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im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen
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Seigndend, den 11. Oktober
183 L.
Die Mark Rodheim.
Gleich wie die meiſten Orte der Wetterau, ſo hatte auch Rodheim und zwar mit dem heſſen-hom— burgiſchen Dorfe Köppern von den früheſten Zeiten an eine eigne Waldmark.— Die erſten Nachrich—⸗ ten darüber giebt das in Schatzmanns Werke: von Marken und Märkergedingen, Göttingen 1746, abgedruckte Weisthum vom 12. Nov. 1454. Es wird darin unter Andern verordnet, daß nur„der in der marck wohnhafftig und aygen rauch dar— inne hat“ Rechte an der Mark haben, gleichwohl ohne Anweiſung der Märkermeiſter bei 3 fl. Strafe und Verluſt ſeiner Rechte kein Holz, weder zum Brennen, noch zum Bauen ſchlagen ſolle. Eben ſo ſollten die Töpfer nur dörres Holz leſen duͤrfeu, und nur zwei Oefen haben, ihre Waaren aber den Inmärkern billiger, wie den Ausmärkern geben, (zwei penwerck umbe ſieben ſchillinge“). Ausmär— ker, die in der Mark„higen“, und die man bis an den„rayn“(Pfahlgraben) und„heſſen furth⸗ verfolgen durfte, ſollten„ein helbeling und zwan— tzig pfunt und dartzu wagen und pferde ⸗ verliehren. „Die pferde weren der marker und der wagen der „Furſter.“
Damit dieſe und ähnliche Beſtimmungen genau beobachtet wurden, ſollten die Köpperner alsbald die Anzeige von einem Frevel machen, insbeſondere aber jeden Sonntag nach Rodheim ſchicken, und die Befehle des Märkergerichts erwarten.
Dieſes beſtand aus dem jeweiligen Cerſten) Pfarrer und dem Hrn. v. Bellersheim, als oberſten
Markmeiſtern, einem, von den Märkern gewählten Märkermeiſter, 13 Vorſtehern(Geſchwornen, Drei⸗ zehnern) und dem Markſchreiber. Außerdem hatte die Mark noch zwei Rechner und jede Markdorf ſchaft ihren Förſter.
Die Beſoldung derſelben anlangend, ſo ſtand jedem Märkermeiſter, außer freiem Beholzigungs— rechte noch das Recht zu, von jedem Schmied zu Rodheim und Köppern„ein Pferd auf„allen vier „Füſſen ,, mit neuen Eiſſen“ ſich unentgeldlich be⸗ ſchlagen zu laſſen, welches erſtere in dem 17ten Jahrhundert in eine jährliche Präſtation von 24 Klafter Holz, letzteres in 3 fl. 10 alb. im Jahre 1732 verwandelt wurde. Die Geſchwornen erhiel⸗ ten zuſammen 50 fl., der Markſchreiber 1 fl. 2 alb. 4 D. und die Förſter jährlich 6 fl. 8 alb. ſowie 4 Achtel Korn, welche das Kloſter Thron für die Hutgerechtigkeit in der Markwaldung jährlich ent— richten mußte. Außerdem erhielten ſolche auch jähr⸗ lich von einem reichen Märker einen Sigling Korn oder Waitzen, von einem armen einen Sigling Hafer oder ein Huhn oder ein auch zwei Eier auf Grün⸗Donnerſtag. Auch ſtand ihnen noch ein ſon— derbares Beneficium zu,„es ſollen die Fuürſter „kommen uffe petterweiler kerbetag zu morgen in „den vorgenannten(fuldiſchen) Hoffe mit zweien „ſpiſſen und dem Hoffmann ihre Dinſte bite und „begere er dis ſo ſollen ſie ime ſein Braden wen— „den und ſoll er ihnen was eſſen und drinken geben.“
Das Märkerding ſelbſt wurde jährlich auf den erſten Dienſtag nach Martini, in Beiſeyn ſämmtli— cher Marker, zu Rodheim gehalten.— Trotz dem,


