Ein großer Gelehrter hat berechnet, daß der Obelisk ungefähr dreitauſend vierhundert Jahre vor ſeinem Palaſte zu Theben ſtand. Wenn er nun in Paris auch 3400 Jahre ſtehen bleibt, ſo wollen wir's loben, und alle diejenigen können den Fran⸗ zoſen ſtillſchweigends Abbitte thun, die ſie der Ver⸗ änderlichkeit beſchuldigten
Schließlich müſſeß vir doch noch anfuͤhren, daß die alten Romer auch die Kunſt verſtanden, ſolche ſchwere Kunſtwerke von Aegypten nach Hauſe zu ſchaffen, und ſtehen gegenwärtig noch einige zu Rom, die's bezeugen; Einer ſogar vor der erſten Kirche der katholiſchen Chriſtenheit, das iſt Sankt Johann im Lateran, der über hundert und vierzig Fuß hoch iſt: aber leider einmal von den Feinden umgeſtürzt war, und deswegen ſpäter zu— ſammengeflickt werden mußte.
Reinigen von Bettfedern.
Um uͤbelriechenden und zuſammengeballten Federn ihre frühere Reinheit und Elaſticität wieder zu geben, thue man dieſelben in ein Faß, übergieße ſie mit Seifen⸗ oder Sodawaſſer und waſche ſie durch Umrühren mit einem angemeſſenen Inſtrumente. Nach dem Waſchen werden die Federn mit den Haͤnden ausgedrückt und in einem Zimmer oder einem andern geräumigen Behälter getrocknet, wobei man ſie von Zeit zu Zeit umwendet und mit dünnen Ruthen klopft. Die Federn werden dadurch voll— kommen rein, verlieren ihr Oel oder Fett und ge— winnen ſelbſt an Elaſticität.(Polyt. J.)
Anfrage.
An allen Plätzen, wo Aepfel zu Aepfelwein gekeltert werden, ſieht man im Herbſte den ſoge— nannten Treſter, oder die Ueberbleibſel der aus⸗ gepreßten Aepfel, in großer Menge daliegen und unbenutzt verfaulen. Kann denn dieſer Treſter zu gar nichts weiter benutzt werden? Kann man ihn nicht durch Waſſer eine Zeitlang erhalten und als Viehfütterung benutzen?— Einſender wünſcht hierüber Belehrung. Beherzigungswerthe Vorſchläge zu einer guten Benutzung möchten Manchem unſerer Mitbürger ſehr willkommen ſeyn.
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Noch eine Anfrage.
Bekanntlich hat der Branntwein(beſonders der ſchlechte) eine Menge von ſpöttiſchen und ſcherz— haften Beinamen erhalten; ein Beweis, wie ſehr er bei einem großen Theile des Volkes ganz ein— heimiſch geworden iſt, obgleich ſeine Bekanntmachung und weitere Verbreitung erſt in das fünfzehnte Jahr— hundert fällt. Ganz gewöhnliche Ausdrücke ſind: blauer Zwirn, Juchtelfuchtel, Dufterig, Huſarenkaffee, Weiberzorn, Grickes(beide
in Schwaben) Knorbel, Schnaps u. ſ. w. Von
allen iſt aber der Ausdruck Grambambuli der auffallendſte. Iſt keiner von den Herren Sprach— gelehrten unſerer Wetterau im Stande, die Ablei— tung von dieſem Worte zu geben?(Schmid in ſeinem ſchwäb. Worterbuche, Artikel Grickes, ſchreibt's mit einem K.)
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Theure Liebhaberei.
Crafto Hiegel erzählt, der Generalfeldmar— ſchall Freiherr von Thüngen habe für eine Erz— münze von Kaiſer Otho, welche zu Mainz aufge— funden wurde, hundert kremnitzer Dukaten von Einerlei Gepräge bezahlt.(Fuchs alte Ge— ſchichte von Mainz Einl.§. 4 und S. 70.)
Bekanntmachungen.
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Markt zu Butzbach. (580) Der Zte diesjährige Vieh- und Krämer⸗ markt wird Donnerſtag den 18. d. M. dahier abge— halten. Butzbach den 3. September 1834. Der Bürgermeiſter B. Küchel. Einladung. (581) Bei mir iſt Sonntag den 14. und Montag den 15. d. M., als an den Tagen der fauerbacher Kirchweihe, gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen. Ich lade hierzu mit dem Bemerken höflichſt ein, daß ich meine verehrten Gäſte durch reines Getränk und gute Speiſen auf das Beßte bedienen werde, und zähle deßhalb auf recht zahlreichen Zuſpruch. Fauerbach II. den 11. September 1834. Neiſel.
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