Ausgabe 
4.10.1834
 
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gerliſcht, wenn man ſie hinein bringt. Hierdurch kann auch am beßten die Gegenwart der Erſtickungs luft erkannt werden. Wird jedesmal dieſe Vorſicht angewendet, ſo kommt man gewiß nie in Gefahr, dadurch ſein Leben zu verlieren. Sollte nun, trotz aller angegebenen Vorſicht, dennoch ſich ein Fall päter ereignen, daß jemand in derſelben das Be vußtſeyn verliert, ſo verſäume man doch ja nicht, ein ſehr warmes Bad von etwa 30 bis 34 Grad Wärme anzuwenden, indem dadurch die Kohlenſäure genöthigt wird, aus allen Theilen plötzlich auszu gehen. Stickſtoff findet ſich dagegen nie in ſo großer Menge und als freier Stoff an dergleichen Orten vorhanden, ſondern erſcheint gewöhnlich ge miſcht mit andern Stoffen und als ganz unſchädlich.)

Friedberg 1834. Müller, Chemiker.

Benutzung des Treſters. Als Antwort auf die in Nro. 37 unſeres

Intelligenzblattes aufgeworfene Frage theilt unſere

Landeszeitung einen Artikel aus dem ſchwäbiſchen Merkur vom 2. September mit, den wir unſern keſern nicht vorenthalten zu dürfen glauben.

Es wurde in dieſen Blättern ſchon in früheren Jahren darauf aufmerkſam gemacht, welche Menge von Nahrungsſtoff in den Obſt-Trebern(Treſtern) in Folge ihres großen Gehalts an Stärkmehl, pflanzenſchleim und nährenden Faſern enthalten ſey, daß es ſich deßhalb wohl lohne, dieſelben mit gehöriger Vorſicht einzuſalzen und als Winterfutter zu benutzen. Jene Aufforderung fand nur wenige Benutzung, dieſe jedoch volle Befriedigung. Der Grund dieſer Vernachläſſigung liegt einzig darin, daß unſere ſämmtlichen landwirthſchaftlichen Ein richtungen noch nicht für das Einſalzen bedeutender Vorräthe friſcher Vegetabilien geordnet ſind, ſo weſentlichen Vortheil ſie auch bei allem Ueberfluſſe an Futter gewähren müßten. Die Noth iſt oft die leßte Lehrmeiſterin, deßwegen möchte es jetzt ſehr an der Zeit ſeyn, den großen Apfelvorrath, von dem der Rückſtand an Nahrungsmenge einer kleinen Heuernte gleichkommen wird, auf folgende Art zu lenutzen: Die Treſter werden gleich nach dem Aus⸗ preſſen, weil ſie ſich ſonſt bald an der Luft anſäu⸗

) Wir hoffen bald Gelegenheit zu finden, darüber den Leſern unſeres Blattes ein Mehreres mitzutheilen. Die Redact

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ren, mit den Händen zerrieben, eingeſalzen, und zwar in große hölzerne Gefäße, oder blos in etwas tiefe Erdgruben mit Zwiſchenlagern von Trauben⸗ laub oder ſonſtigem Laub von Obſtbäumen, Linden oder Birken, auch ſonſtig gruͤnem Futter ſtark ein getreten. Auf dieſe Weiſe wird in einen kleinen Raum viel und gute Nahrung gebracht, ſo daß der Rückſtand von 50 Simri Aepfeln Nahrung der von einem Centner Heu völlig gleichkommen wird.)

M i s e el en

Mittel wider das Aufblähen des Viehes.

Als das ſicherſte Mittel wider das Aufblähen des Rindviehes empfiehlt die landwirthſchaftliche Zeitung von Churheſſen und nach ihr die Zeitſchrift für die landwirthſchaftlichen Vereine des Großherz. Heſſen Einen Eßlöffel flüſſiges Amoniak mit Waſſer verdünnt. Wir empfehlens weiter denen, die's dort noch nicht geleſen haben.

Brand ⸗Aſſekuranz.

Eine der wohlthätigſten Anſtalten unſeres Lan des iſt ohne Zweifel die ſogenannte Brandkaſſe, an welcher alle Häuſerbeſitzer verhältnißmäßig An theil zu nehmen verbunden ſind, und woraus jeder, welcher das Unglück hat, ſeine Beſitzung durch die Flamme zu verlieren, auf eine angemeſſene Ent ſchäͤdigung Anſpruch machen kann. Daß aber eine ſolche Anſtalt erſt alsdann recht nützlich wird, wenn ſie ganz allgemein iſt, leuchtet wohl jedem Denken den ein. Darum darf ſich keiner ausſchließen. Die Noth des Einzelnen wird durch die Beiträge Aller gedeckt; dadurch fällt es keinem ſchwer. Nur da, wo der Böſewicht ſelbſt die Fackel an ſein Haus bringt, um auf Unkoſten des Ganzen durch das ſchlechteſte aller Mittel ſich zu bereichern, waren Ausnahmen nöthig, welche auch durch eine beſondere Verordnung in Kraft treten. Die ſtrenge Anwen dung dieſer Verordnung, beſonders in dem Bezirke von Erbach, brachte endlich ein richtiges Verhältniß für die übrigen Provinzen des Landes herbei, wel⸗

*) In Gießen und deſſen Umgegend iſt der Treſter als Viehfutter bekannt und geſchätzt, und wird auch, ſo viel wir wiſſen, der Zuber voll mit einigen Kreuzern bezablt.

Die Redactian.