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werden von dem Unterzeichneten gegen hinreichende Sicherheit, jedoch nur, in die Landgerichtsbezirke Friedberg und Großkarben verliehen. Unter 500 fl. wird kein Darlehen abgegeben und wer ſich eines Geldmaklers bedient, erhalt kein Kapital von mir. Friedberg den 5. Oktober 1838. f Bittſcher, Hofgerichtsadvokat. Eine große Anzah ere Oelfäßer, (1140) zu Krauteinmachen dienlich, ſind billig abzugeben von Georg Groß. Zum Vermiethen. (1141) In dem ehemaligen W. Dietz'ſchen Hauſe in der Uſergaſſe iſt der zweite Stock zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Derſelbe beſteht aus 4 in einander gehenden heitzbaren Zimmern, Küche, Keller, Dachſtube, Holzbehälter und einer gemeinſchaftlichen Waſckküche.— Im dritten Stock iſt ferner ein heitzbares Zimmer mit einem Alkoven ohne Möbel an einen ledigen Herrn zu vermiethen. Die näheren Bedingungen ertheilt der Unter⸗ zeichnete. Friedberg im Oktober 1838. Peter Roth, Gaſtwirth. Ein Stuhlwägelchen mit Federn, (1142) noch ganz neu und elegant gebaut, iſt zu verkaufen. Das Nähere bei der Exp. d. Bl. Zum Ausleihen (1143) gegen gerichtliche Verſicherung liegen in 155 Kirchenkaſſe zu Obermörlen 300 fl. zu 5 pCt. ereit. Friedberg am 10. Oktober 1838. Der Kirchenrechner d Faa tz. Erbauung eines neuen Hauſes. (1144) Donnerſtag den 18. Oktober d. J., des Morgens um 9 Uhr, ſollen die Arbeiten zur Erbau— ung eines neuen Hauſes vor dem Selſerthor dahier, an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Die Koſtenüberſchlage betragen: fl. kr.
1) für die Maurerarbeit 6444 40 )„ Steinhauerarbeit 450 56 3)„„ Zimmerarbeit 3471 44 4)„„Dachdeckerarbeit 783 32 5)„„KSchreinerarbeit 2696 14 6)„„ Schlloſſerarbeit 1907 36 7)„„KGlaſerarbeit 666 58 8)„„K Weisbinderarbeit 1123 43 9)„„KSpenglerarbeit 161 42
Summa 17716 10
Indem man Steigluſtige hierzu einladet, wird bemerkt, daß die näheren Bedingungen bei der Ver⸗ ſteigerung, welche in dem Gaſthauſe zum heſſiſchen Hofe dahier vorgenommen werden ſoll, werden be— kannt gemacht werden, ſolche auch ſchon vorher auf dem Bureau des Herrn Provinzial- Baumeiſters Hoffmann eingeſehen werden können und die Ver⸗
ſteigerung zuerſt nach den einzelnen Gewerken, dann aber auch im Ganzen geſchehen wird. Gießen den 26. Sept. 1838.
Etwas für den Winter. Betreffend; Die Bildung der Geometer III. Klaſſe von dem großh. heſſ. Kreisgeometer Koch.
(1145) In Bezug auf die Inſerate(55) und (170) in den Nr. 3 und 7 dieſes Blattes, bringe ich zur öffentlichen Kenntniß, daß ich fur den künf⸗ tigen Winter den geometriſchen Unterricht mit dem 1. November d. J. anfangen und bis gegen Oſtern fortſetzen werde.— Diejenigen, welche nun etwa künftiges Frühjahr das Examen eines Geometers III. Klaſſe beſtehen, oder diejenigen Feldgeſchwornen, Oekonomen, Bauhandwerker und ſonſtige Geſchäfts⸗ leute, welche aus bloßen Privat- und Liebhaberei⸗ Gründen an dieſem Unterrichte Theil nehmen wollen, wollen mich baldigſt entweder mündlich oder ſchriftlich hiervon in Kenntniß ſetzen. Ich werde den Unterricht in Friedberg mit Donnerſtag den 1. November beginnen, und ſo allemal jeden Don⸗ nerſtag und Montag jeder Woche bis ungefähr ge⸗ gen Oſtern fortſetzen, bis wohin jeder der verehr— lichen Intereſſenten hoffentlich ſo viel Kenntniſſe erlangt haben wird, als zu ſeinem Zwecke, zum Beſtehen des Examens eines Geometers III. Klaſſe oder zur Vervollſtändigung ſeiner ſonſtigen techniſchen Kenntniſſen, nothwendig iſt. Diejenigen, welche daher für den kuͤnftigen Winter an dieſem Unter⸗ richte Theil zu nehmen geſonnen ſind, wollen ſich daher entweder mündlich oder ſchriftlich mit dem Unterzeichneten vor dem 1. November deßfalls be— nehmen.— Sollten ſich zureichende Intereſſenten finden, ſo bin ich zur Bequemlichkeit und Erſparung der Zeitverſaumniſſe derſelben auch bereit, dieſen Unterricht in Butzbach und Okarben wöchentlich
zweimal zu ertheilen.—
Weshalb allenfalls diejenigen Intereſſenten, welche um dieſe Orte herum wohnen, und welchen der Weg nach Friedberg zu weit iſt, mir ihre deßfallſigen Wünſche baldmöglichſt ſchriftlich oder mündlich zu erkennen geben wollen.
Daß übrigens der vorjährige, obwohl ſehr kurze geometriſche Unterricht, während der Monate Fe⸗ bruar und März, nicht ohne Früchte geweſen iſt, und daß keiner der verehrlichen Herren Intereſſenten zu fürchten braucht, daß er ſein Geld und Zeit für denſelben umſonſt verſchwende, möchte das beige⸗ druckte Bekenntniß der vorjährigen Eleven zur Ge⸗ nüge beurkunden:
„Daß der Herr Kreisgeometer Koch zu Fried⸗ berg uns Unterzeichnete in vorigem Winter, wo wir nur wöchentlich zweimal, allemal nur einen halben Tag geometriſchen Unterricht bei demſelben genoſſen, uns in der kurzen Zeit von zwei Monaten ſoweit gebracht hatte, daß wir im Stande waren, jede kleine viel⸗


