Ausgabe 
29.11.1834
 
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luſtigung veranſtaltet werde.

Intelligenzblatt

für die

Hberhes sen

im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

* 13.

Die dreihundertjaͤhrige Jubelfeier der lutheriſchen Bibeluͤber ſetzung in der Pfarrei Melbach am 2. November 1834.

Die dreihundertjährige Jubelfeier der lutheri ſchen Bibelüberſetzung iſt am 2. November d. J. auch hier ſehr feſtlich begangen worden.

Schon die 8 Tage zuvor geſchehene Ankündi gung derſelben fand einen ſolchen Anklang, daß den folgenden Tag der großh. Bürgermeiſter und ein Mitglied des Schulvorſtandes im Namen der Ge meinde mir den Wunſch ausdrückten, daß zum blei benden Andenken an dieſe Feier ein Baum gepflanzt und außerdem der Schuljugend eine beſondere Be Ich unterſtützte mit Vergnügen die Ausführung dieſes Wunſches, und es

wurde nun gemeinſam beſchloſſen, auf dem Haag,

einem nahe am Dorfe gelegenen, mit den Ruinen eines Heiligen-Häuschens) verſehenen, Hügel, dem höchſten Punkte der Umgegend, jenes Denkmal zu errichten und zu dem Ende den nachmittägigen

% Gottesdienſt an dieſer Stelle zu halten.

Die Schuljugend wurde die Woche über von dem Zwecke und der hohen Wichtigkeit des Feſtes belehrt und ihr die Sorge für die Ausſchmuͤckung

des Baumes überlaſſen.

In dieſem Heiligen-Haͤuschen, wie es noch genannt wird, ſoll das Bildniß der heiligen Ottilie, der es geweiht ge weſen, geſtanden haben. Kl.

Wir werden, wenn wir ſeiner Zeit die Geſchichte von. Melbach geben, dieſes Häuschens und des ſ. g. Haags weiter gedenken.

Die Redaetion.

Sonnabend, den 29. November

1831.

Die Gemeinde bezeigte ihr Wohlgefallen an den getroffenen Anordnungen durch die reichlich einge gangenen freiwilligen Beiträge, mit denen die Koſten beſtritten werden ſollten. Niemand, auch der Aermſte nicht, ſchloß ſich aus. Alle gaben nach ihren Kraäf ten, viele über ihre Kräfte.

Die Schulkinder waren unterdeſſen auf's emſigſte für die Verſchönerung des nahen Feſtes beſorgt. Gärten und Wälder wurden von ihnen durchſucht, um die letzten Blumen und grünen Zweige des Jahres, welche der Herbſt noch verſchont hatte, zu dem Kranze zu ſammeln, mit welchem ſie den Feſt baum ſchmücken wollten.

Am Vorabend des Feſtes wurde mir noch eine freudige Ueberraſchung zu Theil. Mehrere Freunde des göttlichen Wortes hatten ſich vereinigt, der Kirche als Zeichen ihrer Verehrung des großen Re formators eine koſtbare, in Saffian gebundene und mit goldenem Schnitt verſehene Bibel zu verehren, und ließen mir durch einen Abgeordneten dieſen ihren Entſchluß mittheilen. Im Namen der Kirche nahm ich ihr Anerbieten dankbar auf, und bedauerte nur, daß nicht ſchon morgen durch Ueberreichung dieſes Geſchenkes die Feier des Tages erhöht werden konnte. Ich gab zugleich dieſer Bibel im Voraus die ſchöne Beſtimmung, nach hundert Jahren Enkeln und Urenkeln dieſer Gemeinde zu verkündigen, wie ihre Voreltern die 300jährige Jubelfeier der lutheri ſchen Bibeluͤberſetzung begangen haben, weßhalb ſie denn auch, außer den Namen der achtbaren Geber, mit einer ausführlichen Beſchreibung dieſer Feier