Ausgabe 
10.1.1835
 
Einzelbild herunterladen

A ſruck

2 pferd (Land⸗ dieweil

t; dech folgen⸗ r Kur⸗

er auf es war er uns bekannt iel/ ſenden umme ft fur ch auf erlich zahlen er der ſo un⸗ wollte, mpfaln

gen zu haben. Was ſollte nun der Glaubiger thun?

Er berief ſich auf das richterliche Urtheil des Ali Paſcha, und ſtellte dieſem das Unrecht vor, deſſen ſein Mitreiſender gegen ihn ſich ſchuldig mache. Da er aber zur Beſtätigung ſeiner Behauptung weder eine Handſchrift noch einen Zeugen beibringen konnte, ſo läugnete der Angeklagte das Ganze.War

denn nichts an der Stelle, fragte Ali Paſcha, was als Zeugniß für die Verhandlung gebraucht

werden könnte? etwa ein Stein? oder ein Baum? Ja, verſetzte der Kläger, ein großer Platanen⸗ baum ſtand auf dem Platze.)So geh denn, erwiderte der Richter, und bring einen Zweig von dieſem Platanenbaum hierher, und der Andere ſoll indeſſen warten, bis du zurückkommſt. Alſobald eilte der Kläger davon, indeß der Paſcha, wie es im Oriente zu geſchehen pflegt, ſeine Freunde mit hei⸗ tern Geſchichten unterhielt. Als er merkte, daß der Angeklagte mit großer Aufmerkſamkeit der Erzählung zuhorchte, brach er plötzlich ab, und redete ihn mit den Worten an:Nun, Geſelle, iſt der Andere noch nicht zurückgekommen?Zurückgekommen? verſetzte dieſer, Ew. Hoheit, das iſt gar nicht mög⸗ lich, denn die Entfernung iſt nicht gering.Du Schelm, ſprach Ali Paſcha, du kennſt alſo die Stelle, wo du das Geld empfangen haſt, aber von dem Gelde ſelbſt willſt du nichts wiſſen! So⸗ gleich gab er Befehl, dem Böſewicht Stockſtreiche zu geben, und verurtheilte ihn, die entlehnte Summe zurückzuzahlen. 5 Nota. Es freut uns allemak, wenn ein abgefeimter Schelm erwiſcht wird; aber auch eben ſo erfreulich iſt's, wenn die Unſchuld an den Tag kommt.

Mittel, daß Huͤhner im Winter wie im Som⸗ * mer Eier legen. g

In einem Orte bei Lüttich lebt ein Landwirth, der ſeine Hühner auf folgende Art füttert, damit ſie im Winter wie im Sommer Eier legen: Nach⸗ dem er in einem Ofen die Schalen von dem Lein⸗ ſamen getrocknet hat, ſo bringt er ſie unter eine Mühle, um ſie klein mahlen zu laſſen, und läßt ſie hernach in Waſſer ſieden. Dieſe Art von Kleie vermiſcht er mit Waizen⸗Kleie und mit Eicheln⸗ Mehl. Aus dem Ganzen bildet er einen guten ge kneteten Teig, welchen er den Hühnern in Stücken von der Größe einer Bohne reicht. Die Verhält niſſe einer jeden Zuthat ſind ein dritter Theil der ganzen Maſſe.(Aus einem öffentl. Blatte.)

7

Bekanntmachungen von Behoͤrden. Hofraithe-Verſteigerung. 5

(7) In Auftrag großherzoglichen Landgerichts da⸗ hier ſoll Freitag den 13. Februar l, J., Vormittags um 10 Uhr, in hjeſigem Rathhauſe die Hofraithe des Wilhelm Netz dahier, beſtehend in Wohnhaus, Nebenbau, Brauerei, Scheuer, Stall, Garten und Grund, an Johann Oberländer und der Stadt Fried⸗ berg am fauerbacher Thor gelegen, öffentlich meiſt⸗

bietend unter den alsdann bekannt gemacht werden⸗

den Bedingungen verſteigert werden. Friedberg den 2. Januar 1835. f Der Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe-Verſteigerung. (8) In Auftrag großherzoglichen Landgerichts ſoll Montag den 26. d. M., Vormittags halb 11 Uhr, in hieſigem Rathhauſe die Hofraithe der Jakob

Simmrocks Eheleute, beſtehend in Wohnhaus, Scheuer,

Grund und Garten, an Ludwig Sellin und Philipp Söllner jun. in der Seegaß gelegen, einer noch⸗ maligen öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt, und wenn ein annehmbares Gebot geſchieht, der Zu⸗ ſchlag ſogleich ertheilt werden. Friedberg den 6. Januar 1835. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Garten⸗ und Wieſen⸗Verſteigerung. (9) Montag deu 26. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe der Nachlaß des Johannes Rollhaus, beſtehend in Pag.[Nr. Ruth. 11916 9% Garten an der Hockenmühle, 2te Ge⸗ wann, an Friedrich Auguſt Sölluer und Engelhard Rollhaus gelegen, 122 251 Garten an der Langgaß, Zte Gewann, an Conrad Auguſt Schulze und Engel⸗ hard Rollhaus gelegen,

823263 Wieſen im Ried in der 2ten Abthei

lung, an Martin Simon in der Burg⸗ Gemarkung gelegen, zehntfrei, öffentlich an Meiſtbietende unter den bei der Ver ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert werden. Friedberg den 6. Januar 1835. In Auftrag großh. Landgerichts, Der Bürgermeiſter D. Fritz. Planirarbeit und Mauerabbruch. (10) Montag den 19. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ſoll an Ort und Stelle das Abheben und Planiren des Kirchhofs an der Hauptkirche in der Stadt, ſo dann das Abbrechen eines Stückes Mauer, von 27 Klafter Länge, zwiſchen dem rothen Thurme und dem fauerbacher Thor, öffentlich an Wenigſtueh mende verſteigert werden. Friedberg den 8. Januar 1835. Der Bürgermeiſter D

Fultz.