Ausgabe 
31.1.1835
 
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im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

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Sonnabend, den 31, Januar 1835.

Amtlicher Theil. Oeffentliche Nachricht.

Für die Wetterbeſchädigten der Bezirke Grünberg und Lauterbach ſind weiter eingekommen:

Aus der Gemeinde Niedermörlen Steinbach

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Auſſerdem ſind in der Gemeinde Beyenheim noch Früchte

Friedberg den 28. Januar 1835.

4 fl. 41 kr. 23 7 38 7. fur dieſelben geſammelt worden.

Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg

Küchler.

Oie Einweihung des Schulhauſes zu Langenhain.

Was man auch von unſern Zeiten zu ſagen,

was man an denſelben auszuſetzen haben mag, das bleibt auf jeden Fall eine erfreuliche Erſcheinung, daß man an ſehr vielen Orten die Behörden in Sorge für Verbeſſerung des Schulweſens mit ein⸗ ander wetteifern ſieht. Es gibt uns dies den beß⸗

ten Beweis, daß man wohl erkannt hat, wo eigent⸗ lich der faule Fleck iſt, wo man, wenn's beſſer werden ſoll, anfangen ſoll, beſſer zu machen wir meinen an ſich ſelbſt und an den Schulen. Noch wohlthuender iſt es dem Gemüthe, wenn ganz

arme Landgemeinden dieſem Gegenſtande nicht allein

die größte Aufmerkſamkeit widmen, ſondern auch in

ihren Ausgaben den erſten und vorzüglichſten Poſten auweiſen, nichts ſparen, was hierzu gehört, ſondern

D. Fri gern und willig opfern, was nur iu ihren Kraften

ſteht. Dieſes wohlthuende Gefühl haben wir bei der Einrichtung des Schulhauſes zu Langenhain

gehabt, woruͤber Einſender den Leſern des Intel. Blattes, denen, wie er wohl weiß, das Schulweſen nicht gleichgültig iſt, hier Einiges mitzutheilen furt Pflicht hält.

Die Gemeinde zu Langenhain hat das Gluck (und man kann es mit Necht fur eine Gemeinde ein Glück nennen), einen wackern Mann zum Schul⸗ lehrer zu haben, der es ſich zur Aufgabe ſeines Lebens ſcheint gemacht zu haben, die Kinder der ihm anvertrauten Gemeinde zu frommen und braven Menſchen zu bilden. Da es indeſſen dieſer Gemeinde an einem ſchicklichen Schullokal und an einer paſſen⸗ den Wohnung für den Lehrer gebrach, ſo hätte der⸗ ſelbe nicht mit der Freudigkeit wirken konnen, wie man zu wirken im Staude iſt, wenn man ein hei⸗ teres, freundliches und geräumiges Schulzimmer beſitzt. Das erkannte man aber wohl; denn Behoͤr⸗ den und Gemeinde waren bald darüber eins, ein ganz neues Schulhaus zu errichten, und nun wurde ſo raſch Hand an's Werk gelegt, daß in dem