Ausgabe 
2.8.1834
 
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5. W.

Intelligenzblatt

für die

Drovinz(Oberhessen

im Allgemeinen,

den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

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31.

Sparkaſſe zu Friedberg.

Vor einigen Wochen wurde die Jahresrechnung er hülfsgeſellſchaftlichen Sparkaſſe zu Friedberg cbgelegt. Wir glauben es dem Publikum ſchuldig inn ſeyn, demſelben Einiges darüber mitzutheilen.

Die Sparkaſſe des Hülfsvereins beſteht ſrreits über zwölf Jahre, und beabſichtigt, nur armen Handwerkern, Taglöhnern, Dienſtboten, kindern armer Eltern, Wittwen und Waiſen lielegenheit zu verſchaffen, ihre kleinen Erſparniſſe licht nur in Sicherheit zu bringen, ſondern auch änſen tragen zu laſſen. So gering dieſe Erſparniſſe id(es werden nicht uͤber 30 Gulden auf Einmal egenommen), ſo erfreulich ſind die Reſultate der zuſtalt. Das Kapital des vorigen Jahres betrug 778 fl. 45 kr.; am Ende des Jahres war daſſelbe auf 4028 fl. 4 kr.(ohne die Zinſen) angewachſen, in Laufe des Jahres waren alſo nahe an 1000 Gulden angelegt, und dies alles von ſolchen Per ſinen, welche früher ſchwerlich auch nur einen Culden erſparten! Bei den Ausgaben zeigte ſich, duß einzelne Perſonen nach und nach die Summe en 150 Gulden erſpart hatten. Eine derſelben hielt dieſe Summe mit 32 fl. 44 kr., eine andere met 46 fl. 8 kr. Zinſen wieder zurück.

Von einem großen Theile der Einleger kann dr Verein ſicher ſeyn, daß ſie durch dieſe Theil nuhme auf immer für ein ſparſames Leben gewon um, gegen leichtſinniges Schuldenmachen geſchützt d und dieſen beſſeren Sinn auch als Erbe ihren ndern und Enkeln vermachen werden. Dieſer

Sonnabend, den 2. Auguſt

1834.

Gewinn iſt gewiß bei weitem größer, als der, welcher ihnen durch die Zinſen erwächſt.

Bei dieſer Gelegenheit können wir dem Publikum die Verſicherung ertheilen, daß wir Hoffnung haben, das Mathilden-Stift als eine allgemeine Spar⸗ und Leihkaſſe für den ganzen Kreis Friedberg nächſtens in Wirkſamkeit treten zu ſehen. Denen, welchen die Zeit etwa zu lange geworden ſeyn ſollte, geben wir zu bedenken, daß Vieles da bei vielſeitig überdacht und beſprochen werden muß, Manches zu ordnen iſt, bis eine ſo wichtige Anſtalt ſo gegründet iſt, wie ſie ſeyn ſoll und ihrem Zwecke entſpricht.

Regulirung der Schulbeſoldung zu Riedereſchbach.

Die Gemeinde Niedereſchbach hat unterm gten Juni l. J. mit ihrem Lehrer einen Vertrag geſchloſ ſen, wonach deſſen Beſoldung, welche, wie aller⸗ wärts, in einem bunten Gemiſch von Naturalien, Geld ꝛc. beſtand, in ein Fixum verwandelt worden iſt, das nach den einſchlägigen Klaſſen der Steuer pflichtigkeit erhoben und vierteljährlich an den Lehrer ausbezahlt werden ſoll. Zugleich hat dieſe Gemeinde das mit den meiſten Schulſtellen zum Nachtheile für die Jugendbildung noch verbundene, für den Lehrer ſo unangenehme Läuten übernommen, und läßt es ſehr paſſend durch ihre Feldſchützen und Nachtwächter beſorgen.

Iſt dies auch nicht die erſte Frucht, die der Erlaß des Herrn Kreisraths, der einen Fortſchritt zum Beſſern bedingt, gereift hat; ſo macht es der