Ausgabe 
20.6.1835
 
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Dem, noch

f* a Intelligenzblatt

l für die

.

rovinz im Allgemeinen,

den Kreis Friedberg und die angrenzenden

M25.

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Bezirke im Beſonderen. 1835.

Sonnabend, den 20. Juni.

Amtlicher Theil. But i a hen g.

Betreffend: Das Bezirksbotenweſen im Kreiſe Friedberg. Nachträglich zu der Bekanntmachung vom 25. Juni 1834(Nro. 26 des Intelligenzblattes) bringe

ich folgende hoͤchſte Beſtimmungen zur öffentlichen Kenntniß:

1) Die Bezirksboten dürfen fuͤr Briefe, welche ſie von einem Poſtamte oder einer Poſtexpedition zur Beſorgung erhalten, und für welche ſie die geſetzliche Gebühr von 3 resp. 2 Kreuzer beziehen, einen Botenlohn für den Rückweg nicht in Anſpruch nehmen, wenn die Empfänger die Annahme verweigern oder nicht aufzufinden ſind, demnach dieſe Briefe wieder durch die Poſt an ihren Aufgabeort zurück geliefert werden müſſen.

Die Vorſchriften rückſichtlich der Gebühren für den Transport der Regierungsblätter ſind dahin zu verſtehen, daß diejenigen Regierungsblätter, welche an die Staatsbehoͤrden abgegeben werden, unent geldlich zu überbringen ſind, daß dagegen von denjenigen Regierungsblättern, welche die Gemeinden und für ſolche die Bürgermeiſter erhalten, oder welche von den Kirchen- und den ſonſtigen Fonds gehalten werden, die vorſchriftsmäßige Vergütung für das Ueberbringen gegeben werden muß.

Friedberg den 16. Juni 1835. ö

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Der großh. heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler.

eigenes künftiges Wohl oder Weh, ſondern auch wohl noch mancher anderer Menſchen neben ihm abhängt. Ach! und wie leicht wird's oft mit dieſer Frage ge

Was ſoll ich denn werden?

Jeder Familien⸗Vater, der heranwachſende Söh

ne hat, hört wohl zuweilen die Frage: Was ſoll ich denn werden? Welcher Mann hat ſich nicht ſelbſt früher dieſe Frage geſtellt, und welcher Jüng ling ſtellt ſie ſich nicht ſchon jetzt? Höchſtens thut ſie der Jurgen in Gellerts bekannter Fabel nicht; aber fur den iſt mir auch gar nicht bange,der kommt durch ſeine Dummheit fort. Jedem andern ehr lichen Chriſten- und Juden-Menſchen iſt's eine wich tige Frage, von deren Beantwortung nicht nur ſein

nommen, und wie kindiſch fallen oft die Antworten aus! Greife nur jeder in ſeinen eignen Buſen, oder ſuche in ſeiner Nachbarſchaft; was wird er da nicht ſelten für Reden vernehmen?

Als ich ein Kind war, das gerne Wecke und Kuchen, aber nicht immer bekommen konnte, da wünſchte ich mir ein Bäcker zu werden, und warum? Damit ich recht viele Kuchen eſſen könnte. Mein Kame rad und Nachbar ſchrie zuweilen aus Unart über