Ausgabe 
28.11.1835
 
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Pabst 1

Sonnabend,

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dar prunſi 4 i 5 e bei der Einweihung des neuen Schulhauſes 2 zu Butzbach am 12. November 1835 gehal een von F. Kleberger . Wir ſind zwar ſo eben erſt aus dem Gottes⸗ dat die aufe gekommmen und haben dort dem, der der baum mchte Vater iſt über Alles, was Kinder heißt im genes Fimmen und auf Erden, unſern Dank für die glück⸗ lte Vollendung dieſes ſchönen Bau's dargebracht; mit cet es iſt mir, als ſeyen wir wieder in ein Got⸗ zel du dan aus getreten. Schon der erhebende Geſang die ung inder, ihr feſtlicher Schmuck, dieſe anſehnliche gerſammlung, vor Allem aber der erhabene Zweck 0 e veſes Gebäudes ſelbſt und die hohe Abſicht, in wel⸗ cher wir uns hier eingefunden haben, verſetzen unſere elheuſc, Setlen in eine Feierſtimmung, wie ſie nur die Mpacht geben kann, und dringen uns den Gedan⸗ 14 10 u auf: auch hier iſt ein Gotteshaus. laub und bei näherer Betrachtung iſt es auch nicht 0 Hier will ſich ja Gott aus dem Munde diefer Kinder ein Lob bereiten; hier ſollen die gött 7 ſühen Keime, die in ihre Bruſt gepflanzt ſind, ent⸗ ul. 5 De Red. glaubt ihren Leſern eine gewiß willkommene bez: 0 abe zu bringen, indem ſie ihnen als Nachtrag zu der 42 3 a vorigen Blatte gelieferten Beſchreibung der Einwei⸗ 4 bung des Schulhauſes hier auch die Rede mittheilt, welche Novel br. Dekan Kleberger in der erſten Klaſſe der Mäd- 1 305 genſchule gehalten und zu deren Veröffentlichung er auf

A e Aſuchen ſeine Zuſtimmung gegeben. Wenn ſte dem ain emden Leſer auch nur einen Theil des Eindruckes hin tiſe läßt. den ſie als lebendiges, aus der Tiefe der Bruſt gehen

. N 11. Wort auf die Zuhörer äußerte, ſo iſt unſer Zweck t eicht. 1

geilage.

Intelligenzblatt

im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ͤTñ ß(

den 28. November

1835.

wickelt, genährt und gepflegt, Religion und Tugend als der Güter höchſte von ihnen erkannt, ihre Her⸗ zen für alles Wahre, Gute und Schöne entflammt und jeder ihrer Geiſteskräfte eine höhere Richtung gegeben, ja ſelbſt, was ſie für ihren bürgerlichen Beruf hier lernen und üben, von der höhern Auſicht durchdrungen werden, daß es im Dienſte der Menſch⸗ heit, für Gott und Vaterland geſchehe; hier ſoll ja auch der Name deſſen verkündigt werden, der ſelbſt keine höhere Aufgabe des Lebens erkannte, als ein Gottesreich auf Erden zu gründen, und den wir, weil ſich in ihm das Menſchliche zum Göttlichen verklärte, als den Anfänger und Vollender unſers Glaubens verehren.

Nun, in dieſem Sinn wollen wir es denn weihen, dieſes Haus. Wohlan, ſo ſey denn fort hin deine ſchoͤne Beſtimmung, dem wichtigen Ge ſchäfte der Erziehung und Jugendbildung, dieſer heiligen Sache der Menſchheit, und der Ehre Gottes zu dienen! So ſey deun eine Pflanzſtätte alles Heiligen, aller häuslichen und bürgerlichen Tugen den! So walte zu dem Ende in deinen Mauern ein guter frommer Geiſt, der die Lehrer erfülle, ſo oft ſie in der heiligen Angelegenheit ihres Amts hier erſcheinen, daß ſie mit Gewiſſenhaftigkeit, mit Ernſt und Liebe die Pflichten ihres Berufs betreiben und in den Herzen der Kinder einen fruchtbaren Boden finden, in den ſie den Saamen ihrer Beleh rungen ausſtreuen! So werde denn eine reiche Segensquelle, die befruchtend und beglückend ins Leben ſtröme, zum Heile dieſer Stadt, zum Heile des Vaterländs!