Ausgabe 
8.8.1835
 
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N 0 Noch ein Woͤrtchen uber Kleinkinderſchulen. 4 0 In Nro. 18. des Intelligenzblattes vom vorigen uche ent 1 befand ſich eine Anfrage wegen Errichtung 1835. von Kleinkinderſchulen. Der Verfaſſer glaubte, Winter. 0 daß das, was dort geſagt wurde, nicht auf uafrucht⸗ f. baren Boden fallen würde, und hatte zwar die eine Qu Freude, zu vernehmen, daß wirklich hier und da die * Sache, die eine wahrhaft chriſtliche und menſchliche 885. iſt, zur Sprache gebracht wurde, noch aber nicht Schultzeiſf die Befriedigung, daß ſie in irgend einem Orte in hoch, unſerm Kreiſe zur Ausführung gekommen iſt.

b kent, U Da ſie ihm, und mit ihm gewiß noch andern 1 unſerer Leſer, ſehr am Herzen liegt, ſo will er hier

nur mittheilen, daß er die am 28. Mai 1833 zu Darmſtadt errichtete Anſtalt ſelbſt beſucht und ſich in derſelben genau umgeſehen hat, ſo daß er ſie ziemlich kennen gelernt zu haben glaubt, und die Ueberzeugung gewann, daß eine ſolche Anſtalt, wenn auch im Kleinen, an jedem Orte errichtet werden kann, wo nur einige Perſonen ſich finden, welche Luſt und Liebe zu einer ſo heilſamen Sache der Menſchheit haben. Wem es daran liegt, ſich hierüber weiter belehren zu laſſen, dem erbietet er ſich mit Vergnügen, weitere und nähere Auskunft 9 zu geben. Einſtweilen bemerkt er, daß es wahrhaft

ſe 0 1000 rührend iſt, das Leben und Treiben in einer ſolchen . 15 1 Anſtalt näher zu ſchauen. Denke dir nur, Leſer und

1 Leſerinn, die ihr Kindesſinn habt, ein von dem f ſtörenden Treiben der Welt etwas abgeſondertes Lokal mit einem freundlichen, ſonnigen Hofe, der g 4 mit Sande beſtreut und theilweiſe bedeckt iſt, damit

Sonnabend, den 8. Auguſt

Intelligenzblatt

für die

Mrovinz Mberhes sen

im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

1835.

die Kinder auch zur Noth bei Regenwetter in Freien ſpielen können. So wie du eintrittſt, ſiehſt du dich von einer Schaar Kinder umgeben, alle zwiſchen 2 und 6 Jahren, alle mit einem Kittel und einem Schürzchen verſehen. Ein Theil ſpielt mit Puppen, ein anderer mit Klötzchen, ein dritter ſitzt auf Schau kelpferden, wieder ein anderer arbeitet im Sande. So wie du in ihre Mitte kommſt, eilen Schaaren herbei und reichen dir ihre Händchen zum freundli⸗ chen Willkomm hin. Es iſt 11 Uhr Mittags, und die Kinder werden zum Eſſen gerufen. Die klein ſten ſitzen auf Stühlchen, einige ſogar auf dem Schooße der Wärterinnen, die größeren auf der Erde vor dem niedrigen Tiſche. Jedes erhält in einem irdenen Teller ſeine wohlbereitete Suppe und ein Stück wohlausgebackenes Brod. Wer noch Appetit hat, laßt ſich zum zweiten Male holen, bis er geſättigt iſt; denn außer Suppe und Brod kommt nichts auf den Tiſch. Iſt's warm, ſo legt ſich nun ein Theil der Kleinſten auf Strohmatten, und hält ſein Schläfchen, während die größeren Madchen die Tiſche abräumen, die nun gereinigt werden. In jedem Zimmer iſt eine Wärterin, welche gleich bei der Hand iſt, wenn's Noth hat, die Spielſachen reicht und auf Ordnung ſieht. Eine Aufſeherinn überwacht das Ganze, und ihr zur Seite ſieht man täglich ein weibliches Mitglied des Vorſtandes. Dann uad wann erſcheint auch ein Lehrer, und ertheilt Unterricht, wie er für ein ſolches Alter ange meſſen iſt, das heißt er lehrt, was die Mutter ihre Kindern zu lehren hat, z. B. zahlen, die Namen der Gegenſtände, die ſich in der Stube befinden,