ur Aufnahme eines Kapitals ſchreiten müſſen, ohne liegenſchaften Schwierigkeiten gemacht und Gläubi⸗ zer lieber auf Hypotheken zu 4% als auf bloße Bürgſchaften zu 5% Geld ſchießen, ſind wohl um ſwo weniger ſtichhaltig, als es bei dem geregelten 8 ſchäftsgange der jetzigen Verwaltung keinen An⸗ ſtand haben wird, einer Gemeinde auch ohne förm⸗ ſiche Hypotheke ein Kapital zu ſchießen. Jeden⸗ falls möchte unter gleichen Verhältniſſen eine Thei⸗ ung oder Veräußerung der Gemeinde-Almenden, gleichviel ob Wieſen oder Ackerland, vortheilhafter als eine Adminiſtration von Seiten der Gemeinde erſcheinen. 5
Sehr angenehm ſoll es dem Einſender dieſes ſeyn, etwaige Einwürfe deshalb zu vernehmen, indem dies hier Vorgetragne nur dazu dienen ſoll, dieſe wirklich intereſſante Frage zur weiteren Erörterung zu bringen.“) Vilbel.
St.
9 Indem wir dem Hrn. Verf. für dieſen uns angenehmen Beitrag danken, wünſchen wir mit ihm, daß damit die Sache noch nicht als beendigt angeſehen werden möchte. Insbeſondere möchten wir die Frage unpartheiiſch beant⸗ wortet haben, ob wohl eine Gemeinde, welche früher ihre Almenden verkauft oder vertheilt vat, ſo leicht vermocht werden kann, irgend eine bedeutende Ausgabe, wie z. B. zum Bau eines neuen Schulhauſes u. dgl. aus den Bei⸗ trägen der Gemeindeglieder zu machen, als dies bei dem Beſitze von Almenden möglich iſt? Ob es darum nicht beſſer iſt, daß ſie ſich für ſolche und ähnliche Fälle einen Beſitzthum, wenn er auch etwas weniger rentirt, aufbewahrt?(D. Red.)
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
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10 Hofraithe-Verſteigerung.
(790) Montag den 14. December d. J. Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe, die Hofraithe des Bürgers und Schuhmachermeiſters Heinrich Lohrfink, auf deſſen freiwilliges An⸗ ſuchen, und wegen eines geſchehenen Nachgebotes einer nochmaligen Verſteigerung ausgeſetzt werden, welches hiermit zur Kenntniß bringt.
Friedberg den 24. Novbr. 1835.
Der Beigeordnete Chr. Hecht.
10 Holz⸗Lieferung. *(806) Da die unterm 17. dieſes Monats abge⸗ 4 haltene Verſteigerung der Brennholz-Lieferung für
10 0
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die Marienſchloſſer⸗Anſtalt ihrem Zwecke nicht ent⸗ ſprochen hat, ſo iſt eine anderweite Verſteigerung angeordnet worden und ich beraume zu derſelben Termin auf Dienſtag den 15. December laufenden Jahres an. f g
Indem dieſes hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, fügt man gleichzeitig die Bemerkung bei, daß die Verſteigerung des Morgens um 9 Uhr in meiner Wohnung dahier vorgenommen werden ſoll und daß derjenige, welcher bei der Verſteige⸗ rung mitbieten will, ſich vorher ausweiſen muß, daß er eine Caution von 500 fl. ſtellen kann.
Marienſchloß den 30. November 1835. Funk.
Commerzienrath.
Arbeit⸗Verſteigerung f (824) Mittwoch den 23. Dezember, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Altenſtadt die zur Erbauung eines neuen Schulſaals daſelbſt nöthigen Bauarbeiten, als: f
19 die Maurer⸗Arbeit voranſchlagt zu 587 fl. 15 kr. 9 Steinhauer 7 7„ 193„ 48„ 30 Zimmer 7 7„ 455„ 42„ 4)„ Dachdecker 7 15„ 180 36„ . Schreiner 7„„ 233„2 60 Schloſſer 7 7„ 134/ 10„ * Glaſer 7 77„ 73„ 20 8„ Weisbinder„„ 85„ 15„
Er Summa 1943 fl. 28 kr. nochmals an die Wenigſtnehmenden oͤffentlich ver⸗ ſteigert werden, da die jüngſte Verſteigerung die höhere Genehmigung nicht erhalten hatte. a
Zeichnungen, Ueberſchläge und Bedingungen liegen bis dahin auf dem Büreau des Unterzeich⸗ neten zur Einſicht offen.
Man bringt dieſes wiederholt mit dem Bemer⸗ ken zur allgemeinen Kenntniß, daß nur ſolche Stei⸗ gerer zugelaſſen werden, welche Atteſte von ihren Bürgermeiſtereien vorzeigen, daß ſie Kaution zu lei⸗ ſten im Stande ſind.
Friedberg den 4. Dezember 1835.
Der Kreisbaumeiſter Holzapfel. Gläubiger⸗ Aufforderung. (825) Jakob Stühl ledig von Obermörlen beabſichtigt nach Oransberg auszuwandern. Rechts⸗ anſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei gr. Landgerichte dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 27. Oktober 1835. N Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler.
1 8 Gläubiger-Aufforderung.. (886) Jakob Hahn von Boͤnſtadt beabſichtigt a
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