Ausgabe 
21.2.1835
 
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ſuandidat. eln 1

2 uutelligenzblatt

für die

N im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

ſagt vo. N 2 8. darmſtadt dungen(in

hte

Sonnabend, den 21. Februar

i Amtlicher Theil. Oeffentliche

Einladung.

r übrigen eins. Zur Berathung des Statuten⸗Entwurfs einer für den Kreis Friedberg zu gründenden Rindvieh⸗ a Iſſekuranz lade ich ſämmtliche großh. Bürgermeiſter, resp. Beigeordneten der Nebengemeinden des Kreiſes, nd. Irner die Mitglieder des landwirthſchaftlichen Kreisvereins, ſowie alle Oekonomen und Freunde der K bandwirthſchaft, welche ſich für eine ſolche gemeinnützige Anſtalt intereſſiren möchten, auf 4 Donnerſtag den 26. Februar, Vormittags halb 10 Uhr, zm groß ſuf das Rathhaus zu Friedberg hierdurch ein. det Gewerb⸗ 8 in über den 1 Friedberg den 18. Februar 1835. ens Bei J f 2. Der großh. heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. bderzogthum Küchler. eftdeater zu 48 Der Staat urückkommen. g 2 1. leber Die Zeiten des dreißigjährigen Krieges. zur Buße zu ermahnen. Ein Paar intereſſante Stelten

I. Anzeigen. reis Ak. Sechste und letzte Gabe.

* Der Strafprediger.

9 Ums Jahr 1647 ſchrieb Hartmann Kreid, bb n., Diakonts zu Friedberg, ſein großes WerkJe re K nid Klag, Teutſchlands Plag. Seit meh⸗ Januar: teren Jahrzehnten hatte die Welt nichts als Jam⸗ f. ner und Elend, Kreuz und Peſtilenz geſehen. Eine 55. Menge ſonſt blühender Dorfer waren verödet, die Januar: Städte herabgekommen, und bei den Uebriggeblie⸗ 3 fl. fr. benen zum Theil ſchlechte Sitten. Er benutzte die

Zeiten, um den Menſchen ihre Schlechtigkeit vor⸗ zuhalten, alles, was geſchehen, als eine Strafe gebliebek, Gottes wegen ihrer Sunden darzuſtellen und ſie

aus dieſem bei 700 Seiten dicken Quartbande mogen hinreichen, den Geiſt, der darin weht, zu bezeichnen, und zugleich den Geiſt jener Zeit überhaupt näher kennen'zu lernen.

O Teutſchland, Teutſchland, wo iſt deine alte Dapfferkeit! O Wetterau, Wetterau, wo iſt deine alte Fruchtbarkeit! Zerſtöret und verhöret, verherget und verderbet iſt alles, was dich hiebevor gezieret und erhalten hat. Man ſihet allenthalben nichts als Mord und Blutvergieſſen, man erfaͤhret nichts als lauter böſe Zeitungen; iſt man zu Hauß, ſo kan man ſich der Betruͤbniß nicht erwehren, gehet man auß, ſo kan man das Weynen mit den armen bedrängten und verſchmachten Chriſten nicht laſſer⸗