ten zwingen wollen, gewarnt worden. Das wahre Betrugs⸗Verfahren findet man aber dort gar nicht berührt; deswegen will Einſender dieſes es hier be⸗ kannt machen, wie es ihm wenigſtens von einem ſolchen Herrn gemacht wurde.
Einſender ſchickte das ihm in einem Brief zu⸗ geſandte Lotterie⸗Loos verſchloſſen wieder zur Poſt nach Frankfurt. Nach Verlauf mehrerer Tage kommt der Brief ſcheinbar uneröffnet zurück, und Einſender bezahlte der Poſt die Auslage. Als er den Um⸗ ſchlag öffnete— da fand ſich, daß das Loos ſehr geſchickt herausgenommen war.
Einſender mochte damals nicht weiter gehen. Wer aber in denſelben Fall kommt, und will den Betrüger entlarven, der laſſe den Brief gerichtlich oͤffnen, und hüte ſich, es für ſich ſelbſt zu thun.
Anfrage. Weiß niemand nähere Nachrichten über Phi⸗ lippseck bei Münſter und über die Kapelle zu Marienzell bei Bodenrod mitzutheilen?)
*) Wir hoffen über beide gelegentlich wenigſtens Einiges mitzuiheilen. Die Redaction.
Bekanntmachungen von Behoͤrden. Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz-Verſteigerung im oberauer Gemeindewald. (1) Freitag den gten Januar 1835, Vormittags 9 Uhr, ſollen im oberauer Gemeindewald 25 Stämme Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt an dem Weg zwiſchen Altenſtadt und Rommelhauſen im Wald. Höchſt a/d. Nidder den 21. Decbr. 1834. Schmidt, Bürgermeiſter. Holzverſteigerung. (2) Freitag den 9. Januar 1835, Vormittags um 10 Uhr, ſollen in dem Gemeinde-Schöneichwald zu Niederwöllſtadt, und zwar an Ort und Stelle, fol⸗ gende Holzſorten, als: f 26 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 11 75„ Prügel, 41„ Stockholz,
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79 Eichen⸗Bau⸗ und Werkholz⸗Staͤmme,
65 Haufen Eichen⸗Reiſer,
3 Stück Rehen, a zaͤffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Käufer, welche ſich mit vorſchriftsmäßigem Bürg⸗ ſcheine verſehen, erhalten Credit bis zum Martini⸗ Tag dieſes Jahres.
Die großherz. Bürgermeiſter werden hiedurch erſucht, dieſe Verſteigerung in ihren Gemeinden durch die Schelle gefälligſt bekannt machen zu laſſen.
Niederwöllſtadt den 2. Januar 1835. Der Bürgermeiſter Bauſch.
v ιπ]νον
Bekanntmachungen von Privaten.
Zeichenſchule. 7. (3) Die Zeichenſchule für Bauhandwerker be⸗
ginnt wieder mit dem 11. Januar 1835, welches
andurch zur Kenntniß bringt f Friedberg den 31. December 1834.
Hechler. Saamenhandlung. (4) Einem hieſigen und auswärtigen Publikum mache ich andurch die Anzeige, daß ich mit Anfang des Jahres 1835 eine Saamenhandlung etablire und alsdann bei mir alle Sorten Blumen, Gar⸗ ten⸗, Feld⸗ und Waldſaamen zu haben ſind. Ich werde mir ſtets angelegen ſeyn laſſen, durch echten,
reinen, friſchen Saamen und billige Preiſe Jeder⸗
manns Zufriedenheit zu erwerben. Preiskourante ſind unentgeldlich zu haben. Friedberg den 29. December 1834. 5* Michael Jung. Strohverkauf. (5) Donnerſtag den öten Jannar l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden in der Wohnung des Unter⸗ zeichneten zwei Fuder Kornſtroh meiſtbietend verkauft. Fauerbach II. den 1. Januar 1835.
In Auftrag: Schullehrer Alles.
Pferde- und Wagen Verkauf.
(6) Verſchiedene zugerittene und eingefahrene
gute Pferde, ferner ein ſehr eleganter Phasétou⸗ Wagen ſind zu verkaufen, durch f Das allg. Geſchaͤfts⸗Buͤreau zu Roͤdelheim.
1 Vie et an fep eie
der Bäcker und Metzger vom 29. Septhr. bis zum 6. Okt. Für 1 kr. Milchbrod 6 Loth— Quint.
„ 1 kr. Gemiſchtes 5 5„
„ 8 kr. Laden⸗Brod 4 Pfund 10 ⸗—
„ 6 kr. dito. 3 77 7 2„
„ 4 kr. dito 2 5„„—
„, 2 kr. dito FFF„ 4 pfund Ochſenfleiſch g 5 1. 11 kr. 1„ Nierenfett 1 I 0 1 1 8 20 kr. „ Kalofleiſch 0 5 e 5 10 i 6 kr. 1„ Hammelfleiſchch 2 kr. E„ Schweinenfleiſch 5 0 5 8 9 kr.
1 Pfund Leber- und Blutwurſt 5 1 5 1er. 1„ Bratwurſt 7 8 0 1 1„ 14 1„ Schwartenmagen 5 8 1. 16 kr. I- ů 8 pP 1% Dorſſteiſch; n 1% Schmal); 5 5 5 1 18 kr In der Judengaſſe bei den Metzgern: 1 70 Kühfleiſch* 15 0 0 2 8 N „ Rindfleiſch 4 2 85 7 5 45 7 kr.
Fruchtpreiſe. Waizen 6 fl. 10 kr. Gerſte 3 fl. 35 kr. Korn 4 fl. 35 kr. Hafer 3 fl. 10 kr.
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in. Friedberg,


