Ausgabe 
23.5.1835
 
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wo Kinder gar nicht zugelaſſen werden ſollten. Sie ſind da ganz ohne Aufſicht, erhitzen ſich im Gedränge der Menſchen, oder durch wilde ausgelaſſene Spiele unter ſich, bekommen, oder naſchen hitzige Getränke, ſchütten kaltes Waſſer in ſich, laufen, weil ihnen zu warm iſt, auf die Straße, ziehen die kalte Luft ein, und ich kann gewiß fünf Fälle aufzählen, wo dieſe

Krankheit ganz allein bei ſolchen Gelegenheiten

geholt worden war. 5 5 1

Wer alſo ſeinen Lieblingen wohl will, vermeide die angegebenen Urſachen, erlaube beſonders Kin⸗ dern, die ſich beim Spielen erhitzt haben, ſchwitzen, niemals gleich in die kalte Luft zu gehen, und man wird ſich großes Herzeleid erſparen. 1

Lauterbach, Ende Februar 1810.

f Thilenius. Wie ein Ungluͤck zuweilen ſich in Gluͤck wendet. f ö

Unſere Leſer haben gewiß mit der herzlichſten Theilnahme die Nachricht von jenem jungen Frauen⸗ zimmer vernommen, welches im vorigen Jahre zu Salzhauſen im Fieber⸗Anfalle ſich einem hohen Fenſter herabſtürzte.

Wir freuen uns, ihnen mittheilen zu können, daß daſſelbe gerade durch dieſen furchtbaren Sturz, der ihm leicht den Tod hätte bringen können, körperlich und geiſtig geheilt wurde, und ſich gegen⸗ wärtig zu Darmſtadt vollkommen wohl befindet. In⸗ deſſen möchten wir doch Niemanden rathen, dieſes Desperations⸗Mittel nach zu machen; es geräth nicht immer ſo gut, wie es diesmal gerathen iſt.

um⸗

Gedanken-Späaͤne.

Wer iſt der ſtärkſte Mann? 0

Der iſt der ſtärkſte Mann, welcher ſeine Affekte und Leidenſchaften zu zähmen vermag.

Wer iſt der fleißigſte Mann?

Der iſt der fleißigſte Mann, welcher am we⸗ nigſten für ſich und am meiſten fur die Menſchheit thaͤtig iſt. g

5 Verbeſſerungen.

In Nro. 19 unſeres Blattes Seite 123 Zeile 24 der erſten Spalte iſt Gewiſſens biſſen ſtatt Ge⸗ wiſſens büſſen zu leſen. 5

In Nro. 20 Seite 129 Zeile 18 von unten der erſten Spalte ſtreiche man das Wort hat nach vergeſſen.

Wenn ſonſt dergleichen Verſehen vorkommen ſollten, ſo bitten wir unſere geneigten Leſer um Nachſicht. Die Redaction.

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3 1

Bekanntmachungen von Behörden.

h i N 18 a 7 1 Müßkender kauf (329) Die nahe vor hieſiger Stadt an dem Lahn

fluß gelegenen Mahlmühlen, jede mit 3 Gängen, l

nebſt dazu gehöriger Scheuer, Stallung und Garten

ſollen einer nochmaligen öffentlichen Verſteigerung in Eigenthum an den Meiſtbietenden ausgeſetzt werden, wozu Termin auf 4 1 Montag den 1. Juni l. J., Vormittags dn geſetzt iſt. ö

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Die näheren Bedingungen werden im Verſtei⸗

G46)

l 1 I eben Joha gerungstermine ſelbſt bekannt gemacht, können aber aus, Neo. auch von den Kaufluſtigen vorher auf dem Büreau f pfſenllichen des unterzeichneten Bürgermeiſters eingeſehen werden. Rathhauſe

Hierbei wird noch bemerkt, daß die Lage dieſer Die E Mühlen in jeder Beziehung ſehr günſtig iſt und iht gebingniſe Betrieb eine reichliche Nahrung verſpricht. Is»HGebote ſich

Gießen den 7. Mai 1835. Fried

g Der großh. Bürgermeiſter daſelbſttt

0 Sil bereiſen.

Ed iel us d un g. nn (344) Großherzogliches Hofgericht hat über den(347) Nachlaß des Bäckers Auton Feger zu Butzbach Command den Concurs erkannt und die unterzeichnete Gericht Seneſer ſtelle mit deſſen Eröffnung und Leitung beauftragt. ſoll reit

Alle bekannte und unbekannte Gläubiger des gedach. 9 Mr, ten Anton Feger werden daher aufgefordert, ſo ge⸗ Wenigſtne wiß in dem auf e ber Den

Montag den 6. Juli d. J., Morgens 8 Uhr, jenige, w beſtimmten Termin ihre Forderungen gehörig zu mndaß liquidiren, gleichzeitig ſich auch über Vergleichsvor⸗ 1 Mar ſchläge und die Wahl eines Maſſekurators zu er⸗ 1 N klären, als ſonſt der Ausſchluß von der Maſſe ver fügt resp. angenommen werden wird, daß ſie der 5 e der Mehrheit der Gläubiger beigetreten 871(348) eyen. 755 e ee

Friedberg den 12. Mai 1835. r 7 a

Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt.

Hofmann. aun den 9

Edictal lad un g. l Der (345) Georg Fiſcher's Eheleute zu Aſſen⸗ e Lerſe heim haben unter'm 7. Januar 1818 von Georg delt 9 Weith zu Ilbenſtadt, unter Verpfändung ihres Es Wohnhauſes, ein Kapital von 250 fl. entliehen diese iu und wurde die desfallſige Obligation, nach der zu laſſen Erklärung des urſprünglichen Gläubigers, ſpäter Nie der Frau Gräfin von Leiningen Weſterburg eedirt.

Nach der Letzteren Angabe iſt jene verloren gegan⸗

gen und kann jetzt, wo die Schuld von den Erben 0

der Fiſcher'ſchen Eheleute abgetragen werden ſoll, 349) nicht mehr vorgelegt werden. a uhr, sl

Auf Antrag der dermaligen Gläubigerin wer⸗ ſeikt ay