Ausgabe 
28.2.1835
 
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Damit aber uns wenigſtens der Vorwurf nicht treffe, den die andern Volker ſo oft den Deutſchen

machen, daß ſie zwar zuerſt wüßten, was gut iſt,

aber zuletzt ausführten, ſo laßt uns die hier gege⸗ bene Gelegenheit mit Freuden ergreifen; der Greis empfehle dem Jüngling, der Hausvater ſeinen Kin⸗ dern, der Brodherr dem Geſinde, jeder auf ſeinem Poſten denjenigen, auf die er Einfluß hat, dieſe Anſtalt, und auch ihm kaun einſt die Freude werden, das Glück derſelben vielleicht auf ihre ganze Lebeus zeit begründet zu haben!

Als einen Beweis von dem wohlthätigen Ein⸗ fluſſe dieſer Anſtalten und zur Widerlegung etwaiger falſcher Vorurtheile füge ich folgende Erzählung aus einem engliſchen Blatte bei, und verſpreche auch fuͤr die Folge noch einige zu liefern.

Ein Baumeiſter hatte unter ſeinen Arbeitern einen Mann, der bei vielen guten Eigenſchaften den groben Fehler beſaß, daß er ſich jeden Samſtag Abend betrank; auch den Sonntag brachte er ent weder im Wirthshauſe oder im Bette zu, um ſich von den Wirkungen der Trunkenheit zu erholen. Doch vernachläßigte er nie ſeine Arbeit; den Mon⸗ tag war er immer wieder an ſeinem Poſten und blieb die ganze Woche. Einmal indeſſen brachte er in der Mitte der Woche einen halben Tag im Wirthshauſe zu, wenige Wochen nachher wieder einen, und wie die Wege des Laſters oft unmerklich abwärts führen, ſo ward allmählig aus einem hal⸗ ben Tag ein ganzer, bis er ſich zuletzt in jeder Woche zwei ganze Tage dem Trinken ergab. Sein Herr hatte mehr als einmal über ſein Trinken mit ihm geſprochen und ſein Betragen getadelt. Da er ſah, daß er die Stunden, die er früher zur Arbeit verwendet hatte, jetzt mit ausſchweifenden Menſchen zubrachte, ſagte er ihm eines Tags: Robert, ihr

des Staates, ſondern von Privatleuten ſind. Darum hauptſächlich hat denn auch die betrübende Erſcheinung ih⸗ ren Grund, daß vielleicht in keinem Lande Europas, die ſudlichen etwa ausgenommen, ſo viel Verbrechen verübt werden, als in England. Wie ſehr verdient darum auch in dieſer Hinſicht unſer theures, deutſches Vaterland, in welchem die Bildung der Unterthanen zu Menſchen und Chriſten eine der vorzüglichſten Sorgen der Regierungen, namentlich in neuerer Zeit ausmacht, wie ſehr verdient dieſes den Vorzug vor dem geprieſenen England, und mit wahrem Stolze dürfen wir ſagen, vor allen Ländern der Erde.

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wißt, daß ich Euch Gelegenheit gab zu ſehr gutem Verdienſt, aber Ihr habt dieſe Vortheile nicht ge hörig benutzt und zuletzt nicht blos den Samſtag, ſondern auch in der Woche getrunken, ſo daß Eure

Arbeit ſehr vernachläßigt iſt. Ich weiß, daß Ihr

wöchentlich nicht weniger als 7 Schillinge im Wirths⸗ hauſe ausgebt und ich ſehe, daß Eure Frau und Kinder nicht mehr ſo reinlich und ordentlich geklei det gehen, wie früher. Ich habe den feſten Ent⸗ ſchluß gefaßt: Ihr müßt Euch entweder das Trinken abgewoͤhnen und einen Theil von dem Geld, das Ihr wöchentlich im Wirthshanſe ausgegeben habt, bei mir niederlegen, oder Ihr geht aus meiner Arbeit. Robert erſtarrte; er hatte Gefühl und nicht alle Spuren von guten Grundſätzen waren verloren gegangen. Er gab dem Herrn ſein Wort darauf, das Wirthsbaus ganz zu meiden und wöchentlich 3 Schillinge in ſeinen Händen zu laſſen. Dieſer verſtändige Freund lobte ſeinen Entſchluß und ſagte ihm unter andern tröſtenden Worten, die ein menſchenfreundliches Herz immer bereit hat und ſo wohl anzuwenden weiß:Ich will Eure wöchent liche Summe in die Sparkaſſe legen.Nein, Herr, ſagte Robert; dagegen habe ich Nichts, daß

das Geld behalten; aber die Errichtung von Spar kaſſen ſehe ich als einen Verſuch der Regierung au, das Geld der Armen in ihre Hände zu bekommen. Der Baumeiſter ſuchte ihm die Albernheit einer ſol chen Behauptung zu beweiſen, erklärte ihm den wahren Zweck dieſer nützlichen Stiftungen, daß ſte ausdrücklich zum Nutzen und Vortheil der arbeiten den Klaſſen beſtimmt wären; daß das in ihnen nie dergelegte Geld vollkommen ſicher ware und jeder Schilling Zinſen trage; aber Robert war unbeugſam. Er hatte ein unerſchütterliches Vorurtheil gegen Sparkaſſen.

Er konnte ſich entſchließen, das Wirthshaus und die Kegelbahn zu verlaſſen, er konnte auch bereitwillig das Geld ſeinem Herrn anvertrauen, nur ſollte es nicht in die Sparkaſſe gelegt werden.

Seitdem war Robert ſo beſtändig an ſeiner Arbeit und ſein Betragen war ſo mäßig und ordent lich, daß er in kurzer Zeit die Achtung und das Zutrauen ſeines Herrn ſich wieder erwarb; ſelbſt an den Samſtags Abenden war er nicht mehr im Wirthshauſe zu finden), und den Sonntag wandte

) Auch der gemeinſte Engländer läßt ſich nicht leicht ve

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