Ausgabe 
19.12.1835
 
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aut Schen⸗ 5

U Ludwig Gemeinden der füt lichen Per⸗

glieder Theil zu nehmen haben; eine Einrichtung,

velche das Intereſſe der Bürger an dieſer wohl- hätigen Anſtalt ausnehmend gefördert hat.

8 In Friedberg iſt zwar in neuerer Zeit eben⸗ alls die Stiftungs⸗Deputation aufgehoben und an heren Stelle einer durch freigewählte Mitglieder des

Gemeinderaths verſtärkten Armencommiſſion die Berwaltung der daſigen Armenfonds übertragen

vorden. Die wuͤnſchenswerthe Vereinigung dieſer

o nahe verwandten Fonds wollte indeſſen noch nicht

elingen. Es ſind derſelben drei: der Hospital

ond, die Armenkaſſe und die Armenſtiftun

1 en. Sie alle werden noch zur Zeit getrennt ver 3 paltet, und von beſonderen Rechnern beſondere Gent Rechnung darüber abgelegt. Indeſſen iſt Hoffnung g bang ſorhanden, daß die Hemmniſſe, welche ihrer Verei re ls figung und einfacheren Regelung bisher entgegen⸗ wel vor, fanden, bald ihre Beſeitigung finden werden.

K daß en Die ordentlichen Einkünfte dieſer 3 Fonds be⸗ ilch ein fechnen ſich jährlich auf 3800 4000 fl.

ttaſe tf, Wenn der Menſchenfreund gewiß mit Freude gabe ihrer bei dem oben gegebenen Bilde der Armenpflege und

ngewieſenen

et erhalten. erbältniſſen nenbeborden nach den 1

oft nur den

m Butz⸗ 3 getrennt des pital⸗ tlichen Ar⸗ ung zuſam⸗ te belaufen italſtock iſt, , vor Kur⸗ cheimeraths rt worden. reinen und Nothleiden⸗ treufte aber endig meht u, ſo kann

1 Eteign

er Stein⸗ ort das Ver⸗ rung der rt beſen⸗

erfonds iſt dem Beam⸗ zeinſpection gen, an wel ſtande mil⸗

ren Leiſtungen im Kreiſe Friedberg verweilt, ſo es ihn auf der anderen Seite ſchmerzlich be kn daß er dennoch hin und wieder bei Einzel⸗ en und ganzen Familien noch ungeſtillte Noth und ikte Armuth und der Bettelei noch immer nicht ganz geſteuert ſieht. Forſchen wir nach der Urſache 55 leidigen Erſcheinung, ſo finden wir ſie mei ens in verwahrloſ'ter Erziehung, im Hange zum 17 und zum Müßiggange. An dieſen Quellen

guß das Uebel ergriffen, und hier an der Wurzel ertilgt werden. Dazu fehlt es aber der Verwal ung noch zur Zeit an ausreichenden geſetzlichen itteln. Das verbeſſerte Schulweſen gibt zwar u kommenden Geſchlechtern die freudige Zuverſicht Beſſerwerdens; für die Bekämpfung dieſer Uebel der Gegenwart findet ſich dagegen nur Ein zu ugliches Mittel, das iſt die Einrichtung zweckmä ger Zwangsarbeitshäuſer. Möge recht bald auf in Wege der Geſetzgebung dafür geſorgt werden!)

Indem wir uns dieſem Wunſche anſchließen, können wir nicht umhin, hier Einiges beizufügen, was wir aus viel jähriger Erfahrung ſchöpfen. Mit Armenfonds kann unendlich viel Gutes ge ſtiftet werden, wenn eine kraftige und weiſe Perwaltung ſie überwacht. Wenn ſte aber nachläſſigen oder kurzſichti⸗ gen Menſchen anvertraut werden, ſo ſchaden ſie mehr, als ſie nützen, und daher rührt wohl jener leidige Gemein⸗ ſpruch:jemehr Armen⸗Anſtalten, deſto mehr Bettler. Die Sache an ſich iſt's nicht, aber der Misbrauch verur- ſacht's. Wir können daher nicht laut und vernehmlich genug allen den Behörden, welchen die Ueberwachung des Ar menweſens obliegt, Vorſicht anempfehlen. In der Regel gibt es nichts Schlimmeres als das Almoſen-Ver⸗ kheilen, um der läſtigen Bettler los zu werden. An der Wurzel muß man die Sache angreifen, die Quellen der Verarmung muß man aufſuchen, dem ohne Schuld Wan kenden muß man aufhelfen, an Arbeitſamkeit, Ordnung,

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Sparſamkeit zu gewöhnen ſuchen u. dgl., lauter Dinge, die oft mit geringen Summen bewerkſtelligt werden, die aber thätige, unverdroſſene Männer mit ächt chriſtlichem Sinne vorausſetzen.(D. R.)

%% Ign der letzten Nr. dieſes Blattes, Seite 334 Zeile 3 v. u. lies: Wetter, ſtatt Hutter.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

NN

Arbeit⸗Verſteigerung (824) Mittwoch den 23. Dezember, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Altenſtadt die zur Erbauung eines neuen Schulſaals daſelbſt nöthigen Bauarbeiten, als:

1 die Maurer-Arbeit voranſchlagt zu 587 fl. 15 kr 2) Steinhauer 5 193 48 3)Zimmer 7 7 455/ 42 4) Dachdecker 180% 36 5) Schreiner 233 22, 6) Schloſſer 7 134% 10 7) Glaſer 5 5 73% 20 8)Weisbinder 85 15

Summa 1943 fl. 28 kr. nochmals an die Wenigſtnehmenden öffentlich ver ſteigert werden, da die jüngſte Verſteigerung die höhere Genehmigung nicht erhalten hatte.

Zeichnungen, Ueberſchläge und Bedingungen liegen bis dahin auf dem Büreau des Unterzeich neten zur Einſicht offen.

Man bringt dieſes wiederholt mit dem Bemer ken zur allgemeinen Kenntniß, daß nur ſolche Stei gerer zugelaſſen werden, welche Atteſte von ihren Bürgermeiſtereien vorzeigen, daß ſie Kaution zu lei ſten im Stande ſind.

Friedberg den 4. Dezember 1835. Der Kreisbaumeiſter Holzapfel. Gläubiger-Aufforderung. (801) Johann Jakob Bechtel nebſt Frau von Niederwöllſtadt beabſichtigt nach Frankfurt a. M. auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei gr. Landgericht dahier an zumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. 8 Friedberg den 17. November 1835. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg.

Küchler.

5 Edictalla dung. (805) zueber das noch in hieſigen Landen befind liche ga des Peter Schwarz von Clee berg hat

i großherzogl. Hefgericht der Proyjuz Ober heſſen deff Tonches exlgihun und e,