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. 5 1 erlaſſene Verfügung(N. 44 des Amtsblatts) hierdurch auf ſämmtliche practiſche a e 90 und practiſche Chirurgen, inſoferne dieſelben in Hoſpitälern und Armenanſtalten fungiren, oder b 1 der Privatpraxis Arme und wenig Bemittelte behandeln, auszudehnen. 5 e e Sie werden ſonach denſelben zu erkennen geben, wie wir ebenfalls von ihnen wünſchen und erwar⸗ hg ten, daß auch ſie ſich in ihrer bezeichneten Praxis bei ihren Verordnungen nach der Armen⸗Pharmacopoe von Dr. Hufeland genau richten und nur ausnahmsweiſe davon abweichen mögen. 5 1 Beikommende Exemplare dieſer Armen-Pharmacopoe haben Sie zu beſagtem Zwecke den Großherzogl.. Na qhyſicatschirurgen Ihres Verwaltungsbezirks, zur Aufbewahrung bei ihren Dienſtpapieren, gegen Empfangs-. beſcheinigung, zuzuſtellen, den practiſchen Aerzten und Chirurgen aber bemerklich zu machen, wie ſie von ehm ſolcher Pharmacopoe bei den einſchlägigen Bezirksarzten Einſicht nehmen können, inſofern ſie nicht geneigt Huch at ſeyn ſollten, ſich dieſelbe anzuſchaffen.„ 1 N 5 du Thill.
5. Soldmann. Subar Oeffentliche Nachricht. e Eine öffentliche Nachricht über das freudige Gedeihen des Mathildenſtifts dürfte nicht ohne allge⸗ meines Intereſſe in dem Kreiſe geleſen werden. Ich bringe zu dem Ende das Ergebniß des Bücher⸗ abſchluſſes vom Monat Februar hiermit zur allgemeinen Kenntniß. b Die Einnahme betrug bis zu dieſem Zeitpunkte, alſo innerhalb 6 Wochen(das Stift wurde bekannt 0 lich am 14. Januar l. J. eröffnet), 0 45 ö.„ 14,163 fl. 31% kr 17 welche in 280 einzelnen Poſten in die Kaſſe eingelegt wurden.%%% ͤ( Die Ausgabe, beſtehend in 111 einzelnen Darlehen und 2 anderen kleinen Aus⸗ 7 5 gabepoſten, beträgt dagegen a 5 8 5 FCC ntrit Es blieb demnach Ende Februar ein Kaſſevorrath von 8 5 3,688 fl. 19% k welcher jedoch bis zum nächſten Zahltag für einzelne Darlehen bereits vollſtändig zugeſagt iſt.. i Unter den Einkagen ſind 500 fl. Gründungskapital und ferner 1055 fl. inbegriffen, welche zu meh er 2 rerer Beförderung der Anſtalt von einzelnen Bewohnern des Kreiſes gegen unverzinsliche Actien à 5. das Stuck in die Kaſſe eingelegt wurden. Aus der Stadt Butzbach allein ſind auf dieſe Weiſe 1010 9 eingekommen. Etwa gleich hoch beläuft ſich die in der Stadt Friedberg und Aſſenheim eröffnete Sub⸗ ſeription auf dergleichen unverzinsliche Actien. Die Erhebung derſelben wird indeſſen erſt im Laufe der nächſten Woche geſchehen, und deshalb iſt auch der Betrag derſelben der wirklichen Einnahme noch nicht beigerechnet worden. Möchten die wohlhabenden Bewohner anderer Gemeinden nach Kräften dieſem guten Beiſpiele folgen. i i b Friedberg den 8. März 1835. Der großh. heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg, abel
Küchler. 92
Ober-Rosbach. darin zu finden, daß der Ort, faſt ſo weit, als wir
Obgleich Rosbach die Ehre hatte, ſchon von in der Geſchichte zurückgehen können, immer getheilt Winckelmann(Beſchreibung von Heſſen und Hers⸗ erſcheint, wo es denn ſchwer hält, anzugeben, wel⸗ feld S. 185.) beſchrieben zu werden, ſo iſt doch ſeine cher Theil darunter zu verſtehen iſt. Wir wollen F Geſchichte dunkler und verwickelter, als irgend eines uns bemühen hier einiges Licht zu geben, wenig, Fah Ortes unſerer Provinz. Dies rührt zum Theil da⸗ ſteus mittheilen, was uns darüber bekannt iſt. her, weil es der gleich- und ähnlichlautenden Orte Ueber den Namen mögen wir nicht lange ſtreis gar viele gibt). Andern Theils iſt die Urſache ten. Einige wollen ihn vom Roß ableiten, u 8. ſchreiben darum Roßbachz andere behaupten, de ) Im Großherzogthum Heſſen gibt es außer unſerm Ober⸗ dabei fließende Bach habe, weil er im Frühlit* und Nieder⸗Rosbach noch 2 Roßbach; ein Rosbach ſonſt mit Roſen prangte, den Namen Roſenbach bote 3 1 eee un e 91700 1925 erhalten, und dieſer dem Städtlein den Namen ge⸗ 10 2 bach gibt's in Ehürbeſſen unwelk Bieber 20. 100 zu geben. Gewiß iſ's wenigſtens, daß das alte Wap⸗ 1 pen der Stadt eine Roſe zwiſchen zwei Thurmen N 0
gedenken jenes durch die Schlacht berühmte Roßbach im Regierungsbezirke Merſeburg. führt. Wieder andere, die alles von den Römern Fu
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