dieſe Gemeinden unter einer und derſelben, der großh. heſſiſchen Staatsregierung, vereinigt und an⸗ ſtatt unter 19 Verwaltungen nur unter Einer Ver⸗ waltung verbunden ſind, dieſe Verſchiedenheiten allmählig verſchwinden und Alle der Wohlthaten der Civiliſation immer mehr und gleichmäßiger
theilhaftig werden ſehen.. 0 Leibeigenſchaft und Frohndpflicht ſind ſeitdem
gefallen, es hat die für die Unterthanen ſo bedrük⸗
kende Steuerfreiheit zu beſtehen aufgehört und der Entlaſtung des Grundeigenthums iſt die unabläßige Fuͤrſorge unſerer Staatsregierung gewidmet. ö
Wohlgeordnete Unterrichts- und andere öffent⸗ liche Anſtalten und Einrichtungen, gegründet auf gleiche Anſprüche aller Lands- und Kreisbewohner daran, ſichern zugleich für Alle rege Fortſchritte in geiſtiger und moraliſcher Beziehung und laſſen uns mit immer größerer Zuverſicht dem freudigen Ziele höherer Vervollkommnung als Menſchen und Staats⸗ bürger entgegengehen.
Was die Einheit und Vereinfachung der Ver⸗ waltung in dem Kreiſe Friedberg Nützliches gelei⸗ ſtet hat, werden wir demnächſt beſonders erörtern.
ö(Fortſetzung folgt.)
Verbeſſe rungen. 5
In unſerm vorigen Blatte leſe man Seite 146 erſte Spalte Zeile 10 von oben Brunnenſchacht ſtatt Brunnenſchaft, und Seite 148 Zeile 9 von unten bei dem Artikel„Mohnſaamenzucht betreffend/ — iſt die Winterſaat— eine der ſchönſten anzuſehen ſtatt Wiede rſaat,— einer dc. ꝛc.
Die Redact.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
NN Hofraithe-Verſteigerung. (265) Mittwoch den 10. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe, wegen Hülfsvoll⸗ ſtreckung, die Hofraithe des Georg See dahier, be⸗ ſtehend in Wohnhaus, Ställchen und Grund mit Nr. 258 gezeichnet, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.„ Friedberg den 22. April 1835. In Auftrag großh. Landgerichts, Der Beigeordnete Chr. Hecht. Edictalla dung. (344) Großherzogliches Hofgericht hat uͤber den Nachlaß des Bäckers Anton Feger zu Butzbach den Concurs erkannt und die unterzeichnete Gerichts⸗ ſtelle mit deſſen Eröffnung und Leitung beauftragt. Alle bekannte und unbekannte Gläubiger des gedach⸗ ten Anton Feger werden daher aufgefordert, ſo ge⸗ wiß in dem auf ö
beſtimmten Termin ihre Forderungen gehörig zu liquidiren, gleichzeitig ſich auch über Vergleichsvor⸗ ſchläge und die Wahl eines
fügt resp. angenommen werden wird, daß ſie der een der Mehrheit der Gläubiger beigetreten eyen. 1 ee eee 2 1 5 Friedberg den 12. Mai 1835. Großh. heſſiſches ang deff 11 Hofmann. la dun g.
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Edictal e
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Deſto erfreulicher iſt es, wenn wir ſeitdem Montag den 6. Juli d. J., Morgens 8 Uhr,.
Maſſekurators zu er⸗ ech klären, als ſonſt der Ausſchluß von der Maſſe ver⸗
laſſen werden, welche Atteſte von ihren Bürgermei⸗
(345) Georg Fiſcher's Eheleute zu Aſſen⸗ Faulen, heim haben unter'm 7. Januar 1818 von Georg erden! Weith zu Ilbenſtadt, unter Verpfändung ihre dr Wohuhauſes, ein Kapital von 250 fl. entliehen 1 und wurde die desfallſige Obligation, nach denn Erklärung des urſprünglichen Gläubigers, ſpater 4 der Frau Gräfin von Leiningen Weſterburg cedirt. Nach der Letzteren Angabe iſt jene verloren gegn: 1 gen und kann jetzt, wo die Schuld von den Erben 1 der Fiſcher'ſchen Eheleute abgetragen werden ſoll,(ö352) nicht mehr vorgelegt werden. 1 55 det Auf Antrag der dermaligen Gläubigerin wer 9. den daher alle, welche aus der fraglichen Verpfän⸗ 135 dung und auf die erwähnte Obligation Auſprüche 1 bilden zu können vermeinen, aufgefordert, ſolche ſo aug d gewiß binnen 3 Monaten von heute an, hier gel⸗. tend zu machen, als ſonſt jene für mortiſicirt er⸗ U klärt und der desfallſige Eintrag im Hypotheken buche gelöſcht werden wird. 3 b Friedberg den 13. Mai 1835. e Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt.(383 Hofmann. jſollen Arbeit⸗Verſteigerung. Eau (373) Donnerſtag den 11. Juni, Vormittags 99 3 Uhr, ſollen auf der Gemeindeſtube zu Steinfurt die 1 9 zur Erbauung eines neuen Schulſaals daſelbſt nöthis 1 gen Bauarbeiten, als: g 1 8 1) die Maurerarbeit, voranſchlagt zu 548 fl. 29 kr. 0) 2) die Steinhauerarbeit„ 28% 18 3) die Zimmerarbeit 5„ 406% 587 0 4) die Dachdeckerarbeit„„ 188, 19 12 5) die Schreinerarbeit„ n 230% 2 4 90 6) die Schloſſerarbeit„ 95% 38, 7) die Glaſerarbeit 1„% 89„ 20% J e d 8) die Weißbinderarbeit 139% 20%(dun. Summe 1726 fl. 42 fr. liege an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert wer⸗ ten den. Zeichnungen, Ueberſchlaͤge und Bedingungen g liegen bis dahin auf dem Büreau des Unterzeichne⸗ lein ten zur Einſicht offen. ö r laſſer Man bringt dieſes mit dem Bemerken zur all⸗ ſterei gemeinen Kenntniß, daß nur ſolche Steigerer zuge⸗ Sun


