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In einem Briefe leſen wir ungefähr Folgendes:
„Iſt Ihnen denn die tragiſche Geſchichte, welche ſich bei Ausfegung des Sauerbrunnens in Holz— hauſen ereignete, nicht bekannt, weil Sie ſolche in Ihr Blatt nicht aufnehmen?
Zwei Manner wurden betäubt, hielten ſich jedoch an dem Pumpenſtocke feſt. Ihnen wollte ein Dritter, der Ortsdiener, zu Hülfe kommen, bleibt aber todt im Brunnen. Die erſteren wurden ge— rettet.“
Die Redaction bittet um nähere Auskunft zu weiterer Bekanntmachung.
Bei dieſer Gelegenheit erneuert ſie ihre im erſten Blatte ſchon ausgeſprochene Bitte, daß die Herren Geiſtlichen oder Bürgermeiſter ſie doch ſo bald als möglich in Kenntniß ſetzen möchten, wenn irgend etwas vorfällt, was einer Bekanntmachung verdient. Die Redaction.
Verſammlung zu Salzhauſen.
Am 23. Juli fand zu Salzhauſen eine aus Aerzten, Chemikern, Pharmaceuten ꝛc. beſtehende Verſammlung ſtatt, die uns viel zu wichtig erſcheint, als daß wir ihrer in unſerm Blatte unerwähnt laſſen ſollten.
Ein Verein, deſſen Zweck es iſt, in Vorträgen und Unterhaltungen über einzelne Zweige der Natur⸗ wiſſenſchaften ſich einauder zu belehren, ſich über zweifelhafte Gegenſtäͤnde zu beſprechen, gemachte Erfahrungen ſich mitzutheilen, beſteht ſchon ſeit einiger Zeit in Gießen, und halt dort monatlich ſeine Sitzungen. Da aber auch Auswärtige an demſelben Theil nehmen, wurde beſtimmt, daß, zur Erleichterung für letztere, zuweilen auch anderwärts Sitzungen ſtatt finden ſollten. Die zu Salzhauſen war die erſte dieſer Art. Von den Mitgliedern, deren der Verein einige vierzig zählt, waren etliche und zwanzig anweſend, und unter dieſen die Hrn. Profeſſoren Nebel, Ritgen, Wilbrand, Vogt, Wernekink,(Liebig war zu kommen verhindert); außerdem die Herren Doctoren Vix, Mettenhei⸗ mer u. ſ. w.
Von den Vorträgen, welche hier gehalten wur⸗ den, erwähnen wir den des Herrn Medicinalrath Dr. Möller von Nidda über einen beſonderen
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Fall, der bei einer Schwangerſchaft vorkam; ven Hrn. Geh. Medicinalrath Dr. Ritgen: Beobachtuf⸗ gen über die im Holzeſſig liegende fleiſcherhaltenſe
Kraft; Hr. Profeſſor Wilbrand zeigte ſeinen auß
dem Safte des Ahornbaumes verfertigten Zucker; Hr. Dr. Vir wies in einer Abhandlung die Ar ſteckung der Lungenſeuche bei dem Vieh nach(über der ſelben Gegenſtand hatte Hr. Dr. V. auch in der in Jahr 1833 zu Friedberg ſtattgehabten Verſammlum des landwirthſchaftlichen Vereines geſprochen). Ent, lich kam noch bei den Pharmaceuten die unter dei Blutegeln herrſchende Sterblichkeit zu Sprache ꝛc.
Muß man nicht wünſchen, daß dieſer Vereil recht viele Mitglieder zählen möchte, da der Staat, ja die Menſchheit dabei nur gewinnen kann? Möch⸗ ten auch in andern Zweigen des menſchlichen Wiſ ſens ſich ſolche Vereine bilden! Wir haben zwa ſchon einen allgemeinen landwirthſchaftlichen, hier und da auch einzelne Schullehrer ud Prediger-Vereine; andere Vereine gehören dage gen noch zu den frommen Wünſchen. Namentlitf rechnen wir hierzu einen hiſtoriſchen Vereiß, von deſſen bevorſtehender Gründung man vor al derthalb Jahren ſprach, und wozu ſich auch bereig mehrere Mitglieder gemeldet haben, worüber aben ſeitdem nichts weiter verlautete.— Einen Vereint für Lehrer von ſ. g. Gelehrtenſchulen wünſchten win ebenfalls; nicht minder möchte ein Juriſten⸗ Verein ſehr erſprießlich werden u. ſ. w.
Solche Vereine haben den Vortheil, daß din Mitglieder Gelegenheit finden, ſich vielſeitiger aus zubilden, als es dem Einzelnen, ſelbſt bei dem aß geſtrengteſten Fleiße, möglich wird. Geſchafts männer haben ohnehin in der Regel nicht viel Zeit zun Buͤcherleſen; ſie werden nach und nach der Literatur immer fremder, und finden ſelbſt bei der Maſſe von Büchern, welche alljährlich erſcheinen, keine Gelegen⸗ heit, die Hauptwerke ihres Faches von den unbe— deutenden, ſchnell vergänglichen Werken leichtſinniger Büchermacher zu unterſcheiden. In Vereinen dages gen werden ſie auf die wichtigſten Veränderungen, auf die bedeutendſten literariſchen Erſcheinungen in ihrem Fache aufmerkſam gemacht, und was das Wichtigſte iſt, man muntert ſich da gegenſeitig auf, erhält auf's Neue Liebe zu ſeinem Fache und ſtählt ſich gegen alles, was ſtörend dagegen einwirken könnte.
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