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zeiſe, ſo wie des Fleiſches und anderer Naturer— eugniſſe Epoche machten, wurde der Grund zu inem kraftvolleren Betriebe des Ackerbaues unſerer Zegend gelegt und der Landmann durch den beſſern Zerkauf ſeiner Erzeugniſſe nicht allein angeſpornt, ein Feld mit mehr Fleiß und Sorgfalt zu beſtellen, ondern auch zugleich in den Stand geſetzt, mehr auf Zieh und Ackerwerkzeuge verwenden zu können. Gleich— eitig trug auch zu mehrerer Vervollkommnung des lckerbaues die um das Jahr 1744 bei uns einge⸗ ührten Kartoffeln bei, welche zu der Zeit in unſer Feldſyſtem aufgenommen wurden, und in den folgen— en Jahren, beſonders in den letzten Jahren des ſebenjährigen Krieges und noch mehr in den Miß— ahren von 1770 bis 73 inclusive ihren großen dutzen bewährten, indem ohne ſie in den getreide— ermen Gegenden, wie im Vogelsberg, Weſter- und Odenwald, Hungersnoth entſtanden wäre. Hierdurch urmuntert, wurde dieß für Menſchen und Vieh gleich nutzbare Gewächs überall und in Menge angepflanzt end ſo der Hungersnoth vorgebeugt. Mit dieſem vortrefflichen Gewächſe, das in jedem Boden gedeihet, durde zu gleicher Zeit der bis daher im Kleinen ſetriebene Kleebau durch die Einführung des Dung— alzes und des nachher für vortheilhafter befundenen Bypſes und deſſen Gebrauch die Vegetation deſſel— en mehr befördert und geſichert und der Anbau mehr erweitert, wozu die Wiedertäufer nicht wenig murch ihre muſterhaften Wirthſchaften beitrugen. Mit dieſen zwei Gewächsarten, den Kartoffeln imd dem Klee, veränderte ſich zugleich der bis ahin verkannte Fruchtwechſel, welcher jetzt als ein um gedeihlichen Fortkommen vorzügliches Beförde— ungsmittel eingeſehen und gewürdiget und mit einer weckdienlicheren Brach- und Sömmerungscultur in Verbindung gebracht— und hierdurch ein beſſeres Perhältniß zwiſchen Ackerbau, Viehzucht und Futter— tau bewirkt— das vorher beſtandene Verhältniß zwiſchen Korn und Waizen aber gar ſehr verrückt- und von letzterem ſeines ſtärkeren Gebrauchs und Werths halber mehr angebaut wurde. Was in dem Ferlaufe bei dem ſo weit gediehenen Kartoffelbau en beſonderes Beförderungsmittel des Viehſtandes und Düngererzeugung abgab, waren die in den
achtziger Jahren entſtandenen Kartoffelbrennereien,
ke im Anfang ihrer Entſtehung unbedeutend waren, ſch in der Folge aber dermaßen erhoben, daß ſie das Korn gänzlich verdrängten. Es gieng mit die—
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ſen Kartoffelbrennereien, wie mit jeder neuen Er⸗ findung, die im Kleinen beginnt, und ſich nach und nach zu mehrerer Vervollkommnung erhebt und aus— bildet. So wurden in vorgedachten achtziger Jahren zuerſt Kartoffeln in geringer Anzahl mit Gerſten— ſchrot und Korn vermengt und zu Branntwein ge— brannt, und als dieſer Verſuch gelang, die bloßen Kartoffeln mit einem Zuſatz von Gerſtenſchrot dazu gebraucht, die Kartoffel ſelbſt aber durch den heißen Dampf eines zu dem Ende neben dem Branntwein— keſſel aufgeſtellten mit Kartoffeln angefüllten Faſſes, in welches der heiße Dampf aus dem Keſſel ver— mittelſt der am Dute angebrachten Rohre geleitet wird, gar gekocht. Die hierdurch bewirkte nicht un— bedeutende Hol! Farniß, die ſpätere Einführung der Braunkohlen, ſo wie die hohen Preiſe des Brannt— weins und des Viehes, vermehrten die Brennereien ungemein; was beſonders der Fall war in den neun— ziger Jahren, noch mehr aber im Jahre 1813, nach dem Mißjahre 1822 und den gleich zu achtenden außerſt wohlfeilen Jahren von 1823 bis 26 inclu- sive, welche in den Jahren 1827 und 28 Veran⸗ laſſung zur Anlegung vieler Brennereien gaben. Mit dieſen Verbeſſerungen war man ſo weit vorgeruückt, als um's Jahr 1810 eine neue Steuereinrichtung eingeführt wurde; um die Abgaben, die ſich ſowohl von Seiten des Staates als der Gemeinden ver— mehrt hatten, von denen jetzt die Intereſſen und andere Koſten beſtritten werden mußten, zur rech— ten Zeit herbeizuſchaffen, war man genöthigt, alle Mittel aufzubieten. Es wurden zu dem Ende alle wüſtliegenden Laͤndereien angerodet und in Culturſtand geſetzt, und die Almenden, deren Benutzung zuvor unter die Gemeindsglieder vertheilt waren, wurden jetzt eingezogen und meiſtbietend ver— ſteigert, ſo wie die ſtandesherrlichen Güter jetzt entweder verkauft oder aufs Höchſte verlehnt wurden, und hierdurch der Beſitzer ſolcher Güter mit aller Anſtrengung ſich die Beſtellung ſeiner Ländereien angelegen ſeyn laſſen mußte, um ſeine Entrichtun— gen abführen zu können, wobei ſo mancher Ein⸗ wohner zu Grunde gieng. Bemerkungen hierzu.
In dem Verlauf von 1648 bis zu Ende des Jahrhunderts ſtanden und blieben die Güter- und Fruchtpreiſe ſtets niedrig, und zwar kaufte man in dem nächſten decennio nach dem Kriege den Morgen Land unter zehn Gulden, ſpäter um das Jahr 1670 und 71 wurde das Achtel Korn in Frankfurt mit


