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Nädchen; weiter die Männer und Burſcheu; endlich de Weiber und Jungfrauen.
Am Ende des neuen Begräbnißplatzes iſt ein enfacher aber in edlen Verhältniſſen ausgeführter Ttar von Raſen, unten mit drei Stufen verſehen, ben mit einem weißen Kreuze geziert, errichtet Geſſen obere Stufe als erhöheter Standort zu haltung der Leichenreden demnächſt ſich vorzüglich nen wird), an deſſen linker Seite die Muſik auf⸗ gſtellt war. So wie die Spitze des Zuges ſich am (ängange zeigte, ertönte ein feierlicher Choral, der ebſt dem Läuten der Kirchenglocken und dem hellen ſteundlichen Tag und der ſchönen Ausſicht auf die furchtbare, liebliche Wetterau einen unbeſchreiblich vohlthuenden Eindruck machte. Nachdem der Zug aigelangt und rechts und links des Altars ſich gordnet hatte, ſchwieg Glockengeläute und Muſik, und der von Dir wie von mir, ſo wie von ſeiner Gemeinde verehrte würdige Diener des Herrn ſprach, krieend an des Altares Stufen, ein kurzes Gebet, nuch welchem das Lied: Bedenk' o Menſch——— gungen wurde. Hierauf folgte die Rede, von der i Dir demnächſt eine Abſchrift ſchicken zu können hoffe; ich wünſchte, eben ſo viele Tauſende, als hunderte zugegen waren, möchten dieſen ſchönen, emdringlichen, gediegenen Vortrag gehört— aber (uch beherzigt— haben.
Der verehrungswürdige Redner ſprach von den (lefühlen der Achtung, welche von je her alle Völ— kr der letzten Ruheſtätte ihrer theuern Angehörigen ewieſen; von den Empfindungen, welche uns beim Jahinſcheiden unſerer Lieben ergreifen; wie ſchmerz— und reuevoll uns verletzte Pflichterfüllung gegen deſelben findet, während gegentheils bewieſene Liebe und Pflichttreue unſern Schmerz ſanfter macht; der Glaube uns ein freudiges Wiederſehen verheißt u ſ. w., was ich Dir Alles freilich nicht ſo ſchön nieder zu ſchreiben vermag. Nach dem Schluſſe deſes vorzüglichen Vortrags ſang die Schuljugend, unter Muſikbegleitung, Klopſtock's herrliches: Auf— uſteh'n, ja, auferſteh'en——, worauf die eigent— ſſche Einweihung des Platzes als Begräbnißort er— flgte, und, nachdem der letzte Vers des früheren hedes geſungen, und der Segen ertheilt war, ſetzte dr Zug ſich in derſelben Ordnung wie er gekom— nen, nach der Kirche zurück in Bewegung, wo er ſih, ſtill und ernſt, wie es die Würde der Feier—
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lichkeit mit ſich brachte, aufloſ'te, und ein Jeder ruhig— ſeinen Gefühlen überlaſſen— heim ging. „Erſt aus dem Grab' erblüh't die ew'ge Freude!“
Merkwürdig war's, daß, dem Vernehmen zufolge, drei Friedhöfe(zu Florſtadt, Lindheim und Gettenau), an demſelben Tage geweih't wurden.“
Lebe wohl und grüße Weib und Kinder.
D. den 23. Juni 1834. Dein treuer Freund S.
) Vorſtehendes Schreiben weckt wieder recht lebhaft in uns einen alten Wunſch, daß nämlich in den proteſtantiſchen Gemeinden, eben ſo wie in den katholiſchen ein Jeſt Aller Heiligen und Aller-Seelen gefeiert wird, ein Tag be ſtimmt werden möchte, an welchem eine beſon— dere Feier zum Andenken unſerer Verſtorbenen auf den Kirchhöfen veranſtaltet würde. Die— meiſten von uns haben doch liebe Perſonen und theuere Angehörige, gar Manche ſogar das Liebſte dieſer Welt auf dem Friedhofe ſchlummern. Für dieſe iſt es wahrhaft wohlthuend, wenn ihnen ein ſolcher Tag Veranlaſſung gibt, jenen„heimgegangenen Lieben“ wieder einmal eine Thräne zu weihen oder einen Seufzer zuzuſchicken. Aber auch ſolchen Menſchen, welche keine nähere Weſen dort ſchlummern haben, möchte es bisweilen Bedürfniß ſeyn, die Stätte zu beſuchen, die ſie dereinſt aufnehmen wird, und bei denen zu ſeyn, welche weinen, und Theil an ihrem Schmerze zu nehmen. Was beweist ſchöner daß wir göttlicher Abkunft ſind, als die Thräne des Mitgefühls?
Die Redaction
A naß u a git!
Im Jahr 1726 erſchien in unſerer Gegend und für dieſelbe eine Zeitſchrift, welche den Namen „des Wetterauiſchen Patriotens“ führte. Einſender dieſes beſitzt von dieſer Zeitſchrift ein einziges Blatt, nämlich das ſechste Stück. Ob dieſes nun gleich durch inneren Gehalt ſich keines— wegs auszeichnet, ſondern zum Theil aus faden Erzählungen und gemeinen und witzig ſeyn ſollenden Späſſen beſteht, die zuweilen an's Zotenhafte grän— zen, ſo wäre derſelbe doch, um den Geiſt jener Zeit und Zeitſchrift genauer kennen zu lernen, be— gierig, ein Mehreres davon zu erhalten, und erläßt demnach an alle Leſer unſeres Blattes, welche im Beſitze einiger oder aller Blätter jener Zeitſchrift ſind, die ergebenſte Bitte, ſie ihm entweder auf einige Zeit leihen oder käuflich üͤberlaſſen zu wollen.


