ane f auchn tbleiten wollen, als wenn vor ihnen keine Menſchen
Deutſchland gewohnt und nach ihnen keine Oerter aſelbſt entſtanden wären, ſagen, der Name ſey bgekürzt und komme von Romesbach, d. i. Römer⸗
d erwar⸗ macopo
oßherzogl. ach. Dieſen wollen wir zugeben, daß allerdings in
upfangz, ſer Nähe von Rosbach vielfältige Spuren vom
ee von daſeyn der Römer zu finden ſind, daß es aber
u geteig duch anderwärts gleichnamige Orte gibt, und zwar a, wo ſie ſich beſtimmt nicht angeſiedelt hatten.
Wün, Eine uralte Straße führt von den Umgebungen
HButzbachs nach den Main- und Rheingegenden, und
ird noch jetzt bei trockenem Wetter zuweilen benutzt,
eil ſie viel abſchneidet. Ehemals war ſie weit
hne allg, fequenter, als die Haupt⸗Chauſſee noch nicht errich⸗
Bücher, kt war. Es iſt wahrſcheinlich, daß der ſchöne Quell,
en man hier unweit drr Straße findet, Veranlaſ— ng zur erſten Anſiedelung gab; ob aber das vor, ei oder nach den Römerzeiten geſchah, mögen wir icht entſcheiden, obgleich auch hier wieder Manches
e bekannt⸗ 31%.
2„ Intritt, was für römiſchen Anbau zu ſprechen ſcheint. Y Eben ſo zweifelhaft iſt ein anderer Umſtand.
wei fonſt glaubwürdige alte Nachrichten geben an,
zn meh, fer Abt Waldo von St. Maximin zu Trier habe „, In Jahr 896 die Kirche zu Rosbach zu Ehren des ee, J. Maximin geſtiftet 5. Wahr iſt's, daß dieſes baue da Stift noch ſpäter daſelbſt Beſitzungen hatte, da bei voch nich ben Privilegien⸗Ertheilungen von den Jahren 1044 em guten 10 1051 ein Ort Ruosbah oder Ruosbach ge⸗ 15 wird*); nicht allein aber ſind die andern Fricdbetz“ haibei genannten Orte fehlerhaft geſchrieben, ſondern L was das Wichtigſte iſt— wir wiſſen ſelbſt nicht, — unſer Ros bach dabei zu verſtehen ſey oder nicht, , als wi, gad geben die Sache den Forſchern mit dem Zuſatze ner gethell J bedenken, daß bis in die neueren Zeiten Heſſen⸗ eben, wel, Parmſtadt wegen des vierten Theils von Ober⸗ r welle gosbach Chur⸗Trier als Lehnsherrn huldigen mußte,
eu, weng tswohl das auch, wie wir ſpäter ſehen werden, von ant. alem davon verſchiedenen Verhältniſſe herrühren kann. lange ſtrel
leiten, un 0 1) Mabillon Annal. Benedict. L. VI. Nro. 27. Ich uten, des fann aber dieſe Stelle nur nach Kremers Origg. Nas- Ftühlng sole. S. 47 citiren, da mir das Werk ſelbſt nicht zu Ge⸗ doſenbac bote ſteht. f
9 90 2) Chronicon S. Maximini bei Hontheim prodrom. *„ab Alst. Trév. p. 1005.
n e„%. Hontheim hist. Frev. 1, 381, 388, 380. Vergl. „ Thürmen Sudenus cod. dipl. III, 1041, wo dasſelbe Privilegium n Nömetg ſkeht, der Ort aber Rus bach heißt.
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Deſto beſtimmter bezieht ſich eine andere uralte Nachricht auf unſer Rosbach. Kaiſer Karl der Dicke ſchenkte nämlich im Jahr 884 der Abtei zu Fulda 8 Huben Güter(Mansos) nebſt den Leib⸗ eigenen Werenhere und deſſen Frau, Anſtrat mit 2 Söhnen, Eberolt mit Mathilt, ſeiner Frau und ſeinem Sohn, Adalhoh mit Liutſuvint, deſſen Frau und deſſen Söhnen, Eruvin mit deſſen Frau Oſana und Söhnen— von ſeinem„in der Grafſchaft Adalhards in der Wetterau ge— legenen Orte Rosbach“ Y. So kurz dieſe Nach⸗ richt iſt, ſo wichtige Aufſchlüſſe gibt ſie uns. Wir ſehen hier ein kaiferliches Gut, das wohl durch Eroberung als ſolches aus den Händen der Römer in die der Franken übergegangen ſeyn mag, und wobei auch das alte Verhältniß von hörigen Leuten (Leibeigenen) erſcheint. Hiermit ſchließen aber auch die uralten Nachrichten auf mehrere Jahrhunderte, ohne daß uns weiter etwas bekannt ware. Wir finden nämlich erſt zu Anfang des vierzehnten Jahr⸗ hunderts wieder Nachrichten von Oberrosbach, die uns ſchließen laſſen, daß dasſelbe eine Zeitlang Beſitzthum der alten Grafen von Dietz, und deren Nebenlinie, nämlich der Grafen von Weilnau, geweſen ſeyn muß, daß es aber um dieſe Zeit be⸗ reits in mehrere Theile unter die Glieder getheilt war. Im Jahr 1326 verkaufte nämlich Sifried von Runkel, Probſt zu Gemünden, ſeine Pfaud— ſchaft auf Burg und Stadt Neu-Weilnau ꝛc., die ihm kurz vorher von Heinrich von Weilnau ver⸗ pfändet worden war, ſammt ſeinem„Gut und Gericht zu Rosbach“ an den Grafen Gerlach von Naſſau**). Daß dies aber nur ein kleiner Theil von Rosbach war, geht daraus hervor, daß im Jahr 1405 Heinrich III., Graf von Weiluau, ſeinen Antheil an Rosbach an Philipp, Grafen von Naſſau⸗ Saarbrücken, verkaufte*). Einen
*) Schannat Prad. Fuld. pag. 211. Vergl. Weuck heſſ. Landesgeſch. II, 369. Not. a. 507 not. m. Schmidt Geſch. v. Heſſen II, 176. Beide letzten bemerken richtig, daß das Rosbach, welches das Chronicum Gottwie. II, 507 als eine curtis regia anführt, ein ganz anderes, nämlich das im heſſiſch-fränkiſchen Gau gelegene, iſt.— Jene im Text angeführte Stelle heißt im Original: in Wetereiba in Comitatu Adalhardi ad Rosbach vocato loco.
er) Weuck heſſ. Landesgeſch. Theil I. Urk. S. 105, 112.
r) Pöefköldi Geſch, der Oranien⸗naſſauiſchen Länder Theil II. S. 103.


