Intelligenzblatt
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. f im Allgemeinen,
fun den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
ſriaten W 15. Sonnabend, den 11. April 1835. 8 22 2— 5
der hieſſg D. Charfreitages wegen wird die nächſte Nummer dieſes Blattes ſchon den 16. d. M. 1 weßhalb
ich auch enn un auch nur ſolche Inſerate eine
Aufnahme in derſelben finden können, welche ich längſtens bis den 15.*
Nach⸗ C. Binde 1185
ittags 4 uhr in Händen habe. 10 Uhr, h verpacht 8 Obſtbau der Wetterau.
2 Der Obſt⸗ und beſonders der Aepfelbau wird dminiſtram in der Wetterau immer wichtiger und nachgerade I ne der bedeutendſten Quellen des Erwerbs. Wer F ran allenfalls zweifelt, dem wollen wir die aus er Pa nn. ſcherer Hand uns zugekommene Nachricht mittheilen, en laß ſeit dem Herbſt 1832 bis jetzt allein im Kreiſe als Kinde, Friedberg von Privaten 26,654 und von den Gemein—
* 5 len 4619 Obſt⸗, hauptſächlich Aepfelbaͤume an⸗ 97 all d In
z Erpedite epflanzt worden ſind. Welch ungeheurer 1 4. ann hieraus erwachſen! Wenn dieſe 31,273 Ob
e ſaume künftig nur einen jährlichen Ertrag von 2 8 fl. ſind ger eder geben, ſo iſt das für den Kreis Friedberg ein n. Von we 1 einer Gewinn von 62,546 fl. Und haben wir nicht Zäume, die in einem Jahre 10 ja 20 Gulden ein⸗ — 1. ringen? 8 * 5 1 Aber wir wünſchen auch, daß unſere Wetterauer . n der Behandlung der Obſtbäume, als 0 0. Min vichtiger Erwerbsquellen, Figfatger ſeyn möchter „ 4% 0. Wir vermiſſen im Allgemeinen zwei Hauptſtücke: 1.- das erſte iſt, daß in der Regel dem Obſt⸗ daume nicht Raum genug geſtattet wird, um ſich gehörig ausbreiten zu können. Aepfelbaume ſollten 35 bis 40 Fuß, Zwetſchenbäume e nicht unter 15 bis 20 Fuß von einander ſtehen. Nur wenn der Baum ſonnig ſteht und Raum hat,
kr.
März: 4 14.
D. Fin, kann er gehörig Früchte tragen. Wir aber legen — Walder an, und müſſen dann zu unſerm Nachtheile
ſehen, daß nur die Gipfel der Bäume fruchtbrin⸗ gend ſind, und daß ſelbſt da die Bäume jene Dicke und Breite, und die Früchte jene Reife nicht er— langen, als andere, denen man Raum geſtattet. Ihr bedauert aber die Bäume, welche ihr umhauen müßt?— Fragt nur erfahrne Leute; die werden euch ſagen, daß 10 Bäume, welche gehörigen Raum haben, mehr tragen, als 40, die auf demſelben Raume übermäuͤßig zuſammengedrängt ſind.
Ein zweites Stück iſt Mangel an gehöri— gem. und Wegräumen ſchädlicher Aeſte. r fürchtet euch oder n ſigt es, den Bäume en die überflüſſigen Aeſte wegzunehmen; dadurch verliert ihr alljährlich den g den 5 euch gern und willig geben, und macht eure Baume zu Beſen, deren Aeſte und Zweige ſich nicht gehörig entwickeln können und eben darum nicht im Stande ſind, die Früchte zu geben, welche ſie ohne das geben würden. Wahrhaftig, es jammert einen, wenn man an ſo manchen Bäumen vorbei geh t, die vernachlaſſigt daſtehen und darum nicht zu K draft und nicht zu Früchten kommen können. Es iſt uns allemal d dabel zu Muthe, als wenn wir Kinder ſe— hen, die mit ungekämmten Haaren und ungewaſche— nen Geſichtern einher gehen, die, ſtaͤtt fröhlich zu gedeihen, in ihrem Uunrath daran erſticken müſſen.
Schließlich wollen wir hier einen Wuunſch aus— ſprechen, den wir auch ſchon von andern Männern


