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furt die obenerwähnten Rechte an die Brücke zu Vilbel, es hatte das Privilegium, daß in ihrer Nähe keine befeſtigte Burg erbaut werden dürfe, daß ihre Bürger zollfrei ſeyn ſollten ꝛc.; lauter Vor⸗ rechte, die dem benachbarten Adel läſtig ſeyn muß⸗ ten. Indeſſen finden wir doch auch Verbindungen unter einander. Bechtram von Vilbel, der i. J. 1390 ſeiner Gemahlinn Elſe von Reifen- berg einen Witthumsſitz auf ſeine zu Dorkelweil gelegenen Güter vermachte, ſchloß im Jahr 1391
mit der Stadt Frankfurt einen Vertrag, wonach er
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ſich verbindet, gegen die jaͤhrliche Summe von 500 (ſpäter 600) Gulden die Stadt zu ſchützen binnen der Bannmeile„mit ſein ſelbſt Leibe, ſelbſt ſechſe mit 6 Hengſten, ſelbſt 4 gewapnet mit zween Gle⸗ nen wohlgeritten und wohl erziget“ Als er in der Folge in ihrem Dienſte niedergeworfen wurde, be—⸗ freite ihn die Stadt aus dem Gefängniſſe durch Geld.) Die Freundſchaft kann aber nicht lange gedauert haben. Im Jahr 13999 verbanden ſich die beiden Beſitzer von dem Dorfe Vilbel, Philipp von Falkenſtein und Ulrich V., Herr zu Han⸗ au, mit dem Rathe zu Frankfurt gegen Becht ram und Walther von Vilbel, um„den Bau des Hau⸗ ſes zu gewinnen, niederzuwerfen und mit Gottes Hülfe zu brechen.“) Von dieſer Zeit an ſcheint das Schloß Eigenthum der Herrn von Falkenſtein geworden zu ſeyn. Bechtram aber mußte 1403 ſeine Güter zu Dorkelweil von Frankfurt zu Lehen nehmen, bei welcher Gelegenheit ſeine beiden Brü— der Walther und Heinrich, Paſtores zu Vil⸗ bel, als Zeugen genannt werden. 9 (Fortſetzung folgt.)
Wie man Herr über die Zeit iſt.
Die Herren Philoſophen ſind der Meinung, wir Menſchen wären der Zeit untergeordnet, und wenn ſie voran wollte, könnten wir ſie nicht zurück⸗ halten. Das iſt aber nicht immer und nicht überall wahr, wie Einſender dieſes gleich zu beweiſen gedenkt.
In der Stadt Freetown im Kaffernlande
*) Lersner Chronik v. Frankf. II, 607. 608.
*) Daſelbſt S. 649. 608.
) In der Folge erſcheint Becht ram wiederals Stadt⸗ Hauptmann von Frankfurt. Als ſolcher wurde er im Jahr 1420 wegen eines Verbrechens öſſentlich vor dem Bockenheimer Thor in der Sch ütt enthauptet und
im Gänſegraben beerdigt. Lersner 1, 492.
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herrſcht nämlich folgender ſonderbarer Hebrauch. Wenn der Thürmer daſelbſt des Morgens ſein Kaffeechen trinkt(man verſchmäht dieſes Tränklein dort ſo wenig, wie hier zu Land), ſo pflegt er um halb ſieben Uhr ſieben ſchlagen zu laſſen und dann die Uhr nebſt der Zeit ſo lange zu hemmen, bis er zurückkommt. Wenn das nun auch ein wenig lange währt, was hat's zu ſagen? Die Uhr wartet und wenn's auch hundert und zwanzig Minuten wird, ſtatt ſechzig, bis es acht ſchlägt, ſo bleibt ja mit der Uhr auch die Zeit ſtehen.— Gerade ſo bequem geht's des Mittags. Wenn er ein Bischen frühe zwölf ſchlagen laßt und dann die Uhr einhängt, ſo kann er, bis er wieder kommt, das heißt bis Ein Uhr, recht bequem zu Mittag eſſen, ſein Schlaͤf⸗ chen halten und auch zur Noth noch ein anderes Geſchäftchen verrichten. Die Uhr mag ja warten, und mit der Uhr wartet auch die Zeit. Könnten wir denn ſo etwas nicht auch bei uns einführen? Man hat doch manche Stunde ſo viel zu thun, daß man in derſelben gar nicht fertig wird, wie's jetzt geht, wo wir uns nach der Uhr und Zeit richten müſſen. Richtet ſich aber die Uhr und die Zeit nach uns und unſern Geſchäften, dann iſt der Sache leicht abgeholfen, und wir können nach Bequemlichkeit un⸗ ſer Geſchäft beendigen.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
Hofraithe-Verſteigerung. Freitag den 25. d. M., Morgens 10 Uhr, wollen die Martin Philippö'ſchen Eheleute da⸗ hier ihre Hofraithe, beſtehend in Wohn- und Back⸗ haus Nro. 188 in der Metzgergaſſe, neben Georg Bopp, ſodann einem großen Stalle, neben Georg Rauſch und Jakob Dönges gelegen, auf hieſigem Rathhauſe öffentlich freiwillig an den Meiſtbietenden verſteigern laſſen, wozu die Kaufliebhaber einladet Friedberg den 2. September 1835. Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. Garten-Verſteigerung. (589) Donnerſtag den 1. Oktober d. J., Vor⸗ mittags um 11. Uhr, will Herr Cantor Markel dahier ſeinen hinter dem Schützenrain, 2 Viertel und 12 Ruthen haltenden, neben Georg Krieger gelegenen Garten auf hieſigem Rathhauſe einer offentlichen, freiwilligen, meiſtbietenden Verſteigerung ausſetzen laſſen, wozu Kaufliebhaber einladet Friedberg den 3. September 1835. Der Beigeordnete Jakob Bechſtein.
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