. Briefgelegenheit nach Amerika. (537) Den 10. Auguſt 1835 trete ich meine zweite Reiſe nach Baltimore in den Nordameri⸗ kaniſchen Freiſtaaten au. Ich erbiete mich daher, Briefe, das Stück à 1 fl., frei bis dahin mitzu⸗ nehmen und ſolche perſönlich in einem Umkreiſe von 45 Meilen auf das Beſte zu beſorgen und mich durch Empfangsbeſcheinigung zu legitimiren. Per⸗ ſonen, welche ich nicht ansfindig machen kann, werde ich durch deutſche Zeitungen auffordern laſſen.— Unter Gottes Schutz und Schirm hoffe ich von meiner Rückreiſe im März 1836 wieder dahier ein- zutreffen, ebenfalls Briefe von dort hierher befördern, und den Beweis ablegen, daß ein Jeder, welcher mir Zutrauen geſchenkt, keine Urſache zu Beſchwerde haben wird.— Wem alſo ſeine Angehörigen lieb und theuer ſind, der laſſe dieſe Gelegenheit nicht unbenutzt.— Zur Nachricht diene daher weiter, daß ich den 12. Auguſt in Gießen eintreffe, mich 2 Tage aufhalte und im Rappen logire, dann den 15. Au⸗ guſt nach Marburg komme und daſelbſt in der Sonne, auf dem Markt, ebenfalls 2 Tage verbleibe; dann nach Caſſel reiſe, woſelbſt ich auch 2 Tage im Engel, auf dem Markt, logire.— Ich erſuche die Herrn Geiſtlichen und Bürgermeiſter, dieſe Be⸗ kanntmachung Ihren Gemeiden gütigſt zu eröffnen.— Meine Wohnung iſt bei Herrn Sinnigſohn in der Rheinſtraße. F. C. Bitſch, f Bürger und Kaufmann in Darmſtadt. Backhaus zu verpachten. (538) Dienſtag den 11. Auguſt l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll die Behauſung nebſt Backofen des Fried- rich Graff dahier auf weitere ſechs Jahren ver⸗ pachtet werden, wobei auch zugleich die Bäcker— geräthſchaften mit übernommen werden konnen. Die vortheilhafte Lage dieſes Hauſes ſichert einem thäti⸗ gen Bäcker gewiß ein reichliches Auskommen. Friedberg den 30. Juli 1835. Die Curatoren: Phil. Preuſſer und Chr. Fritz. Ein braves Kindermädchen, g (539) das ſogleich in Dienſt treten kann, wird gefucht: Ausgeber dieſes Blattes ſagt von wem. Empfehlung. (540) Unterzeichneter empfiehlt ſich einem geehrten Puplikum, mit einer Auswahl der modernſten Muſtern Cattun von 10 bis 30 kr. pr. Elle, Baumwollen⸗ zeuge von 6 bis 18 kr. pr. Elle, allen Sorten Lein⸗ wand, weißen Waaren, Halstücher, Taſchentücher, Strümpfen, Handſchuhen und allen in dieſes Fach einſchlagenden Gegenſtänden; ſo wie auch in allen Sorten kurzen Waaren, und verſpricht die prompteſte
und reelſte Bedienung. M. L. Gredel, Judengaſſe Nro. 8.
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Ein Zimmergeſchirr nebſt Mannskleider (542) ſollen Montag den 3. Auguſt l. J., Mit tags 11 Uhr, in der
1 a 2 Hammel⸗ und Zinn⸗Scheibenſchießen (543) Sonntag den 16. und Montag den Auguſt l. J. hält Unterzeichneter ein
geſelligen hoͤflichſt
auch für gut beſetzte Tanzmuſik, f und ſehe einem recht zahlreichen Zuſpruche entgeg
75 .
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Behauſung der Wittwe Bin f
gel dahier verſteigert werden. 1 Schwalheim den 30. Juli 1835. 9 N Conrad Jenet
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0 Hammel⸗ und Zinnſcheibenſchießen,
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welches Sonntags nach dem nachmittägigen Go 6 5
dienſte, und Montags Vormittags 10 Uhr anfang
Ich lade alle Freunde des Schießens und daf Unterhaltung mit dem Bemerken hiern ein, daß für alle Erforderniſſe, name tl beßtens geſorgt f 1 egel hre Niederrosbach den 30. Juli 1835. bon 6 n 5 f Phil. Winter. daß d Aepfelwein Verkauf. I barer (544) Bei dem Unterzeichneten iſt eine Quantſi Freu Aepfelwein Ohmweiſe zu verkaufen. I Sache
Fauerbach II den 23. Juli 1835. 1 i Pachter Schultheis. e
di Ein Logis eine Stiege hoch, 5 (545) daß ſogleich bezogen werden kann, it f
vermiethen bei Georg Staubie am fauerbacher Thor. 1
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FPruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: i d Waizen: 6fl. 40 kr. Korn: 5 fl. 3okr. Gerſte: 4 fl. 30 zem Hafer: 4fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. lebe Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 27. Julß wem Waizen: 6 fl. 5 kr. Korn: 4 fl. 30 kr. Gerſte:— fl.-wer
Hafer: 4fl.(kr. Kohlſaamen: 13 fl. 9 kr. Erbſen:— fl. 0
Früchte⸗Preiſe zu Mainz, am 24. Juli: Waizen: 7 fl. 15 kr. Korn: 5 fl. 5 kr. Gerſte: 4 fl. 5 Hafer: 4fl. 54 kr. 0 sc
Verkaufs⸗Preiſe uu
der Bäcker und Metzger ſind unverändert gebliekh! rühr außer Hammelfleiſch, welches 8 kr. und in Ant Judengaſſe 7 kr. koſtet. 9 1 beser
Für die Richtigkeit: Der Beigeordnete Bechſte ſure ek
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl
Bindernagel in Friedberg.
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