Dat

I. J., Vormittag

85 (76 eh li und Num